Premiere Schauspiel: Der Russe ist einer, der Birken lieb

Premiere Schauspiel: Der Russe ist einer, der Birken lieb

Premiere Schauspiel: Der Russe ist einer, der Birken lieb

„Das Vergessen wurde zu meiner größten Angst.“ / nach dem Roman von Olga Grjasnowa / Regie Nina Mattenklotz / Premiere am 31. März 2023 im Kleinen Haus

Mascha ist Anfang der 1990er Jahre mit ihren Eltern aus Aserbaidschan nach Deutschland geflohen. Eines lernte sie dabei sehr schnell: Sprache ist bedeutend. Heute steht sie kurz vor ihrem Studienabschluss als Dolmetscherin, spricht fünf Sprachen fließend und ein paar andere ganz gut, plant eine Karriere bei der UNO. Doch ihr Freund Elias hat einen folgenreichen Sportunfall und wird schwer krank. Mascha geht für einen Job nach Israel und versucht dort, sich den Fragen nach ihrer Identität, nach ihren Traumata und ihren Träumen zu stellen.

 

Olga Grjasnowas Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ gehört momentan zum Abiturstoff in Bremen, Ende März bringt ihn nun Regisseurin Nina Mattenklotz mit einem mehrsprachigen Ensemble auf die Bühne im Kleinen Haus des Theater Bremen.

 

„Wie viele andere Menschen ist Mascha geprägt und traumatisiert von politischen Kämpfen, Flucht, Alltagsrassismus und schließlich dem ganz persönlichen Verlust ihres Freundes,“ so Nina Mattenklotz, „aber sie ist zäh, sie ist nicht allein und sie kämpft um ihr Recht auf Autonomie, Sicherheit und ein wenig Frieden. Ihre Suche, ihre Perspektive auf Deutschland und schließlich ihr Sich-ausliefern in Israel berühren und beunruhigen mich.“

 

Nina Mattenklotz wurde 1980 in Gütersloh geboren und studierte von 2000 bis 2004 Medienkultur, Neuere deutsche Literatur und Psychologie an der Universität Hamburg. Von 2004 an folgte ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg, das sie 2008 mit der Inszenierung „Woyzeck“ auf Kampnagel abschloss. Im selben Jahr wurde sie mit dem Doctores-Völschau-Preis für Nachwuchsregie ausgezeichnet. Einige ihrer in der Studienzeit erarbeiteten Inszenierungen wurden zu Festivals wie dem Körber Studio Junge Regie („Elektra“) und dem Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Als freie Regisseurin inszenierte sie u. a. am Schauspielhaus Wien die österreichische Erstaufführung von „Die Eisvögel“ sowie Rainer Werner Fassbinders „Katzelmacher“ am Schauspielhaus Graz. Am Theater Bremen inszenierte sie in der Spielzeit 2014/15 Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ sowie ein Jahr später Erich Kästners „Pünktchen und Anton“. In der Spielzeit 2016/17 inszenierte sie die Uraufführung „Ännie“ von Thomas Melle und in der Spielzeit darauf „die unverheiratete“ von Ewald Palmetshofer. 2020/21 eröffnete ihre Inszenierung von „Schäfchen im Trockenen“ nach dem Roman von Anke Stelling die Spielzeit.

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Premiere am Freitag, dem 31. März um 20 Uhr im Kleinen Haus

 

Regie:                                                            Nina Mattenklotz

Bühne:                                                           Johanna Pfau

Kostüme:                                                       Sophie Klenk-Wulff

Musik:                                                           Romy Camerun

Video:                                                            Chriss Bieger

Licht:                                                             Marius Lorenzen

Dramaturgie:                                                Sonja Szillinsky

Dramaturgische Mitarbeit:                          Elif Zengin

 

Mit:                                                                Judith Goldberg, Lisa Guth, Levin Hofmann, Laman Leane Israfilova, Maxim Mamochkin, Jorid Lukaczik, Alexander Swoboda, Patrick Balaraj Yogarajan, Simon Zigah.

Pressemeldung von  Theater Bremen