Premiere Musiktheater Dido and Aeneas / Erwartung

Premiere Musiktheater Dido and Aeneas / Erwartung

Wenn sich zwei Menschen lieben, sollte der Rest eigentlich einfach sein – ist es aber oft nicht. Im Fall von Dido und Aeneas steht ihrer gegenseitigen Liebe die Feindschaft der beiden Reiche, die sie jeweils repräsentieren, entgegen. Es ist schlichtweg nicht denkbar, dass die karthagische Königin und der aus Troja geflohene Prinz zusammenfinden. Henry Purcell beschrieb in „Dido and Aeneas“ gleichermaßen eindringlich wie zeitlos das Zeugnis einer großen, wenn auch unerfüllten Liebe. Im Theater Bremen kommt seine Oper nun in einem Doppelabend mit Arnold Schönbergs „Erwartung“ auf die Bühne im Kleinen Haus. In Schönbergs Monodram geht es um Liebe, Einsamkeit und Fragilität. Hier liebt nur eine, nur ihre Perspektive gibt es – und das Publikum fragt bald, was Wahn und was Wirklichkeit ist. Zwischen Barock und spätromantischer Moderne offenbaren sich so zwei Schicksale zwischen Leiden und Leben, Sehnen und Suchen.

„Zwei gegensätzliche Perspektiven stehen hier einander gegenüber: die einer Tragödie, die sich in aller Öffentlichkeit vollzieht und die des zutiefst emotionalen Erlebens von Isolation und Tod“, so Johannes Schürmann, der die Produktion gemeinsam mit Frederike Krüger dramaturgisch betreut.

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„Dido and Aeneas / Erwartung“ ist eine Koproduktion mit der Hochschule für Künste Bremen. Neben Nadine Lehner, Ulrike Mayer und Ian Spinetti aus dem Musiktheater-Ensemble des Theater Bremen stehen so fünf Gesangsstudierende der Hochschule mit auf der Bühne, sowie fünf Musiker:innen der HfK. Die Musikalische Leitung übernimmt der Zweite Kapellmeister des Theater Bremen Yu Sugimoto, Regie führt Kristina Franz.

Yu Sugimoto wurde 1990 in Kyoto (Japan) geboren. Er studierte zuerst Klavier und Kammermusik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (MDW), worauf ein Studium in Orchester-Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg folgte. Er dirigiert regelmäßig viele verschiedene Orchester in Japan, Deutschland und Italien, darunter das Kanagawa Philharmonic Orchestra, das City of Kyoto Symphony Orchestra, die Symphoniker Hamburg, das Orchester der Staatsoperette Dresden, die Philharmonie Baden-Baden, die Staatskapelle Halle, das Sinfonieorchester Münster, die Bremer Philharmoniker und das Orchestra Sinfonica Abruzzese. Im Bereich der Oper verfügt er über ein breites Repertoire, das vom Barock (u. a. „Alcina“ und „Oreste“ von Georg Friedrich Händel) bis zum 20. Jahrhundert (u. a. „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann) reicht. Von 2016 bis 2018 wurde er durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert, 2019 und 2021 war er Halbfinalist des Dirigierwettbewerbs Besançon in Frankreich. Seit der Spielzeit 21/22 ist er am Theater Bremen tätig, zuerst als Solorepetitor und derzeit als 2. Kapellmeister. Im Zuge dessen übernahm er die musikalische Assistenz und das Nachdirigat bei der Musical-Uraufführung „Der 35. Mai“, „La Bohème“ „Otello“, „Madama Butterfly“ und „Der feurige Engel“ sowie die musikalische Leitung von „The Beat Goes On“.

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Kristina Franz studierte ab 2014 Theater- und Medienwissenschaft sowie Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach ersten Hospitanzen u. a. an der Volksoper Wien und dem Staatstheater Kassel begann sie während ihres Studiums mit der Arbeit als Regieassistentin und Spielleiterin am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen sowie in der freien Musiktheaterszene. Für die Initiative „Deutsche Schülerakademie“ war sie 2016 gemeinsame Leiterin eines Intensivkurses zur Förderung begabter Jugendlicher. In der Spielzeit 2018/2019 wurde sie am Musiktheater im Revier fest engagiert. Dort inszenierte sie neben ihrer Assistententätigkeit erste kleine Projekte und Musiktheaterstücke für Kinder, darunter „Gold!“ von Leonard Evers. Zur Spielzeit 2023/2024 wechselte sie als Assistentin an das Theater Bremen. Im Februar 2024 inszenierte sie „Le Rossignol“ von Igor Stravinsky am Musiktheater im Revier als Oper mit Puppenspiel. In der Spielzeit 2024/25 übernahm sie am Theater Bremen die szenische Einrichtung des „Familienkonzert #2: Du bist nicht von hier, sagte der Fuchs“.

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Premiere am Samstag, dem 28. März 2026 um 19:30 Uhr im Kleinen Haus

Premiere von: Theater Bremen