Berninghausenpreis 2022: Zwei Dozentinnen ausgezeichnet

Berninghausenpreis 2022: Zwei Dozentinnen ausgezeichnet
Die Universität Bremen hat auch in diesem Jahr gemeinsam mit den unifreunden den Berninghausenpreis für hervorragende Lehre verliehen. (v.l. Kerstin Hainle, unifreunde, Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Ann-Kathrin Rohde, Sabine Doff, Konrektorin Maren Petersen, Carl Berninghausen, Berninghausen Stiftung) Foto: Jens Lehmkühler/ Universität Bremen

Berninghausenpreis 2022: Zwei Dozentinnen ausgezeichnet

Der Berninghausenpreis für hervorragende Lehre geht in diesem Jahr an eine Produktionstechnikerin und eine Anglistin. Dr.-Ing. Ann-Kathrin Rohde vom Fachbereich Produktionstechnik hat die Jury in der Kategorie „Blended Learning“ überzeugt. Der Studienpreis ging an Professorin Sabine Doff vom Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften, Anglistik / Fremdsprachendidaktik Englisch. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Die Universität Bremen hat auch in diesem Jahr gemeinsam mit den unifreunden den Berninghausenpreis für hervorragende Lehre verliehen.

„Blended Learning“: Gelungene Verbindung von Online und Präsenzlehre

In der Kategorie „Blended Learning“ wurde Dr.-Ing. Ann-Kathrin Rohde vom Fachbereich Produktionstechnik ausgezeichnet. Die Wissenschaftliche Mitarbeiterin überzeugte die Jury mit ihrer Lehrveranstaltung „Technische Logistik“. In dieser Lehrveranstaltung gibt sie an einem konkreten Beispiel einen Überblick über die verschiedenen Technologien zur Realisierung von verschiedenen Prozessen: Transport, Umschlag, Lagerung, Sortierung und Kommissionierung.

Die Jury zeigte sich beeindruckt von dem Konzept, das Ann-Kathrin Rohde angesichts der notwendigen Umstellung auf Online-Lehre erarbeitet hat. Dieses Konzept habe die Vorteile von Präsenzlehre hinsichtlich Verortung und Motivierung des Themas und die Flexibilität der online-Lehre hinsichtlich projektförmigen Arbeitens und der Bearbeitung von Aufgaben in Kleingruppen miteinander verbunden.

Die Jury ist überzeugt, dass sich Ann-Kathrin Rohde besonders intensiv mit ihrer Lehre auseinandersetzt und den Kompetenzerwerb ihrer Studierenden im Blick hat und fördert. Außerdem habe sie ein in sich geschlossenes Konzept verfolgt und dies optimal für ihr Fach im Blended Learning umgesetzt. Die hier umgesetzte Kombination aus digitaler Lehre, Instruktionsphasen und Phasen der Eigenarbeit mit einer engen Begleitung und Rückmeldung zum Leistungsstand stelle ein gutes Beispiel für moderne qualitativ hochwertige Lehre dar.

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Englischdidaktik: Methodisch innovativ und inhaltlich spannend

Für ihre gelungene Verbindung von Fach- und Sprachkompetenz in ihren Seminaren wurde die Anglistik-Professorin Sabine Doff von ihren Studierenden ausgezeichnet. Die Studierenden begeisterte, dass Sabine Doff ihre Lehrveranstaltungen methodisch sowie inhaltlich spannend gestaltet. Besonders in der Ausbildung von künftigen Lehrkräften sei die Erfahrung der Lehrperson, wie sie ihre Professorin mitbringe, von Bedeutung.

In ihrem Seminar verbinde Professorin Doff nicht nur auf anschauliche und verständliche Weise Sprach- und Fachkompetenzen, sondern unterstütze die Studierenden zudem mit Ihrem freundlichen Auftreten mit Rat und Tat in ihrer Ausbildung. Die Jury fand bemerkenswert, dass sie innovativ an ihre Lehre herantrete und sich einen großen Schritt aus der „Komfortzone“ bewegt habe. So habe sie sich zur Vorbereitung einer Lehrveranstaltung methodische Grundlagen in Kombination mit interdisziplinären Ansätzen aus der Psychologie und Rhetorik erarbeitet.

„Hybride Lehrformate sind in Zukunft Kernelemente guter Hochschullehre“

Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft und Häfen: „Hybride Lehrformate, die die Vorteile der analogen Welt mit denen der digitalen verbinden, werden in Zukunft ganz selbstverständlich Kernelemente guter Hochschullehre sein. Genau in diese Richtung gehen die didaktischen Ansätze der diesjährigen Preisträgerinnen, denen ich herzlich gratuliere. Ann-Kathrin Rohde und Sabine Doff zielen mit ihren Konzepten darauf ab, dass ihre Studierenden Fragestellungen selbstständig entwickeln, dass sie eine systematische Auseinandersetzung mit Problemen einüben und dass sie nachvollziehen, wie Erkenntnisse methodisch gewonnen werden.“

Professorin Maren Petersen, Konrektorin für Lehre und Studium, ergänzt: „Ausgezeichnete Lehre reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen. Ich freue mich daher außerordentlich über die Verleihung des Berninghausenpreises für herausragende Lehre an zwei innovative Lehrende der Universität Bremen, denen es mit großem Erfolg – wie die studentischen Auswertungen zeigen – gelungen ist, ihre Lehrveranstaltungen an der Berufspraxis zu orientieren beziehungsweise als Blended Learning zu gestalten. An der Universität Bremen legen wir großen Wert auf gute Lehre und ich gratuliere Ann-Kathrin Rohde und Sabine Doff von Herzen zu dieser Auszeichnung.“

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Über den Berninghausenpreis

Seit 1992 verleihen die Universität Bremen und der Verein “unifreunde – Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University” jährlich den von der Familie Berninghausen gestifteten Preis, um besondere Leistungen in der universitären Lehre auszuzeichnen. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert und kann auf mehrere Kategorien verteilt werden. Alle Mitglieder der Universität können Lehrende für den Preis vorschlagen, beim Studierendenpreis sind nur die Studierenden vorschlagsberechtigt.

Pressemeldung von  Universität Bremen