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Polizei fasst mutmaßliche Erpresser

Ein 46-jähriger Mann aus dem Landkreis Leer ist in den vergangenen Wochen Opfer einer Erpressung geworden. Im Rahmen einer fingierten Geldübergabe am Donnerstagabend in Oldenburg konnten zwei Tatverdächtige im Alter von 25 und 28 von der Polizei identifiziert werden.

Der 46-Jährige hatte bereits im September bei der Polizeiinspektion Emden/Leer Anzeige gegen einen unbekannten Erpresser erstattet. Dabei hatte der Mann angegeben, bereits seit mehreren Wochen in einem Chat-Portal im Internet intensiven Kontakt zu einer 18-Jährigen zu pflegen. Für den 21. September hatte der 46-Jährige mit der angeblich 18-Jährigen schließlich ein erstes Treffen in Oldenburg vereinbart, damit man sich kennenlernen könne.

Bei dem Treffen an einer Bushaltestelle am Pferdemarkt erschien jedoch nicht die 18-jährige Chatpartnerin, sondern ein angeblicher Bruder der Frau und dessen Freund. Die beiden Männer erklärten dem überraschten 46-Jährigen, dass die Chatpartnerin des 46-Jährigen nicht 18, sondern erst 13 Jahre alt sei und man den Chatverlauf, bei dem es auch um sexuelle Themen ging, gespeichert habe. Dabei kündigten die Männer an, den 46-Jährigen anzeigen zu wollen. Sie würden jedoch von einer Anzeige absehen, wenn er bereit wäre, 1000 Euro zu zahlen. Der Leeraner gab den beiden Männern zunächst 80 Euro, woraufhin ein weiteres Treffen zur Geldübergabe im Oktober vereinbart wurde.

Einige Tage später wurde für den Abend des 10. Oktober ein Treffen an derselben Bushaltestelle in Oldenburg abgemacht. Der 46-Jährige sollte nun die geforderten 1000 Euro an die Männer aushändigen. Die Polizei hielt sich bei diesem Termin zunächst verdeckt im Hintergrund. Als einer der mutmaßlichen Täter an den Leeraner herantrat, um sich das Geld aushändigen zu lassen, griffen die Beamten zu und nahmen den 25-Jährigen vorläufig fest. Gegen ihn und seinen 28-jährigen Mittäter wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen Erpressung eingeleitet.