Oldenburg trauert um Politiker Horst Milde

Oldenburg trauert um Politiker Horst Milde

Oldenburg trauert um Politiker Horst Milde

Oldenburg. Eine sehr traurige Nachricht hat heute die Stadtverwaltung erreicht: Horst Milde, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg und Präsident des Niedersächsischen Landtages a. D., ist kurz vor seinem 90. Geburtstag verstorben. „Mit Horst Milde haben Oldenburg und die Region eine herausragende Persönlichkeit verloren, die Außerordentliches für die Stadt und die Politik geleistet hat. Er hat sich als Oldenburgs Oberbürgermeister besonders für die damals neu gegründete Universität eingesetzt und förderte die Zusammenarbeit von Stadt und Region mit der Hochschule. Wir sind sehr traurig über die Nachricht seines plötzlichen Todes“, zeigt sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bestürzt. Milde war 34 Jahre in der Politik aktiv und engagierte sich auch über seinen Ruhestand hinaus für die Stadt und die Region.

Über Horst Milde und seine Verdienste

Horst Milde wurde am 6. April 1933 in Breslau geboren. Nach dem Krieg kam er mit seiner Familie nach Leer und begann dort 1951 eine Verwaltungslaufbahn in der Stadtverwaltung. Seit 1956 war Milde SPD-Mitglied und 1968 wurde er Bürgermeister der Stadt Leer. 1973 berief ihn die niedersächsische Landesregierung zum Verwaltungspräsidenten in Oldenburg. Von 1976 bis 1991 gehörte er dem Rat der Stadt Oldenburg an und wurde 1986 zum Oberbürgermeister gewählt. Dem Niedersächsischen Landtag gehörte Milde ununterbrochen seit 1978 als Abgeordneter an (davor schon in der 6. und 7. Wahlperiode bis 1973). Nach dem Regierungswechsel 1990 wurde er zum Präsidenten des Niedersächsischen Landtages gewählt. Nach den Landtagswahlen 1998 schied Milde aus Altersgründen aus seinem Amt als Landtagspräsident aus. 1996 wurde er zum Ehrenbürger der Universität und 2005 zum Ehrensenator der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven ernannt. Im Jahr 2018, kurz vor seinem 90. Geburtstag, wurde Milde mit einem großen Festakt von zahlreichen politischen Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet.

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Milde und seine Verbundenheit zu Breslau

Seit Jahrzehnten setzte sich Milde in vielfacher Weise für seine Vaterstadt Breslau und die Verständigung mit Polen ein. Hierfür erhielt er mehrfache Ehrungen und wurde beispielweise vom polnischen Staatspräsidenten 1999 mit dem Offizierskreuz der Republik Polen ausgezeichnet. 2000 war er Ehrengast seiner Heimatstadt Breslau/Wroclaw beim 1.000-jährigen Stadtjubiläum. Milde gehörte der Jury „Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsens“ an. 2013 wurde er als „Verdienter Bürger von Breslau“ geehrt.

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg