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Die tote Stadt

Premiere Musiktheater

Schuld und Gedenken / Oper in drei Bildern von Erich Wolfgang Korngold / Text frei nach Georges Rodenbachs „Bruges-la-Morte“ von Paul Schott / Musikalische Leitung: Yoel Gamzou, Regie: Armin Petras / mit einem Bühnenbild von Martin Werthmann / Premiere am 12. Mai 2019 im Theater am Goetheplatz

Mit den Arien „Glück, das mir verblieb“ und „Mein Sehnen, mein Wähnen“ enthält „Die tote Stadt“ vielleicht die letzten wirklichen Schlager der Opernliteratur. Das Libretto nach Rodenbachs symbolistischen Roman „Bruges-la-Morte“ stammt von Paul Schott, hinter dem sich eigentlich Korngolds Vater Julius verbirgt. In Rodenbachs Roman spielt die Stadt eine Hauptrolle. Ihre Schönheit, ihr Vergehen. In diesem Brügge sucht Paul nach dem Andenken an seine tote Frau, er verschanzt sich in seiner Wohnung, die er zu ihrem Andenken in eine „Kirche des Gewesenen“ verwandelt. Und in dieser Stadt trifft er eine Frau, die seiner Geliebten zum Verwechseln ähnlich sieht …

Korngolds „Die tote Stadt“ ist die zweite Zusammenarbeit von Generalmusikdirektor  Yoel Gamzou und Hausregisseur Armin Petras, in der vergangenen Spielzeit haben sie gemeinsam „Lady Macbeth von Mzensk“ auf die Bühne im Theater am Goetheplatz gebracht. Jetzt stößt noch der Bildende Künstler Martin Werthmann dazu, er baut im Theater Bremen rund um das auf der Bühne sitzende Orchester eine abstrakte Kathedrale: Werthmann, der an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Andreas Slominski, Wim Wenders, Fatih Akin und Daniel Richter studierte, fertigte für die knapp sieben Meter hohen Bögen der Kathedrale in einem speziellen Verfahren Holzschnitte an. Diese bestehen aus bis zu zehn übereinander liegenden Schichten, als Vorlage für die Holzdrucke benutzt Werthmann Fotos von Katastrophen, die dann bis zur Unkenntlichkeit verfremdet und überlagert werden. Diese Holzschnitte werden mit größter Vorsicht auf die in den Theaterwerkstätten gefertigten Bögen gespannt, so entsteht insgesamt eine Fläche von gut 7×30 Metern Bildkunstwerk: überlagerte Katastrophen, in ihrer Unkenntlichkeit scheinbar abstrakt.

Auch die Inszenierung von Armin Petras befragt eine Katastrophe: Was ist in Pauls Vorleben passiert, dass er die tote Frau nicht loslassen kann? Welche Schuld hat er auf sich geladen?

Yoel Gamzou wuchs in einer Künstlerfamilie zwischen New York, London und Tel Aviv auf. 2006 gründete er das International Mahler Orchestra, eine Gruppe von 24 Spitzenmusikern unterschiedlicher Generationen, um die Konventionen der klassischen Musik zu hinterfragen und neue Orchesterformate zu erproben, wofür sie mit dem Princess Margriet Award der Europäischen Kulturstiftung (ECF) ausgezeichnet wurden. Er gastiert regelmäßig bei Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Hamburger Symphonikern oder den Stuttgarter Philharmonikern. Yoel Gamzou wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Berenberg Kulturpreis und mit dem deutschen Musikpreis Echo Klassik 2017 in der Kategorie Nachwuchskünstler (Dirigat). Seit der Spielzeit 2017/18 ist Yoel Gamzou Generalmusikdirektor am Theater Bremen.

Armin Petras, 1964 im Sauerland geboren, studierte Regie an der Ernst-Busch-Schule und kam nach Stationen in Chemnitz, Frankfurt a. d. Oder, Kassel und Frankfurt a. M. 2006 als Intendant ans Maxim-Gorki-Theater Berlin, 2013 als Schauspielintendant ans Staatstheater Stuttgart. Er inszenierte u. a. an der Volksbühne Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater Berlin. Seit dieser Spielzeit ist Armin Petras Hausautor und Hausregisseur für Musiktheater und Schauspiel am Theater Bremen, er inszenierte hier in vergangenen Spielzeiten im Musiktheater bereits „Anna Karenina“ und „Lady Macbeth von Mzensk“.

 

Die tote Stadt

Oper in drei Bildern von Erich Wolfgang Korngold

Text frei Georges Rodenbachs „Bruges-la-Morte“ von Paul Schott

Uraufführung 4. Dezember 1920 in Köln und Hamburg

 

Premiere am 12. Mai 2019, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz

 

Musikalische Leitung:                     Yoel Gamzou

Inszenierung:                                    Armin Petras

Bühne:                                              Martin Werthmann

Kostüme:                                         Annette Riedel

Video:                                                Rebecca Riedel

Videomitarbeit und Live Video:     Lio Klose

Licht:                                                 Norman Plathe-Narr

Kinderchor:                                      Alice Meregaglia

Choreografie:                                   Berit Jentzsch

Dramaturgie:                                    Isabelle Becker, Brigitte Heusinger

 

Mit:                                                    Nadine Lehner, Nathalie Mittelbach, Birger Radde, Nerita Povytytė, Karl Schineis

Tänzer*innen                                   Berit Jentzsch, Neus Ledesma, Timos Papadopoulos, Frank Willens, Miroslaw Żydowicz.

 

Kinderchor des Theater Bremen.

 

Es spielen die Bremer Philharmoniker.

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