King Arthur

King Arthur

King Arthur

Musiktheater-Happening über alte und neue Katastrophen / von Schorsch Kamerun nach Henry Purcell / Musikalische Leitung: Lutz Rademacher / Live-Elektronik, musikalische Arrangements, Klavier: PC Nackt / Regie: Schorsch Kamerun / Premiere am 29. Oktober 2022 im Theater am Goetheplatz

Es ist ein Crossover zweier verschiedener Welten: Barock trifft Punk, Purcell trifft Schorsch Kamerun und PC Nackt. Vor zwei Sommern war „King Arthur“ auf dem Goetheplatz zu sehen – in einer coronabedingt etwas gekürzten Open Air-Version, jetzt kommt es als großes Musiktheater-Happening unter der Musikalischen Leitung von Lutz Rademacher ins Theater am Goetheplatz.

Was gewinnt Kamerun, Mitbegründer der Band „Die goldenen Zitronen“, der barocken Semi-Oper rund um den britischen König Arthur und den sächsischen König Oswald ab? „Wir überprüfen Machtbilder“, sagt Kamerun dazu, und dass er dies aktuell sehr notwendig fände: „Mit dem, was wir da machen, wollen wir auf jeden Fall etwas in den heutigen politischen Diskurs werfen.“

„Die Grenzen hören nicht auf / Die Schilder hören nicht auf / Zäune hören nicht auf / Die Uhren hören nicht auf / Zensuren hören nicht auf / Formeln hören nicht auf / Automaten hören nicht auf / Autokraten hören einfach nicht auf / Erzieher / Lehrer / Die Ausbilder hören nicht auf / Stammtischpolitiker hören nicht auf / Soldaten hören nicht auf / Panikmacher / Denunzianten / Verschwörer hören nicht auf.“ (Songtext von Schorsch Kamerun aus „King Arthur“ – Musiktheater-Happening über alte und neue Katastrophen)

Lutz Rademacher wurde an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ausgebildet und war als Kapellmeister u. a. in Basel und Freiburg engagiert. Zuletzt war er Generalmusikdirektor in Detmold. Überregionale Beachtung fanden Produktionen von George Benjamins „Written On Skin“, Leo¹ Janáèeks „Jenùfa“, Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ und Giselher Klebes „Der jüngste Tag“. Bei den Salzburger Festspielen leitete er das Mehrspartenprojekt „Judith“, Gastdirigate führten ihn u. a. zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, an die Vlaamse Opera Antwerpen und an die Komische Oper Berlin. Bereits mehrfach hat sich Lutz Rademacher mit dem Werk von Henry Purcell auseinandergesetzt: Am Theater Basel entstand 2006 in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sebastian Nübling „Dido and Aeneas“, die Produktion wurde 2007 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Ebenfalls in Basel hieß es 2011 „Hush, no more“, eine Bearbeitung von Purcells „The Fairy Queen“. In der Saison 2021/22 widmet sich Lutz Rademacher einer neuen interdisziplinären Herausforderung: Als Fellow am Hamburg Institute for Advanced Study bringt er Musik in die internationale Forschung. Im Austausch mit Wissenschaftler:innen unterschiedlichster Fakultäten untersucht er die Rolle der zeitgenössischen Musik in unserer Gesellschaft und stellt die wichtigsten musikalischen Entwicklungen des 20. und 21. Jahrhunderts zur Diskussion.

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Schorsch Kamerun, Sänger und Theatermacher, wurde 1963 in Timmendorfer Strand geboren. Er ist Gründungsmitglied und Sänger der Hamburger Polit-Punk-Band „Die Goldenen Zitronen“. Zusammen mit Rocko Schamoni gründete er den „Golden Pudel Club“ – einen ökonomisch unabhängigen Ort für Musik, Kunst und Performance. Seit 2000 schreibt und inszeniert Kamerun meist selbst geschriebene Stücke an großen Stadttheatern, u. a. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Schauspielhaus Zürich, an den Münchner Kammerspielen und am Residenztheater München, an der Berliner Volksbühne, am Düsseldorfer Schauspielhaus, bei den Wiener Festwochen, am Schauspiel und am Opernhaus Stuttgart, an der Bayerischen Staatsoper, bei der Ruhrtriennale und am Theater Basel. Für sein WDR-Hörspiel „Ein Menschenbild, das in seiner Summe null ergibt“ erhielt er 2007 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. 2010/11 hatte er eine Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste in München inne. 2016 erschien sein Roman „Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens“ bei Ullstein.

Premiere am Samstag, dem 29. Oktober 2022 um 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz

Musikalische Leitung:                                                          Lutz Rademacher

Regie:                                                                                    Schorsch Kamerun

Live-Elektronik, musikalische Arrangements, Klavier:      PC Nackt

Bühne:                                                                                  Katja Eichbaum

Kostüme:                                                                               Gloria Brillowska

Chor:                                                                                     Alice Meregaglia

Licht:                                                                                     Christian Kemmetmüller

Live-Kamera:                                                                       Michael Dreyer

Dramaturgie:                                                                        Caroline Scheidegger, Elif Zengin

 

Mit: Marysol Schalit / Marie Smolka, Nadine Lehner, Hyojong Kim / Ian Spinetti, Christoph Heinrich, Annemaaike Bakker, Karin Enzler, Guido Gallmann, Christian Freund, Matthieu Svetchine, Schorsch Kamerun, PC Nackt, Junge Akteur:innen, Studierende des Zentrums für Performance Studies der Universität Bremen. Chor des Theater Bremen.

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Pressemeldung von  Theater Bremen,