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Angezeigter Raub war nur vorgetäuscht

Wilhlemshaven. Letzte Woche suchte die Polizei noch Zeugen zu einem Raub, der sich angeblich am Mittwochabend, 30.01.2019, in der Innenstadt ereignet haben sollte.

Bei ihrer Anzeigenerstattung gab das 72-jährige Opfer gegenüber den Beamten an, dass sie mit ihrem Rollator zwischen 20.00 und 20.30 Uhr in der Innenstadt im Bereich der Marktstraße unterwegs gewesen wäre. Dort sei sie auf eine Gruppe Jugendlicher getroffen, man hätte sie beleidigt und die Handtasche von ihrer Schulter gerissen. Die 72-Jährige sei eigenen Angaben nach zu Boden gefallen, während die Gruppe in unbekannte Richtung rannte.

Nach Angaben des Opfers seien zu dem Zeitpunkt der angeblichen Tat weitere Passanten im Innenstadtbereich unterwegs gewesen, so dass die Polizei zur Aufklärung der Tat einen Zeugenaufruf initiierte. Allerdings meldeten sich keine weiteren Zeugen, jedoch erschien das Opfer am Montagvormittag, 04.02.2019, bei der Polizei.

Nach erfolgter Belehrung gab die 72-Jährige im Rahmen der polizeilichen Vernehmung reumütig an, sich die Tat nur ausgedacht zu haben. Eine genaue Erklärung könne sie nicht nennen, es würde ihr leidtun.

Für die Polizei ist der Fall damit nicht erledigt. “Wer das Vorliegen einer Straftat vortäuscht und damit die Ermittlungsbehörden ohne Not tätig werden lässt, macht sich strafbar” erläutert Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland.

“Das ist kein Kavaliersdelikt” betont Papenroth weiter. “Hier kann die Justiz über eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bzw. über eine Geldstrafe als Sanktion entscheiden!”

Der Beamte leitete noch am gleichen Tag gegen die 72-Jährige ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat ein.

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