Motten im Kleiderschrank – was tun?

Motten im Kleiderschrank - was tun?

Motten im Kleiderschrank – was tun?

Kleidermotten sehen wie harmlose, kleine Schmetterlinge aus. Mit ihrer unauffälligen braunen Farbe und dem lautlosen Flug bemerkt man die erwachsenen Tiere fast nicht. Sie legen jedoch Eier in Textilien wie Vorhängen und Kleidung ab. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von dem Stoff und fressen dabei Löcher hinein. Sind die Motten einmal im Kleiderschrank, reicht die Entsorgung von einzelnen befallenen Kleidungsstücken nicht aus, um den Rest der Garderobe zu retten. Tipps: Was also sollte man tun?

Wie kommen Motten in den Kleiderschrank?

Meistens werden die Eier oder Larven mit einem ausgeborgten oder gebraucht gekauften Kleidungsstück eingeschleppt. Sie können aber auch auf ganz natürliche Weise durch ein Fenster ins Haus kommen. Im Kleiderschrank nisten sie sich dann ein, weil sie dort optimale Voraussetzungen für ihre Vermehrung vorfinden.

Die Ursache abklären

Nicht immer sind Löcher in Kleidung auf Motten zurückzuführen. Sie können zum Beispiel auch von Kontakten mit einem spitzen Gegenstand, Abnutzung oder Materialfehlern verursacht werden. Bevor man Maßnahmen setzt, ist es also sinnvoll, die Motten nachzuweisen. Erster Hinweis sind die betroffenen Kleidungsstücke. Motten fressen Naturstoffe wie Wolle, Pelze und Leder. Bei Kunststoffen ist eher ein mechanischer Schaden zu vermuten. Eindeutiges Zeichen ist jedoch erst die Sichtung der Tiere. Hat man den Verdacht auf Mottenbefall, aber noch kein Tier gesichtet, kann man dafür spezielle Pheromon Fallen erwerben, die durch Sexualduftstoffe männliche Motten anlocken und fangen.

Motten aus den Kleidern entfernen

Zur Entfernung der Motten gibt es zahlreiche chemische Mittel, mit denen man die Kleidungsstücke behandeln kann. Allerdings sind sie alle giftig und können Hautreizungen verursachen. Daher ist natürliche Bekämpfung durch Hitze und Kälte vorzuziehen. Dabei werden die für Wäsche bei mindestens 60 °C geeigneten Kleidungsstücke bei ihrer höchsten Waschtemperatur gewaschen. Die restlichen Stücke legt man in Gefrierbeuteln für vier Wochen in die Tiefkühltruhe. Wichtig ist dabei, auch die nicht beschädigten Kleidungsstücke aus Kunststoffen zu behandeln. An ihnen können noch Eier kleben, die später ausschlüpfen.

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Umgang mit der behandelten Kleidung

Nach dem Waschen oder der Gefrierbehandlung müssen die Kleidungsstücke vor neuerlichem Kontakt mit den noch vorhandenen Motten geschützt werden. Dazu gibt man sie am besten in luftdicht abgeschlossene Plastikbehälter oder Kleidersäcke und bewahrt diese an einer Stelle außerhalb des Kleiderschranks auf. Auch sollten bereits behandelte und noch unbehandelte Stücke nicht miteinander getragen werden!

Den Kleiderschrank reinigen

Sobald der Kleiderschrank vollkommen leer ist, muss auch er von verbleibenden Motten, Larven und Eiern befreit werden. Es empfiehlt sich, ihn zunächst mit dem Staubsauger gründlich auszusaugen. Wichtig ist dabei keine Ecke oder Ritze zu übersehen, in der sich Motten verkriechen können. Anschließend wischt man den Schrank mit Essigwasser aus und trocknet ihn dann mit dem Föhn. Dabei sollte man den heißen Luftstrahl vor allem auf die schwer erreichbaren Ecken und Spalten richten, um alle Eier abzutöten, die den Sog des Staubsaugers eventuell überstanden haben. Danach kann man die bereits erfolgreich behandelten Kleidungsstücke wieder einräumen.

Gegen neuerlichen Befall vorbeugen

Um zukünftige neue Ansiedelung von Motten zu verhindern, gibt es einige simple Vorsichtsmaßnahmen:

So sollte man niemals getragene Kleidung zurück in den Schrank hängen oder legen. Sie enthält Schweißpartikel und Hautschuppen, die Motten anziehen. Will man ein Stück am nächsten Tag wieder tragen, kann man einen Kleiderständer verwenden oder es über einen Stuhl hängen. In allen anderen Fällen sollte man es waschen.
Wird Kleidung über den Sommer oder Winter nicht genutzt, sollte sie in luftdichten Behältern gelagert werden. Ist das nicht möglich, empfiehlt es sich, sie regelmäßig auf Anzeichen von Mottenbefall zu kontrollieren und etwas auszulüften.
Beim Wechsel der Sommer- und Wintergarderobe, kann man den Schrank auch gleich ganz ausräumen, lüften und reinigen. Am besten verwendet man dafür wieder Essigwasser. Wer den Essiggeruch sehr unangenehm findet, kann aber auch einfach feucht wischen und danach föhnen.
Außerdem gibt es für Motten unangenehm riechende Duftmittel, die man in den Kleiderschrank legen kann. Dazu gehören zum Beispiel die bekannten Mottenkugeln. Sie sind allerdings wegen ihrer chemischen Inhaltsstoffe ungesund und riechen sehr unangenehm. Wesentlich angenehmer für die menschliche Nase und ebenfalls effektiv sind Säckchen mit getrocknetem Lavendel und Plättchen oder Ringe aus Zedernholz. Sie müssen jedoch von Zeit zu Zeit aufgefrischt oder ausgetauscht werden, um ihre Duftwirkung zu erhalten.

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Quellen:

https://www.westfalen-blatt.de/freizeit/ratgeber/motten-was-hilft-wirklich-2573953

https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/tipps-gegen-kleider-motten-102.html

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