Maritime Tage: Friedlich, fröhlich, faszinierend

Maritime Tage: Friedlich, fröhlich, faszinierend
Schiffe sehen, mit Besatzungen sprechen, den Hafen erleben. Im Vordergrund die spanische Flotte Copyright: Andreas Bredehorn

Maritime Tage: Friedlich, fröhlich, faszinierend

Bremerhavens Maritime Tage haben sich wieder als Mega-Event für all jene bewiesen, die maritimes Flair, Seemannschaft und Shipspotting lieben. Fünf Tage lang boten die Havenwelten mit rund 80 Schiffen unter Segel, Motorkraft oder Dampf Hingucker vom Feinsten. Ganz besonders faszinierte die Flotte der spanischen Traditionsschiffe mit dem historischen Weltumsegler-Nachbau „Nao Victoria“, dem wuchtigen Museumsschiff „Galéon Andalucia“ und dem ehemaligen Frachtsegler „Pascual Flores“. Das umfangreiche Bühnenprogramm mit Headlinern wie der Popsängerin Loi, dem Rock-Barden Andreas Kümmert sowie weiteren Solist:innen, Partybands und Shantychören sorgen für Stimmung bei Alt und Jung. „Wir haben mit rund 400.000 Besucher:innen aus der Stadt sowie von nah und fern wieder ein fröhliches und friedliches Fest erlebt, das Bremerhaven als magischen Anziehungspunkt für alle Fans der Seestadt bestätigt hat“, bilanziert André Lomsky, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Die Maritimen Tage fanden zum dritten Mal statt.

Aufgereiht wie an einer Perlenkette lagen die Stars des Hafenfestens, die Schiffe, an den Kajen: Neben den beeindruckenden spanischen Seglern hat auch ein Tauchboot festgemacht, an dem es täglich faszinierende Übungseinsätze im Neuen Hafen zu erleben gab. Viel Interesse löste auch der Schlepper „Evolution“ aus, der wie nahezu alle Gastschiffe Besucher:innen zur Besichtigung an Bord einlud. Die sonst eher seltene Möglichkeit, sich an Bord eines Arbeitsschiffes wie der „Franzius Plate“ oder eines Traditionsseglers wie der „Alexander von Humboldt II“ umzusehen und mit den Besatzungen ins Gespräch zu kommen, zeichnen die Maritimen Tage aus. So bestaunten rund 20.000 „Sehleute“ in den fünf Tagen die historischen Kanonen unter Deck, die filigrane Takelage und den wuchtigen Schiffskörper der „Galéon Andalucia“.

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Wer sogar Lust auf eine Schiffspartie hatte, die Wellen und eine kleine Brise im Gesicht spüren wollte, der ging an Bord der Segler, die Törns anboten. „Dieses besondere Angebot erfreut sich so großer Nachfrage, dass die rund 1.700 Tickets auf den schmucken Schiffen bereits am Donnerstagabend ausgebucht waren“, freut sich Katharina Zickler aus der Veranstaltungsabteilung der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Auch ein kurzfristig zusätzlich organisierter Törn mit rund 150 Plätzen verkaufte sich blendend.

Als ebenso attraktiv empfanden die Besucher:innen das Bühnenprogramm. Die rund 60 Live-Konzerte mit Klangfarben für jeden Geschmack fanden großen Anklang. Ob Shantychor, das Duo „Klaus und Klaus“ oder der Rockbarde Andreas Kümmert: die Stimmung war fröhlich und friedlich. Die Polizei hatte wenig zu beanstanden und musste nur selten eingreifen.

Tatkraft hatte allerdings die Gruppe „kreativer Aufbruch Bremerhaven“ gezeigt, die das Gelände ihres „Neus Festivals“ in eigener Handarbeit über mehrere Wochen gezimmert hatte. Entstanden ist eine sehenswerte Area, in der Abend für Abend mehrere hundert Festbesucher:innen die Tanzfläche bei elektronischer Musik füllten. „Die Idee, die Maritimen Tage um ein Angebot von jungen Menschen für junge Menschen zu erweitern hat sich schon bei der Premiere als Glücksgriff herausgestellt und sollte im nächsten Jahr wiederholt werden“, lobt André Lomsky das Engagement, das sowohl von der Diekell-Stiftung, dem Referat für Wirtschaft als auch dem Unternehmer Dieter Petram finanziert und von dem Unternehmen bremenports unterstützt wurde.

Als großer Erfolg wird auch von ihm der Tag der offenen Tür in der Marineoperationsschule Bremerhaven bewertet. Tausende nutzen die seit Jahrzehnten erste Gelegenheit, den Ausbildungsbetrieb der „Blauen Jungs und Deerns“ vor Ort kennenzulernen, sich mit den Parcours der Grundausbildung, dem Thema Meteorologie und sogar Therapiehunden vertraut zu machen. „Der von der Marine eingerichtete Bootsshuttle vom Festgelände über Weser und Geeste zur Schule machte für viele Besucher:innen das i-Tüpfelchen eines besonderen Erlebnisses aus“, hat André Lomsky beobachtet.

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Die Schausteller:innen des Hafenfestes, vertreten durch deren Vorsitzende Alexandra Ausborn, ziehen ebenfalls eine positive Bilanz: „Es war rundum schön“, sagte sie, „ wir haben viele zufriedene Gesichter gesehen und sind selber sehr erfreut über den Verlauf“.

Die finanzielle Bilanz des Hafenfestes kann sich sehen lassen: „Den Kosten von rund 650.000 Euro stehen erwartete Umsätze von rund sechs Millionen Euro entgegen, die bei den Marktbeschicker:innen, in der Hotellerie und Gastronomie sowie weiteren Partner:innen realisiert werden“, prognostiziert André Lomsky.

„Die dritten Maritimen Tage sind ein Hafenfest, das wegen seiner Vielfalt mit Streetfood, Freibeuterdorf, Kinderprogramm, musikalischem Feuerwerk, einem InstaWalk, spannenden Schiffen und buntem Musikprogramm den Nerv der Besucher:innen getroffen hat und ich bin meinem Team sehr dankbar für die professionelle Umsetzung der fünf prall gefüllten Festtage“, stellt André Lomsky heraus. Für den seit März in Verantwortung stehenden Tourismuschef war es das erste Großereignis in Bremerhaven. Mit dem 14. bis 18. August 2024 stehen auch bei ihm die nächsten „Maritimen Tage“ schon fest im Kalender.

Pressemeldung von  Erlebnis Bremerhaven