Stadion-Entscheidung gibt Profifußball Planungssicherheit

Stadion-Entscheidung gibt Profifußball Planungssicherheit

Stadion-Entscheidung gibt Profifußball Planungssicherheit

Oldenburg. Die Entscheidung naht: Zum Thema Stadionneubau wird Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dem Stadtrat im Februar 2023 eine Beschlussvorlage mit drei konkreten Beschlussempfehlungen unterbreiten. Krogmann will zum einen vorschlagen, dass der Rat einen Grundsatzbeschluss zur Planung eines neuen Stadions an der Maastrichter Straße fasst. Zum anderen kündigt er an, die Gründung einer „Stadion-Realisierungsgesellschaft“ vorzuschlagen. Darüber hinaus wird der Oberbürgermeister dem Rat empfehlen, dass das derzeit ruhende Bauleitplanverfahren für die Fläche des Stadionneubaus an der Maastrichter Straße fortgeführt wird. „Wir werden damit eine gute Entscheidungsgrundlage haben, ob wir mit einer neuen Spielstätte in Oldenburg dem Profifußball eine solide Planungssicherheit geben“, sagt Krogmann. „Ich plädiere seit Jahren für eine Entscheidung unabhängig vom Tabellenstand.“

Klar ist für ihn auch: „Entscheidet sich der Rat gegen ein Stadionneubauprojekt, bedeutet dies, dass in Oldenburg künftig kein Profifußball mehr stattfinden kann.“ Warum das so ist und worauf die avisierten Beschlussempfehlungen basieren, erläutert der Oberbürgermeister ausführlich in einem siebenseitigen Bericht, der im Dezember in vier Fachausschüssen des Rates im öffentlichen Teil der jeweiligen Sitzung auf der Tagesordnung und zur Diskussion stehen wird. Den Auftakt macht der Ausschuss für Wirtschaftsförderung (5. Dezember), es folgen der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen (6. Dezember), der Sportausschuss (14. Dezember) und der Ausschuss für Stadtplanung und Bauen (15. Dezember).

Wie kam der Ball ins Rollen?

Krogmann führt in seinem Bericht aus, dass die Diskussion um die Alternativen – Ertüchtigung des Marschwegstadions oder Neubau an anderer Stelle – bis ins Jahr 2014 zurückreicht. Schon damals hatte der Rat beschlossen, dass die Verwaltung die Möglichkeit eines Neubaus eines drittligatauglichen Fußballstadions an einem geeigneten Standort prüft. Diesem Beschluss folgte eine Potentialanalyse durch ein Fachbüro, bei der neun Standorte untersucht wurden. Am Ende sammelte das Gelände an der Maastrichter Straße in der Nachbarschaft der Weser-Ems-Hallen die meisten Pluspunkte. Eine Machbarkeitsstudie hat 2017 die Eignung des Standortes untermauert und in einer in diesem Jahr aktualisierten Funktionalplanung bestätigt.

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Wie ist der Stand?

Über die Vor- und Nachteile eines neuen Stadions gegenüber dem drittligatauglichen Ausbau des Marschwegstadions sowie über nötige Investitionen für eine Übergangslösung haben Politik, Verwaltung und Fachleute in 2022 in einem zweiteiligen „Stadion-Workshop“ diskutiert. „Im Fazit war festzustellen, dass auf der Grundlage der derzeitigen Erkenntnisse und der rechtlichen Vorgaben das Marschwegstadion zu keiner vollständig drittligatauglichen Spielstätte ausgebaut werden kann und damit eine Grundlage für eine dauerhafte Lizensierung fehlt“, fasst Krogmann zusammen.

Die jetzt per Ratsbeschluss eingeleiteten Ertüchtigungsmaßnahmen (Flutlichtanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Videoüberwachungsanlage, Einzelsitze für die Tribüne) dienen dazu, überhaupt befristete Ausnahmeregelungen vom DFB zu erhalten, um Spiele am Marschweg für eine Übergangszeit durchführen zu können, bis eine drittligataugliche Spielstätte zur Verfügung steht. Darüber hinaus gehende Veränderungen würden am Marschweg indes ein neues Baugenehmigungsverfahren notwendig machen – und neue, nicht lösbare Probleme mit sich bringen: So lässt sich hier nach heutiger Baurechtspraxis bei weitem nicht die erforderliche Zahl an Parkplätzen realisieren.

Wie geht es weiter?

Im Frühjahr 2023 steht das Lizensierungsverfahren für die Vereine der 3. Liga für die Saison 2023/24 an. Bis zum 1. März 2023, 17 Uhr, sind die Unterlagen vom VfB Oldenburg beim DFB einzureichen. Damit der VfB weiterhin mit diversen Ausnahmegenehmigungen am Marschweg seine Spiele befristet austragen kann, sind neben den eingeleiteten Ertüchtigungsmaßnahmen auch klare Signale für eine grundlegende Lösung für eine drittligataugliche Spielstätte notwendig. Als ein solches Signal soll die für Februar angestrebte Ratsentscheidung dienen.

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg