Hochwasser: So geht es weiter nach dem Rückbau des mobilen Deichs

Hochwasser: So geht es weiter nach dem Rückbau des mobilen Deichs
Mit vereinten Kräften wurde der mobile Deich am vergangenen Samstag wieder abgebaut, wie hier die mit Wasser befüllten Fässer. Foto: Sascha Stüber

Hochwasser: So geht es weiter nach dem Rückbau des mobilen Deichs

Oldenburg. Gut vier Wochen ist es her, dass der Katastrophenschutz-Stab der Stadt Oldenburg zur Bewältigung der akuten Hochwasserlage zusammentrat – nun ist ein Teil davon Geschichte: Die Deichverteidigungslinie, die auf einer Länge von rund zwei Kilometern entlang der Sandkruger Straße und auf dem Parkfriedhof Bümmerstede aufgebaut worden war, wurde am Samstag, 27. Januar, von gut 100 Helferinnen und Helfern verschiedener Organisationen weitestgehend abgebaut. Die beiden mobilen Systeme, die aus weißen Hartschaumplatten und aus mit Wasser befüllbaren Fässern bestehen, waren nur geliehen und gehen nun an die Feuerwehren der Städte Augsburg, Duisburg, Hagen, Hanau und Rostock zurück. Für die Dauer der Rückbaumaßnahmen wurde die Sandkruger Straße gesperrt, zudem konnte der Parkplatz des Friedhofs nicht genutzt werden.

Laut Sönke Wendt von der Berufsfeuerwehr Oldenburg sind die Rückbaumaßnahmen sehr gut gelaufen: „Bereits am Mittwoch haben wir das Wasser aus den Fässern gepumpt, am Samstag wurden dann die Systeme abgebaut, gesäubert und verladen. Ein großes Müllfahrzeug des Abfallwirtschaftsbetriebs war im Einsatz, um die zahlreichen Folien und weitere Materialien einzusammeln. Wir wollten alles an einem Tag schaffen – und das haben wir. Wir danken allen, die beim Rückbau aktiv mitgewirkt und uns unterstützt haben.“ Dazu gehörten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Ohmstede, Osternburg, Ofenerdiek, Stadtmitte und Haarentor, des Technischen Hilfswerks (THW), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie der Berufsfeuerwehr und der Stadt. Ein großer Dank geht auch an die Firma CEWE, die den Helferinnen und Helfern an diesem Tag ihre Räumlichkeiten und Sanitäranlagen am Meerweg zur Verfügung gestellt hat.

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Was passiert mit den Sandsäcken?
Die Sandsäcke entlang des Radwegs und auf den Paletten entlang der Sandkruger Straße wurden ebenfalls weggeräumt und auf dem Fliegerhorst eingelagert. Die restlichen Sandsäcke auf dem Friedhofsgelände werden zeitnah eingesammelt, nur die, die als Notdeich verbaut wurden, bleiben hingegen voraussichtlich bis Ende März aufgestapelt liegen – falls die Stadt Oldenburg bis dahin erneut von einer Hochwasserlage eingeholt werden würde und dann schnelles Handeln gefragt wäre. Denn erst dann endet die klassische Hochwassersaison in unserer Region.

Und was lernt Oldenburg aus der Lage für die Zukunft?
Während der Hochwasserlage bestand glücklicherweise nie Gefahr für Leib und Leben und wir waren immer vor der Lage. Der Deichschutz hatte stets oberste Priorität. Da das Wassersystem in und um Oldenburg recht komplex ist, müssen zusammen mit den umliegenden Landkreisen, Gemeinden, den Wasserexperten und auch dem Land Niedersachsen Gespräche darüber geführt werden, wie man sich gegen ähnliche Lagen in der Zukunft gemeinsam noch besser wappnen kann. Zudem werden die positiven Erfahrungen, Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten zu dieser Hochwasserlage intern aufgearbeitet.

Wo kann ich mehr erfahren?
Alle Informationen zur Hochwasserlage in der Stadt Oldenburg, zahlreiche Bilder und Videos sowie ein ausführliches Fazit mit Daten, Zahlen und Fakten gibt es auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/notfall ».

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg