Flutwohnung zeigt Ausmaß von Wetterextremen

Flutwohnung zeigt Ausmaß von Wetterextremen
Foto: Sina Niemeyer

Flutwohnung zeigt Ausmaß von Wetterextremen

Das Sofa ist voller Schlamm, das Klavier sichtbar von Wasser ruiniert und im defekten Bett kann niemand mehr liegen. Diese und weitere Möbel bilden die sogenannte „Flutwohnung“, die das Klimahaus Bremerhaven in Kooperation mit Greenpeace auf der Havenplaza vom 12. Juni bis in den Oktober 2024 hinein zeigt. Die Umweltschutzorganisation hat für diese Aktion Möbel von Bewohnern aus dem deutschen Ahrtal und der italienischen Region Emilia Romagna geschenkt bekommen, die bei den Hochwassern 2021 respektive 2023 in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Die ungewöhnliche und ergreifende Ausstellung verdeutlicht nachdrücklich die zerstörerische Kraft von Hochwasser. Hochwasser ist eines der Wetterextreme, die immer häufiger vorkommen und als Folge der Klimakrise anzusehen sind. Sie mahnen uns, Klimaschutz aktiv eher heute als morgen zu betreiben“, begründet Ingrid Hayen, Geschäftsführerin Klimahaus Bremerhaven das Engagement. In der weltweit einmaligen Wissens- und Erlebniswelt zum Thema Klima, Klimawandel und Wetter ist ab Anfang Oktober 2024 der neue Ausstellungsbereich „Wetterextreme“ zu erleben.

Wohn- und Schlafzimmer sowie Küche bilden die 38 Quadratmeter große „Flutwohnung“, die kostenfrei zu den Öffnungszeiten der Havenplaza – täglich von 7 bis 22 Uhr – angeschaut werden kann. Auf Texttafeln schildern die ehemaligen Besitzer der Möbel ihre Erfahrungen mit der Flutkatastrophe. Deutlich wird: Die Menschen, die an diesem Tisch gesessen, am Klavier gespielt oder im Bett geschlafen haben, haben nicht damit gerechnet, zu Geschädigten der Klimakrise zu werden. 135 Todesopfer hat die Flut-Katastrophe im Ahrtal im Juli 2021 gefordert, 13 Tote gab es in der Emilia-Romagna zu beklagen.

Die Installation zeigt auch: Wetterextreme sind keine abstrakten Bedrohungen, sondern sie sind real und nah. Die neue Dauerausstellung Wetterextreme wird das Erlebnis „Flutwohnung“ für die Besucher einerseits noch greifbarer machen und zudem die weltweite Vorreiterrolle des Klimahauses Bremerhaven in der Darstellung des Klimawandels stärken und weiter ausbauen.

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Pressemitteilung von: Klimahaus Bremerhaven