Handwerksgeschichte im Tischlerei-Museum Bremen

Tischlerei-Museum
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Tischlerei-Museum: Handwerksgeschichte im Tischlerei-Museum Bremen

Inmitten der engen Straßen des Bremer Stadtteils Ostertor findet sich Deutschlands erstes Tischlerei-Museum. Gut versteckt im Keller eines historischen Gebäudes in der Köpkenstraße wird Besuchern auf 310 Quadratmetern eine einmalige Ausstellung von historischen und sorgfältig restaurierten Holzbearbeitungsmaschinen geboten. Immer noch voll funktionstüchtige Maschinen und Werkzeuge geben hier einen faszinierenden Einblick in die Geschichte des deutschen und bremischen Tischlerhandwerks.

 

Geschichte wird lebendig

Im Tischlerei-Museum Bremen wird die Geschichte eines traditionsreichen Handwerks für die Zukunft erhalten. Möglich macht das die Tischler-Innung Bremen und der Förderverein Tischlereimuseum Bremen, die durch den Ankauf einer antiken Tischlerei nicht nur eine historische Werkstatt vor Zerfall und Abriss bewahren konnten, sondern auch einen Ort geschaffen haben, an dem Geschichte lebendig wird. Besonderen Wert wurde dabei darauf gelegt, den historischen Zustand der Werkstätte zu erhalten, in der 1854 zum ersten Mal ein Tischlermeister einzog. Zusätzlich zur Ausführung eigener Arbeiten ließen in dem alten Gebäude auch viele kleinere Betriebe aus der Umgebung hier ihr Holz zurichten, die selbst nicht über eigene Maschinen verfügten. Im Jahr 1986 wurden zum letzten Mal die Werkzeuge niedergelegt und die Werkstatt geschlossen.

 

Faszination historische Handwerkstechnik

Die Maschineneinrichtung in der Museums-Tischlerei ist etwas ganz Besonderes. Besucher fühlen sich direkt wie in eine andere Zeit versetzt. Die Sammlung umfasst über zwanzig, immer noch voll funktionsfähige Holzbearbeitungsmaschinen, die größtenteils aus der Zeit vor 1900 stammen, wie zum Beispiel eine 2-zylindrige stehende Dampfmaschine mit 25 PS. Zusätzlich zu den zahlreichen Maschinen und Gerätschaften gibt es diverse Werkzeuge der Furniertechnik zu bestaunen – unter anderem einen Leimofen und eine Furnierpresse aus dem Jahr 1906 – und eine vielseitige Hobelsammlung. Abgerundet wird die Ausstellung von unterschiedlichen Holzarten, historischen Schriftstücken und Zeichnungen und Skizzen des Tischlerhandwerks.

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Geöffnet ist das Museum jeden Sonntag von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Außerplanmäßige Führungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich. Genaueres hierzu gibt es auf der Internetseite des Tischlereimuseums Bremen oder telefonisch unter 0421 – 171703.