Energetische Sanierung auf dem Campus Wechloy

Energetische Sanierung auf dem Campus Wechloy

Energetische Sanierung auf dem Campus Wechloy

Oldenburg. Besser isolierte Scheiben, zusätzliche Photovoltaikanlagen und eine bauliche Sanierung: Die charakteristische Glasfassade des fast 40 Jahre alten Hauptgebäudes auf dem Campus Wechloy der Universität Oldenburg wird modernisiert. Inzwischen haben die Arbeiten am ersten von sechs Bauabschnitten begonnen, um die insgesamt 1.300 Quadratmeter große, überwiegend verglaste Fläche zu sanieren. Die Baumaßnahme wird vom Staatlichen Baumanagement Region Nord-West und vom Architekturbüro B.A.C. Bau- und Anlagenconsult Bielefeld GmbH geplant und durchgeführt. Das Land Niedersachsen trägt die Hälfte der Kosten in Höhe von drei Millionen Euro, die andere Hälfte finanziert die Universität aus Eigenmitteln. Die Sanierung soll voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Das mathematisch-naturwissenschaftliche Zentrum der Universität am Standort Wechloy wurde 1984 nach knapp dreijähriger Bauzeit fertiggestellt. Es beherbergt auf rund 40.000 Quadratmetern Fläche die Institute für Biologie und Umweltwissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik, Teile des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres sowie zahlreiche Labore für Forschung und Lehre, verschiedene Werkstätten, Bibliothek und Mensa.

Ziel der aktuellen Sanierung ist es, die Fassade rund um den Innenhof sowie das Dach im Eingangsbereich auf die aktuellen bautechnischen und energetischen Standards zu bringen. Dafür werden die alten Scheiben der Fassade gegen wärmedämmendes und isolierendes Sonnenschutzglas ausgetauscht. In verschiedenen Abschnitten der Fassade werden außerdem Photovoltaikmodule mit einer Gesamtfläche von rund 270 Quadratmetern und einer Spitzenleistung von 45 Kilowatt integriert.

Die aktuellen Bauarbeiten an der Fassade haben am südwestlichen Teil des Gebäudes W04 begonnen und schreiten von dort abschnittsweise rund um den Innenhof bis zum Gebäude W01 fort. Für die Baumaßnahme ist derzeit die südliche Seite des Innenhofs gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können den Bereich während der gesamten Zeit durchqueren. Einschränkungen innerhalb des Gebäudes ergeben sich etwa in der Bibliothek oder bei den Sitzgruppen auf der sogenannten Ringebene, die alle Gebäudeteile miteinander verbindet. Die Arbeiten im Bereich der Mensa finden im Sommer während der vorlesungsfreien Zeit statt, um den Universitätsbetrieb möglichst wenig zu stören.

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Die Universität Oldenburg will im Jahr 2030 klimaneutral sein. Grundlage dafür ist ein Anfang 2023 beschlossenes Klimaschutzkonzept. Wichtige Bausteine sind die energetische Sanierung von Gebäuden und die Versorgung der Universität durch regenerative Energie. Bereits seit 2017 nimmt die Zahl der Solarmodule auf den Dächern der Universität stetig zu. Die Spitzenleistung aller installierten Photovoltaik-Anlagen beträgt aktuell etwa 730 Kilowatt, was einem Energieertrag von rund 620.000 Kilowattstunden pro Jahr oder dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 150 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Den erzeugten Strom nutzt die Universität selbst. Sie spart dadurch jährlich etwa 380 Tonnen CO2 ein. Die Finanzierung der Energiesparmaßnahmen erfolgt größtenteils im Rahmen eines sogenannten Intractingmodells aus eigenen Mitteln.

Pressemeldung von  Universität Oldenburg