Wie sich Innovationen demokratisieren lassen

Wie sich Innovationen demokratisieren lassen

Wie sich Innovationen demokratisieren lassen

Oldenburg. Wie lässt sich eine neue Innovationskultur schaffen, um schneller Lösungen für große gesellschaftliche Herausforderungen – etwa Energieversorgung, Klimawandel und Migration – zu finden? Zu dieser Frage wird der Bereich Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit der Universität Oldenburg in den kommenden Monaten im Dialog mit der Öffentlichkeit Ideen entwickeln. Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Klaus Fichter hat sich mit dem Projekt „Demokratisierung von Innovation“ im Förderprogramm „Zukunftsdiskurse“ des Landes Niedersachsen durchsetzen können. Die Niedersächsische Landesregierung fördert das Vorhaben mit bis zu 120.000 Euro. Es hat eine Laufzeit von 15 Monaten.

In der klassischen ökonomischen Perspektive gehen Innovationen vor allem von Unternehmen und Erfindern aus, während Nutzerinnen und Konsumenten eine eher passive Rolle zugeschrieben wird. Dieses Bild hat sich inzwischen jedoch gewandelt: „In zunehmenden Maße wirken zivilgesellschaftliche Akteure aus nicht-ökonomischen Rollen heraus aktiv am Innovationsgeschehen mit und beschleunigen dadurch Transformationsprozesse“, sagt Fichter. Das sei der Grundgedanke der Demokratisierung von Innovationen. Im Mittelpunkt des Zukunftsdiskurses steht die Frage, wie Studierende als Impulsgeber gemeinsam mit Unternehmen nachhaltigkeitsorientierte Innovationen initiieren und entwickeln können.

Die Veranstaltungen richten sich an Studierende, Lehrende, Hochschulleitungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Gründungsförderinstitutionen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und aus der Politik. Geplant sind eine Eröffnungsveranstaltung mit Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen, eine Arbeitstagung, zu deren Vorbereitung Interviews mit Expertinnen und Experten geführt werden sowie Online-Diskursformate. In einer Abschlussveranstaltung wird das Projektteam ein Impulspapier vorstellen und mit allen Beteiligten diskutieren.

Das Programm „Zukunftsdiskurse“ wurde 2022 zum fünften Mal ausgeschrieben. Es zielt darauf ab, die Rolle von Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Impulsgeber für die Gesellschaft zu stärken. Es richtet sich an geistes- und sozialwissenschaftliche Fachrichtungen, die mit ihren Forschungsergebnissen gesellschaftliche Debatten aufgreifen und diese in öffentlichen Veranstaltungen vorstellen und diskutieren.

Siehe auch  Programmhöhepunkte: Kramermarkt sorgt für helle Freude

Pressemeldung von  Universität Oldenburg