Tee-Genuss für unterwegs

Tee-Genuss für unterwegs
Haben aus ihrer Leidenschaft für guten Tee ein Unternehmen gegründet: Sebastian Glenscheck (links) und Steffen Liermann. © WFB/Jörg Sarbach

Tee-Genuss für unterwegs

Die beiden Gründer Sebastian Glenschek und Steffen Liermann teilen nicht nur ihre Leidenschaft für guten Tee, sondern auch dasselbe Problem: Wie kommt man unterwegs an frisch aufgebrühte Heißgetränke? Entwickelt haben die Jungunternehmer aus Bremen eine innovative Glasflasche zur mobilen Tee-Zubereitung, die in Europa einzigartig ist. Ihre Produkte, zu denen auch Bio-Tee gehört, verkaufen sie inzwischen von der Hansestadt aus über Deutschland hinaus.

Choco Bomb, Energizer und Feel Good – hinter diesen klangvollen Begriffen verbirgt sich geschmacksintensiver Bio-Tee „made in Bremen“. Sebastian Glenschek und Steffen Liermann bringen mit ihren außergewöhnlichen Kreationen vor allem ihre Leidenschaft für Tee zum Ausdruck. Aber hinter ihrer Marke „dringo“, verbirgt sich noch viel mehr – kommt der Begriff doch von „drink to go“. Denn neben ihrer Passion für Heißgetränke vereinte die beiden seit Langem ein Problem: Wenn sie beruflich unterwegs waren, standen sie immer wieder vor derselben Misere – sie hatten Durst und kein Wasser parat. Entweder war kein Geschäft in der Nähe oder es gab Getränke nur zu überteuerten Preisen. Die üblichen Glasflaschen empfanden sie als zu schwer, PET-Flaschen waren schlecht zu reinigen und gaben schnell einen unangenehmen Geschmack ab. Das Angebot an Flaschen, um Getränke für unterwegs mitzunehmen, überzeugte sie einfach nicht in Punkto Design, Gewicht, Geschmacksneutralität und Isolierung.

Innovative Tee-Flasche für unterwegs

Warum also nicht eigene Flaschen entwickeln, dachten sich die beiden. Ihr Ziel: eine leichte Flasche auf den Markt zu bringen, die dazu noch nachhaltig und CO2-neutral ist. Das Ergebnis ist eine Isolierflasche, die deutlich weniger Gewicht als andere Flaschen auf dem Markt hat. Die beiden Entwickler aus Bremen vergleichen das Gewicht gerne mit einer Avocado. Die Besonderheit ihrer Erfindung: Durch eine spezielle Isolierung und doppelwandigen Edelstahl sollen die Getränke bis zu 24 Stunden kalt oder warm bleiben. Zudem seien die Flaschen frei von Schadstoffen und geschmacksneutral, versprechen die beiden.

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Aber sie wollten noch mehr: frisch aufgebrühten Tee für unterwegs. Die Idee zu ihrem Start-up „dringo“ kam den beiden Gründern im Frühjahr 2020. Sie tüftelten an der Umsetzung – und ein halbes Jahr und einige Prototypen später, stand ihre Teeflasche aus Glas zur mobilen Teezubereitung vor der Marktreife. In Europa sei sie einzigartig, so die beiden. Das Prinzip ist einfach, aber genial. Man gießt heißes Wasser in die untere Kammer der Flasche, füllt losen Tee in die obere Kammer und dreht bei Bedarf die Flasche langsam um, so dass sich beides vermischt. Dann lässt man den Tee nach Geschmack ziehen und kippt die Flasche langsam wieder um. Der Tee bleibt im Filter, die Entsorgung unterwegs entfällt. Fertig ist der frisch aufgebrühte Tee für unterwegs – „Tea to go“ sozusagen. Das doppelwandige, isolierende Glas sorge zum einen dafür, dass der Inhalt lange warm bleibt und zum anderen, dass es von außen nicht unangenehm heiß wird. Die spezielle Form der Flasche ermögliche außerdem, dass der Tee auch mehrmals aufgegossen werden könne.

Familie und Freunde als Testtrinker

Nachdem es für die beiden Gründer aus Bremen nun die für sie ideale Flaschen gab, widmeten sie sich dem Inhalt. Denn beide einte die Leidenschaft für guten Tee. „Unsere Affinität zu Tee war eigentlich schon immer da“, erinnern sich Sebastian Glenschek und Steffen Liermann. Wie passend, dass Bremen, die Heimatstadt von „dringo“, wegen seiner Häfen und zahlreichen Händler als Teehochburg gilt. Der Handel mit Tee hat hier Tradition, davon profitieren auch junge Unternehmen wie „dringo“.

Glenschek und Liermann entwickelten nach und nach verschiedenste Tee-Kreationen, alles in Bio-Qualität. Sorgfältig wurden die Zutaten ausgewählt, es wurde gemischt, probiert und immer wieder an der Zusammensetzung gefeilt. Familie und Freundeskreis waren als Testtrinker und Ratgeber eine wichtige Säule. Und so bekamen auch nur die beliebtesten Mischungen beim Ranking Marktreife, berichten die beiden. Neben grünem und schwarzem Tee sind auch Kräuter- und Früchtetee unter den insgesamt zwölf Sorten entstanden. Ein großer Vorteil: Da sie beruflich oft in Asien unterwegs waren, konnten sie vor Ort wichtige Kontakte zu Produzenten, Lieferanten und Teemanufakturen knüpfen.

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Großen Wert haben die Jungunternehmer auf die Verpackungen gelegt, die nicht nur vom Design ansprechend aussehen sollen, sondern auch prägnante Begriffe tragen sollen. „Die Eigenschaften des Tees sollten im Einklang mit dem Namen sein“, erklärt Glenschek. So entstanden Sorten wie der Früchtetee „Fresh up“, einer der Bestseller im Angebot – oder „Curly Black“, der persönliche Lieblingstee von Glenschek. Steffen Liermanns Favorit ist der Grüntee „High Performer“

Gut vernetzt in Bremen

Am Anfang übernahmen die Gründer aus der Hansestadt noch alles selbst: Tee abfüllen, Etiketten kleben, verpacken. Mittlerweile arbeiten sie mit der Bremer Kaffeerösterei Lloyd Caffee in der Überseestadt zusammen. Dort wird der Tee inzwischen abgefüllt und verschickt – und ist natürlich sowohl im Geschäft erhältlich als auch im Café selbst. Und es gibt weitere Unterstützung aus Bremen: In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Einrichtung „ArBiS – Arbeitsförderung“entstehen in der dazugehörigen Werkstatt „Druck + Papier“ für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen die farbenfrohen Etiketten, die dort gedruckt, zugeschnitten und aufgeklebt werden. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist Sebastian Glenschek und Steffen Liermann besonders wichtig: So haben sie den CO2-Verbrauch für Produktion und Transport genau kalkuliert und kompensieren diesen über die Non-Profit-Organisation atmosfair. „Wir möchten einen guten CO2-Abdruck und so nachhaltig wie möglich sein“, betonen sie. Einen Teil ihres Umsatzes spenden sie außerdem an die Non-Profit-Organisation Viva con Agua.

In Bremen fühlen sie sich mit ihrem noch jungen Tee-Unternehmen bestens aufgehoben. „Es gibt eine gute Zusammenarbeit und viel Austausch, auch mit anderen Start-ups. Hier wird nicht gegeneinander gearbeitet, sondern Hand in Hand“, freuen sie sich. Sie sind gut vernetzt in der Stadt und es kommt immer wieder zu langfristigen Kooperationen. So sind ihre Produkte unter anderem in der Stadtwaage bei Made in Bremen erhältlich sowie in einigen ausgewählten Supermärkten. Aus der Zusammenarbeit untereinander ist eine Freundschaft entstanden. „Wir ergänzen uns sehr gut, im Moment macht aber noch jeder alles“, so Liermann. Die beiden brennen für das, was sie tun. Ohne so viel Leidenschaft ginge das wohl auch gar nicht.

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Pressemeldung von  WFB Bremen