Premiere Schauspiel: Emil und die Detektive

Premiere Schauspiel: Emil und die Detektive / 6+

Premiere Schauspiel: Emil und die Detektive / 6+

So ganz allein im Zug nach Berlin, schon aufregend. Emil Tischbein ist 12 Jahre alt und nicht so leicht zu erschrecken. Und als ihm auf der Reise sein ganzes Geld gestohlen wird, verfolgt er den Dieb, anstatt sich von seinen Verwandten am Bahnhof abholen zu lassen. Mit Pony Hütchen, dem kleinen Dienstag, Gustav mit der Hupe und anderen Berliner Kindern und Teenagern versucht er, dem Gauner das Handwerk zu legen. Und gemeinsam können sie ganz schön viel erreichen.

„Emil und die Detektive“, Erich Kästners „Roman für Kinder“ von 1929, erzählt von einem Jungen aus armen Verhältnissen, der sich in der fremden Stadt mutig gegen einen kriminellen Erwachsenen behauptet und dabei Gleichgesinnte und neue Freund:innen findet. Auf die Bühne im Theater am Goetheplatz bringt das Stück rechtzeitig vor Weihnachten Regisseurin Nina Mattenklotz. Mit dabei: ziemlich viel Musik, denn die dreiköpfige Band rund um Romy Camerun ist mitten im Geschehen.

Emil wird gespielt von Levin Hofmann, der sich auf diese Rolle besonders freut: „Ich freue mich, Emil zu spielen, weil Emil für mich ein Stück Kindheit ist. Ich erinnere mich gerne an das kleine gelbe Buch, das mir meine Oma vorgelesen hat und an die Wochenenden, die ich mit meiner Mutter im Naturkundemuseum verbracht habe. Aber das Beste ist unser Team – wir haben Spaß aneinander und werkeln da ein sehr lustiges und liebevolles Stück zusammen, in dem wir auch Themen unserer Zeit behandeln. Ich bin gespannt – Parole Emil!“

Nina Mattenklotz wurde 1980 in Gütersloh geboren und studierte von 2000 bis 2004 Medienkultur, Neuere deutsche Literatur und Psychologie an der Universität Hamburg. Ab 2004 folgte ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg, das sie 2008 mit der Inszenierung „Woyzeck“ auf Kampnagel abschloss. Im selben Jahr wurde sie mit dem Doctores-Völschau-Preis für Nachwuchsregie ausgezeichnet. Einige ihrer in der Studienzeit erarbeiteten Inszenierungen wurden zu Festivals, wie dem Körber Studio Junge Regie („Elektra“) und dem Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Als freie Regisseurin inszenierte sie u. a. am Schauspielhaus Wien die österreichische Erstaufführung von „Die Eisvögel“ sowie Rainer Werner Fassbinders „Katzelmacher“ am Schauspielhaus Graz. Am Theater Bremen inszeniert sie seit der Spielzeit 2014/15 regelmäßig, zunächst Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“, in der Spielzeit 2016/2017 dann die Uraufführung „Ännie“ von Thomas Melle und in der Spielzeit darauf „die unverheiratete“ von Ewald Palmetshofer. 2020/2021 eröffnete ihre Inszenierung von „Schäfchen im Trockenen“ nach dem Roman von Anke Stelling die Spielzeit, im vergangenen Jahr brachte sie „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ von Olga Grjasnowa auf die Bühne im Kleinen Haus in Bremen.

Siehe auch  Zwei Solidaritätsveranstaltungen mit den protestierenden Frauen im Iran im Theater Bremen

Premiere am Sonntag, dem 12. November um 16 Uhr im Theater am Goetheplatz.

Regie:                                                                                  Nina Mattenklotz

Bühne und Kostüm:                                                         Johanna Pfau

Musik:                                                                                 Romy Camerun

Video:                                                                                 Chriss Bieger

Licht:                                                                                   Marius Lorenzen

Dramaturgie:                                                                    Theresa Schlesinger

 

Mit:                                                                                      Levin Hofmann, Christian Freund, Guido Gallmann, Jorid Lukaczik, Stephanie Schadeweg, Simon Zigah, Malin Sofie Autzen und der Band Romy Camerun, Lea Baciulis, Till Marschewski

Pressemeldung von  Theater Bremen