Oberschule Ofenerdiek: Diskriminierung hat hier keinen Platz

Oberschule Ofenerdiek: Diskriminierung hat hier keinen Platz
Aushängeschild: Im Eingangsbereich der Oberschule Ofenerdiek wurde das Logo „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angebracht. Foto: Oberschule Ofenerdiek

Oberschule Ofenerdiek: Diskriminierung hat hier keinen Platz

Oldenburg. Diese Auszeichnung lässt aufhorchen: Die Oberschule Ofenerdiek hat jetzt im Rahmen einer Videokonferenz feierlich den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten und ist offiziell in das größte deutsche Schulnetzwerk aufgenommen worden. Sozialdezernentin Dagmar Sachse lobt das Engagement: „Mich beeindruckt, dass die Initiative direkt aus der Schülerschaft gekommen ist. Das ist die beste Grundlage für so ein wichtiges Vorhaben und zeigt, dass die Ideen der Schülerinnen und Schüler im Schulleben ernst genommen werden.“

Doppelpass: Kicker Kifuta als Pate
Als Pate fungiert der regional bekannte Fußballspieler Kifuta Makangu. Der kongolesische Kicker, der unter anderem für den VfB Oldenburg und den SSV Jeddeloh gespielt hat, wird künftig die Oberschule Ofenerdiek in ihren Aktivitäten unterstützen. Die Schule freut sich über einen Paten aus dem Mannschaftssport, denn im Sport zeigt sich immer wieder, dass unabhängig von Hautfarbe, Herkunft und Religion im Team viel erreicht werden kann.

Die Anregung, sich um die Auszeichnung zu bemühen, hatte Schülersprecherin Anais Weinberg bereits im Schuljahr 2020/2021 gegeben. Aufgrund der Pandemie war es für die Schülervertretung nicht einfach, dieses Anliegen zu kommunizieren. Diese Aufgabe hat die Schülervertretung jedoch engagiert gemeistert, indem sie das Thema durch Videokonferenzen und einen schulweiten Podcast in die Schulgremien getragen hat.

Selbstverpflichtung der Schulgemeinschaft
In allen Klassen haben die Schülerinnen und Schüler der Oberschule die Notwendigkeit diskutiert, sich aktiv gegen Rassismus und jede Form der Diskriminierung zu engagieren. Für die gute Kommunikation spricht auch die überwältigende Mehrheit von 93 Prozent der Schulgemeinschaft, die sich in Form einer Selbstverpflichtung dafür ausgesprochen hat, offen gegen Gewalt und diskriminierende Äußerungen einzutreten und dies in regelmäßigen schulweiten Aktionen und Projekten umzusetzen. Mit dem Abstimmungsergebnis im Rücken wurden bereits in der Einstiegswoche vielfältige Klassenprojekte gestartet. So setzten sich Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit dem Thema Courage auseinander und entwickelten eine Choreografie zum Hit von Lou Bega „Scatman & Hatman“, der von dem Leiden eines Stotterers handelt. Andere beschäftigten sich mit dem Thema „Vielfalt“ und erstellten kleine Stop-Motion-Filme. Auch künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema „Migration“ fanden statt.

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Fester Gedenktag geplant
Die Schule plant einen festen Gedenktag für den Schulkalender. Dieser könnte der 27. Januar (Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus) werden. So würde auch die erfolgreiche Arbeit der Schülervertretung für den Erinnerungsgang 2019 fortsetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler erwarten jetzt viele spannende Projekte für eine offene und demokratische Schulgemeinschaft.

Die Schule soll ihren Erfolg auch am 3. Mai im Schulausschuss vorstellen.

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg