Gesundes Essen für Kinder: Kitas sind Dreh- und Angelpunkt

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat am Dienstag den Förderbescheid für die Vernetzungsstelle Kitaverpflegung in Niedersachsen in Höhe von 216 000 Euro übergeben.
Julia Klöckner: „Eine ausgewogene Ernährung kann der Schlüssel sein für ein gesundes Leben. Unsere Kindertagesstätten sind hier Dreh- und Angelpunkt. Sowohl für die Vermittlung von Ernährungswissen als auch die praktische Ernährungsbildung mit allen Sinnen. Dass Kinder so früh wie möglich etwa frisches Obst und Gemüse kennen und schmecken lernen, ist wichtig. Um ein hochwertiges Verpflegungsangebot in den Kitas sicherzustellen, setze ich mich für eine flächendeckende Anwendung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein. Die Etablierung von Vernetzungsstellen – wie hier in Niedersachsen – soll bei der Umsetzung helfen. Also dabei, ein gesundes Essen für Kinder zu ermöglichen und attraktiv zu machen. Als Ministerium unterstützen wir das bundesweit finanziell: Die Gesamtfördersumme für die Vernetzungsstellen habe ich auf zwei Millionen Euro jährlich verdoppelt.“
 
Weitere Informationen Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung:
Die Vernetzungsstellen unterstützen Schulen und Kitas bei der Gestaltung eines gesunden Verpflegungsangebotes. Sie bieten umfassende Informationen zum Thema Verpflegung an, organisieren Fortbildungsveranstaltungen, vermitteln kompetente Fachkräfte für die Beratung der Schulen und Kitas und bauen Netzwerke zwischen Behörden, Wirtschaftsbeteiligten, Trägern, Leitungen sowie Lehrkräften und Eltern auf.
 
Die Arbeit der Vernetzungsstellen für Schulverpflegung wird seit 2008 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in allen 16 Ländern gemeinsam mit den Ländern finanziert. Ziel der Förderung ist es, Einrichtungen in den Ländern zu initiieren und deren Arbeit zu unterstützen, die die DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen verbreiten. Die Förderung erfolgt im Rahmen von IN FORM. Inzwischen gibt es auch 13 Vernetzungsstellen für Kita-Verpflegung.
 
Die Förderung dieser Projekte wurde durch Bundesministerin Klöckner für den Förderzeitraum 2019/2020 im Vergleich zum vorangegangenen Förderzeitraum auf zwei Millionen Euro pro Jahr verdoppelt. Für eine Fortsetzung der Förderung ab dem Jahr 2021 werden die Projektinhalte derzeit von den Bundesländern erarbeitet, ein wesentlicher Fokus soll dabei auf der Stärkung des Aspekts der Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung liegen.

 

Ländliche Räume werden „smarter“

Ab Dezember können sich Landkreise in Deutschland für das Modellvorhaben „Smarte LandRegionen“ bewerben. Mit dem Projekt treibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Digitalisierung in den ländlichen Räumen weiter voran. Im Mittelpunkt steht die gezielte Entwicklung neuer digitaler Dienste. Zum Beispiel könnten durch Live-Informationen zur aktuellen Verkehrslage der Öffentliche Nahverkehr effizienter gesteuert werden und besser fließen oder die Landkreise können als Schulträger Lehrinhalte auf einer digitalen Plattform verfügbar machen. Das wollen wir fördern.
Das Ministerium unterstützt mit rund 25 Millionen Euro. Es richtet sich ausdrücklich an ländlich geprägte Landkreise, die durch ihre Teilnahme zu „Smarten LandRegionen“ werden sollen.
Die Bundesministerin für die ländlichen Räume, Julia Klöckner, ruft bundesweit die Landkreise zum Mitmachen auf: „Die Digitalisierung nutzen, um die Daseinsvorsorge in den ländlichen Räumen zu stärken – darum geht es uns. Wir fördern deshalb Vorbilder: Landkreise, die mithilfe digitaler Anwendungen zeigen, wie sich Alltagsprobleme lösen lassen. Die mit ihren Innovationen Vorbild und Bespiel sind auch für andere. Denn es braucht passgenaue Lösungen, nicht die Gießkanne. Wir unterstützen daher kreative Ideen der Bürger vor Ort, nehmen Geld in die Hand, um sie zu fördern. Das ist ein konkreter Beitrag, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Denn um als Bürger wirklich frei entscheiden zu können, wo und wie ich leben will, müssen überall Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählt die Anbindung an das Netz. Eine Region im Funkloch kann nicht digital-smart werden. Wir haben deshalb ein 60 Millionen-Programm aufgelegt, um lokale Netze aufzubauen, wo heute weiße Flecken sind.“
Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.smarte-landregionen.de
 
Hintergrund:
Die Modell-Landkreise (bis zu sieben) werden in einem Wettbewerb ermittelt. Die Bewerbungsphase startet im Dezember 2019: Im Anschluss an den Aufruf (Bekanntmachung des Vorhabens) beginnt ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren. Die ausgewählten Landkreise gestalten dann aktiv mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Entwicklung (IESE) die digitalen Dienste. Das Fraunhofer-Institut unterstützt sie bei ihrer Arbeit – und zwar von der Entwicklung der Idee bis zur praxistauglichen Software. Das Projekt findet im Rahmen des ‚Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE)‘ des Bundesagrarministeriums statt und wird durch das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) koordiniert. Vorbereitet wurde es in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landkreistag, der uns bei der Durchführung des Modellvorhabens als Partner begleitet.

 

Erste Fördergelder zur Entwicklung des Fliegerhorstes

Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit einer kräftigen
Finanzspritze an der Entwicklung des Fliegerhorstes in Oldenburg.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat heute von Niedersachsens Bauminister Olaf
Lies Förderbescheide über insgesamt 4,66 Millionen Euro zur
Städtebauförderung in Empfang genommen. Zwei Millionen Euro davon sind zur
Entwicklung des neuen Stadtteils Fliegerhorst bestimmt.

„Wir stehen vor der spannenden Aufgabe, ein ehemaliges Militärgelände
möglichst zügig in einen lebenswerten und attraktiven Stadtteil umzuwandeln.
Die Fördergelder unterstützen die Stadt dabei. So können wir die hohen Kosten,
die beispielsweise für die Sanierung von Gebäuden oder für die Neugestaltung
des öffentlichen Raums anfallen, stemmen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen
Krogmann.

Geplant sind zum Beispiel ein gutes Netz aus Rad- und Fußwegen sowie einladende
Grünanlagen und öffentliche Plätze. Die Renaturierung der Ofenerdieker Bäke
ist bereits fast abgeschlossen und entlang ihres Ufers wird zukünftig der
Bäke-Park verlaufen. Weitere großzügige Grünflächen mit vielfältigen
Freizeit- und Spielmöglichkeiten sollen in den kommenden Jahren folgen.

„Ziel der Stadtverwaltung ist es zudem, die für den Fliegerhorst Charakter
gebenden Gebäude zu erhalten“, sagt Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan.
Geprüft wird unter anderem die Sanierung des Offizierskasinos aus den 1930er
Jahren, des Towers sowie einiger Hallen. Im Rahmen der Kampfmittelsondierung,
deren Kosten nicht förderfähig sind, mussten auf dem Fliegerhorst Bauten
abgerissen werden.

„Wir wollen, dass die Menschen sich in ihrem Umfeld wohlfühlen und dass die
Städte und Gemeinden lebenswert und lebendig bleiben. Ich freue mich sehr, dass
Oldenburg im Jahr 2018 mit seinem ehemaligen Fliegerhorst in die
Städtebauförderung aufgenommen wurde“, betont Bauminister Olaf Lies. Bei dem
Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtumbau West“ übernehmen Land und Bund zwei
Drittel der Kosten, ein Drittel muss die Stadt Oldenburg selbst aufbringen. Die
Förderung läuft bis 2027. Für das Jahr 2020 hat Oldenburg für den
Fliegerhorst Fördergelder in Höhe von vier Millionen Euro angemeldet. Ob und in
welcher Höhe Mittel bewilligt werden, entscheidet das Land Niedersachsen
jährlich neu.

Die Sanierungsgebiete Untere Nadorster Straße und
Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp wurden bereits 2017 als Sanierungsgebiete in
Programme zur Städtebauförderung aufgenommen. Die hier bewilligten
Fördermittel sollen unter anderem in die Umgestaltung der Nadorster Straße und
in den Ausbau der Straße Hartenkamp fließen. Auch für die Modernisierungen von
Gebäuden in den beiden Quartieren werden Gelder aus den Fördertöpfen
vorgehalten.