Pop-up-Stores in der Bremer Innenstadt: Fünf Konzepte bleiben trotz Ende der Förderung bestehen

Pop-up-Stores in der Bremer Innenstadt: Fünf Konzepte bleiben trotz Ende der Förderung bestehen
Isabel Ratfisch, (Storemanagerin Wanted Vintage;) Levon Honkamp (GF Wanted Vintage) im Pop-Up-Store in der Katharinen-Passage. Bild. WFB-Jan Rathke

Pop-up-Stores in der Bremer Innenstadt: Fünf Konzepte bleiben trotz Ende der Förderung bestehen

Ende des Jahres 2022 laufen die Förderzeiträume der von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH organisierten Pop-up-Store-Wettbewerbe für die Bremer Innenstadt aus. Unter dem Motto „Bremen wird neu“ und im Rahmen des Aktionsprogramms Innenstadt (API) sowie des Zukunftsfonds Innenstadt (ZFI) hatte die WFB im Auftrag der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa ab Sommer 2020 mehrere Wettbewerbe initiiert, um verfügbare Flächen in der Bremer Innenstadt zu beleben, neue Konzepte zu gewinnen und den bestehenden Einzelhandel zu unterstützen. Auch nach dem Ende des Förderzeitraums bleiben fünf von acht Konzepten aus den Pop-up-Store-Wettbewerben bestehen. So werden die Ladengeschäfte vom FAEX Concept Store, Hello Good Buy und Wanted Vintage sowie die gastronomischen Angebote von Plantenköök und lagom auch weiterhin in der Bremer Innenstadt vertreten sein.

„Die deutschen Innenstädte befinden sich nicht erst seit der Corona-Pandemie im Wandel, das gilt auch für Bremen. Neue Perspektiven für die Zukunft der Innenstädte zu entwickeln und dabei kreativ zu denken und zu handeln, ist deshalb eine zentrale Aufgabe“, so Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. „Und dafür sind die Innenstadt-Wettbewerbe ein gutes Instrument. Sie haben zu alternativen Ideen geführt und dadurch für frischen Wind gesorgt. Dass mehr als die Hälfte der Pop-up-Stores auch nach dem Ende der Förderperiode bestehen bleibt, ist ein Erfolg und eine willkommene Bereicherung für die Innenstadt. Und das zeigt uns, dass innovativer und auch regionaler Einzelhandel nicht nur für den Tourismus interessant ist.“

„Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, sagt auch Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Bremen. „Mit den Wettbewerben haben wir kleinen Unternehmen und innovativen Ideen die Möglichkeit gegeben, sich am Markt auszuprobieren. Neben der temporären Belebung von leerstehenden Flächen sind nun nachhaltige Nutzungen und auch neue Kooperationen im Einzelhandelsbereich entstanden“, ergänzt Heyer.

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Fünf Wettbewerbe fanden zwischen 2020 und 2021 statt: einer für einen Concept-Store, zwei für Pop-up-Stores, einer für einen gastronomischen Pop-up-Store und ein weiterer für den bestehenden Einzelhandel. Insgesamt gab es sieben Gewinnerkonzepte in den Wettbewerben für die Pop-up-Stores. Im Wettbewerb „Pop-up-Store Gastro“ wurde darüber hinaus zusätzlich zum Siegerkonzept ein weiteres Projekt durch ein im Nachgang aufgesetztes Förderprogramm für die Teilnehmer:innen des Wettbewerbs unterstützt.

Der Sieger des Concept-Store-Wettbewerbs 2020, ekofair, schloss im April 2022 seinen Standort in der Obernstraße wieder, aber zwei von drei Siegerprojekten aus dem ersten Pop-up-Store-Wettbewerb 2021 bleiben Bremen auch nach Ablauf des Förderzeitraums erhalten: Der FAEX Concept Store macht an seinem Standort in der Knochenhauerstraße weiter und wird voraussichtlich auch 2023 wieder die Mode-Veranstaltungsreihe „Bremer Fashion Days“ ausrichten. Auch der Secondhand-Store Hello Good Buy wird seine Ladenfläche in der Obernstraße beibehalten. Lediglich das Geschäft m:pura, das sich auf 3D-Lichtobjekte, Projektionen und beleuchtete Designelementen spezialisierte, wird seinen Standort in der Bremer Innenstadt aufgeben.

Aus dem Wettbewerb „Pop-up-Stores II“, der seine Gewinnerprojekte Ende 2021 kürte, bleibt der Laden Wanted Vintage in der LLOYD PASSAGE – ein Mietvertrag ist bereits unterschrieben – und wird darüber hinaus Hello Good Buy übernehmen. Das Unternehmen Evermade aus dem britischen Brighton & Hove wird seinen Standort im Katharinenklosterhof verlassen. Da Evermade jedoch aktuell mit Hello Good Buy kooperiert, sind Produkte der Marke im Secondhand-Laden in der Obernstraße zu finden. Die Taschenmarke BEADBAGS beendet ihr Engagement in der Knochenhauerstraße. Die Besitzer des Geschäfts arbeiten jedoch daran, den Sitz ihres Unternehmens aus Nordrhein-Westfalen nach Norddeutschland zu verlegen, dabei ist als möglicher Standort unter anderem Bremerhaven im Gespräch. Perspektivisch denkt BEADBAGS nach eigenen Angaben auch über die Eröffnung eines großen Flagship-Stores nach – hierfür könnte Bremen als Standort in Frage kommen.

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Das vegane Restaurant Plantenköök, Gewinner des Wettbewerbs „Gastro Pop-up-Store“, hat einen mehrjährigen Mietvertrag für seinen Standort im Forum Am Wall / Wache 6 abgeschlossen und bleibt der Bremer Innenstadt mit seinem innovativen Konzept weiterhin erhalten. Darüber hinaus wird auch das lagom, das ebenfalls mit Mitteln aus dem Gastro-Pop-up-Store-Wettbewerb unterstützt worden ist, in der Alten Schnoorkrämerei verbleiben und hat dort einen unbefristeten Mietvertrag unterschrieben.

Pressemeldung von  WFB