Das Haus der Jugend und eine Kita unter einem Dach

Verwaltung stellt ersten Planungsentwurf für Nachnutzung der Schule am Bürgerbusch vor

Die Schule am Bürgerbusch kommt nach dem Auslaufen des dortigen Schulbetriebs als neuer Standort für das Haus der Jugend in Frage. Das ist das Ergebnis einer Prüfung, die die Stadtverwaltung vorgenommen hat. Die Verwaltung hatte den Standort im Rahmen ihrer Suche nach Liegenschaften, mit denen der weiterhin hohe Bedarf an Kita-Plätzen gedeckt werden kann, unter die Lupe genommen – und dabei auch die Überlegung, hierbei einen geeigneten Platz für das Haus der Jugend zu finden, berücksichtigt.

In einem ersten Planungsentwurf kann das Haus der Jugend mit den bisherigen Nutzergruppen (Jugendwerkstatt der VHS, Stadtjugendring und Stadtjugendpflege) am Standort Bürgerbusch fortgeführt werden und darüber hinaus um eine Kindertagesstätte erweitert werden. Hieraus würden sich inhaltliche und räumliche Synergien ergeben. Sozialdezernentin Dagmar Sachse begrüßt die Nutzung der Schule am Bürgerbusch als Kindertagesstätte und als ein Haus der Jugend: „Damit kommt diesem Gebäude eine neue Funktion zu, die diesen Standort beleben und bereichern wird.“

Anhand der Planungsentwürfe können die Raumprogramme und Bedarfe sowohl des Stadtjugendrings, der Volkshochschule mit der Jugendwerkstatt und des Fachdienstes Jugend- und Gemeinwesenarbeit im Gebäudebestand voll umfänglich abgebildet werden, freut sich der Leiter des Amtes für Jugend und Familie, Dr. Frank Lammerding. Die Nutzfläche umfasst rund 3.000 Quadratmeter. Auch das Außengelände und die offenen Bereiche seien sehr gut geeignet, um ein Haus der Jugend umzusetzen.

Die Planungsentwürfe für ein Haus der Jugend am Standort Bürgerbusch wurden am 7. Februar der VHS und dem Stadtjugendring vorgestellt. Um die Planungsentwürfe und Funktionsbeziehungen zu konkretisieren, haben alle Beteiligten weitere Gesprächstermine vereinbart. Die Ratsfraktionen hat Sozialdezernentin Dagmar Sachse über die Planungsentwürfe bereits am 6. Februar informiert. Beide Nutzergruppen (Stadtjugendring und VHS) sollen an den Prozessen zur Gestaltung des Außengeländes, der Gruppenräume sowie des offenen Bereichs eng beteiligt werden. Die bereits benannten Anforderungen aus den bisherigen Beteiligungsprozessen des Stadtjugendrings fließen in die neue Planung ein.

Die Anbindung des Standorts an den ÖPNV ist mit den Linien 301, 304, 304 E und dem Nachtexpress N37 an der Haltestelle Scheideweg/Eßkamp gegeben und deckt die Bedarfe der Jugendlichen zu den unterschiedlichsten Tageszeiten, auch an Wochenenden, ab.

Stadtjugendpfleger Christian Fritsch hebt hervor, dass mit der gemeinsamen Fortführung eines Hauses der Jugend eine starke Partnerschaft zwischen ehrenamtlicher Jugendverbandsarbeit und hauptamtlicher Jugendarbeit geebnet wird. Die Jugendwerkstatt der VHS sowie die Kita sind optimale Partner, um einen Bildungskomplex in guter infra- und verkehrsstruktureller Lage umzusetzen, verdeutlicht Dagmar Sachse.

Nun gilt es, dafür in dem weiteren Planungsprozess gemeinsam die Weichen zu stellen. Darauf haben sich der Vorstand des Stadtjugendrings und die Leitung der VHS Oldenburg zusammen mit Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Jugendamtsleiter Dr. Frank Lammerding sowie Stadtjugendpfleger Christian Fritsch verständigt.