Projekte der CAMPUSiDEEN 2022 ausgezeichnet

Projekte der CAMPUSiDEEN 2022 ausgezeichnet
Lagen mit ihrem Geschäftskonzept vorne: Jo Ana Schunter und Julija Storz von Tuuli (v. l.). Foto: Jörg Sarbach, BRIDGE

Projekte der CAMPUSiDEEN 2022 ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr hat der Wettbewerb CAMPUSiDEEN die besten Ideen der Bremer Hochschullandschaft ausgezeichnet. Am Donnerstag, 13. Oktober 2022 fand die Preisverleihung statt. Eine aus Wirtschaft, Gründungsszene und Hochschulen besetzte Jury prämierte jeweils drei Gewinner:innen in den Kategorien „Geschäftsideen“ und „Geschäftskonzepte“.

Innovativ und wirtschaftlich durchdacht waren die Startup-Konzepte der Gewinner:innen des CAMPUSiDEEN-Wettbewerbs. Sie wurden als die besten der insgesamt 28 Einreichungen gewürdigt. Im Rahmen einer Preisverleihung in der Handelskammer Bremen wurden am Donnerstagabend, 13. Oktober Preise im Gesamtwert von 20.000 Euro vergeben. Prämiert wurden jeweils die ersten drei Plätze in den beiden Kategorien „Geschäftsideen“ und „Geschäftskonzepte“.

Die ausgezeichneten Projekte:

PARU té – die koffeinhaltige Erfrischungsalternative gewinnt den ersten Platz in der Kategorie „Geschäftsideen“. Paulina Teuscher, Erik Ruge und Paul Kukolka von der Hochschule Bremerhaven haben eine gesunde und faire Alternative zu Kola, Mate oder Energydrinks entwickelt. Die Limonade wird auf Basis der koffeinhaltigen Kaffeekirsche hergestellt – eigentlich ein Abfallprodukt der Kaffeewirtschaft. Ihr Koffeingehalt kommt dem eines Energydrinks gleich, wirkt jedoch äußerst sanft und belebend. Der Rohstoff wird peruanischen Kaffeebauern in Bioqualität abgenommen. Diese können ihr Einkommen dadurch bis zu 30 Prozent steigern. Auf diese Weise leistet PARU té einen nachhaltigen und fairen Beitrag.

Eine sichere Medikamenteneinnahme zu Hause verspricht ReMedi. Leander Reimold, Marc Ulrich, Lauritz Zaeschmar und David Schmitz (Universität Bremen) gewinnen damit Platz 2 in der Kategorie „Geschäftsideen“. Denn laut offizieller Zahlen werden rund 50 Prozent der abgegebenen Arzneimittel nicht korrekt eingenommen. Klassische Medikamentenboxen, wie sie viele Patient:innen verwenden, besitzen eine hohe Fehleranfälligkeit in der Nutzung. ReMedi gewährleistet auch bei eingeschränkten motorischen und geistigen Fähigkeiten eine sichere Medikamenteneinnahme.

Siehe auch  Auf der Suche nach einer neuen Innovationskultur

Den dritten Platz in der Kategorie „Geschäftsideen“ belegen Joris Wegener und Felix Fisgus (Hochschule für Künste Bremen) mit den Technik-Design-Attraktionen von Pankraz Apparatebau. Unter Verwendung neuester Technologien konstruiert, baut und vermietet das Duo außergewöhnliche elektronische Attraktionen für Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen. Die Kombinationen aus Maschine und Designobjekt begeistern ein gestalterisch und technisch anspruchsvolles Publikum aus den Bereichen IT, Maschinenbau und Digitalisierung. Ebenso ist der Einsatz für Museen, Eventagenturen sowie für die Kunst- und Designbranche attraktiv.

Gewinner:innen in der Kategorie „Geschäftskonzepte“ sind Jo Ana Schunter, Julja Storz und Daniel Diethei von der Universität Bremen mit tuuli. Die KI-basierte App bietet evidenzbasierte Inhalte, direktes Feedback und individualisiertes Coaching für (werdende) Mütter an. Adressiert werden die Bereiche Ernährung, Bewegung und Achtsamkeit. Mit Hilfe eines Tagebuchs erhalten die Frauen Analysen und Auswertungen. Diese Informationen, gekoppelt mit persönlichen Zielen, fließen in ein individualisiertes Coaching ein. Darüber hinaus beantwortet tuuli häufig gestellte Fragen.

Zweitplatzierter in der Kategorie „Geschäftskonzepte“ ist monocles, der Anbieter ethisch korrekter digitaler Dienste von Arne-Brün Vogelsang (Universität Bremen). Monocles bietet eine komplette Alternative zu den üblichen Online-Diensten wie Google, Microsoft oder Facebook sowie zu technischen Lösungen und Geräten für den beruflichen und privaten Alltag. Dabei berücksichtigt monocles auch Nachhaltigkeitsaspekte: Das System wird durch eine komplett eigene und unabhängige Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien betrieben. Für die Hardware werden gebrauchte oder recycelte Komponenten eingesetzt. Durch die Nutzung von Open-Source-Softwarelösungen und Open-Hardware, durch Ablehnung von Werbung und Tracking, durch die Unabhängigkeit von Konzernen, Organisationen und Einrichtungen und auch durch die Finanzierung des Start-Ups aus eigenen Mitteln, hat monocles das Potential, Anbieter der weltweit ethischsten digitalen und technischen Lösungen zu werden.

Siehe auch  Graffiti in den Sommerferien

Florian Kirstein, Stephany Martelo und Yunaris Cerra Campo (Universität Bremen) belegen mit Ancol den dritten Platz in der Kategorie „Geschäftskonzepte“. Ancol ist ein mobiles Produktionsverfahren, das die Weiterverarbeitung von Abfällen aus fruchtverarbeitenden Betrieben ermöglicht. Das Ziel: Die Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft zu reduzieren. So können beispielweise Traubenkerne zur Herstellung von pflanzlichen Ölen und Fetten verwendet werden, die sich gut für den Einsatz in Naturkosmetikprodukten eignen. Auch die Verwendung anderer Reststoffe, wie Kaffeesatz, Orangenschalen, Maracujakerne und Mangokerne, ist möglich. Ancol ist flexibel und kurzfristig an strategischen Standorten einsetzbar. Die Nutzung von Solarenergie ermöglicht einen ressourcenschonenden und ortsunabhängigen Betrieb. So werden die Rohstoffe nicht nur umwelt-, sondern auch sozialverträglich verarbeitet.

Des Weiteren wurden bei der Preisverleihung Publikumspreise vergeben. Dazu präsentierten die Finalist:innen ihre Ideen vor den rund 80 Personen in der Handelskammer Bremen.

Zu CAMPUSiDEEN 2022

Der Ideenwettbewerb CAMPUSiDEEN prämierte zum 19. Mal die besten Startup-Ideen der Bremer Hochschullandschaft. Organisiert und durchgeführt wird CAMPUSiDEEN vom Hochschulnetzwerk BRIDGE. Zu ihm gehören die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven, die Hochschule für Künste Bremen, die Jacobs University Bremen und die Bremer Aufbau-Bank GmbH.

2022 wird CAMPUSiDEEN von folgenden Partner:innen unterstützt: Bremer Aufbau-Bank, encoway, ESA BIC, Handelskammer Bremen, Kanzlei Nachtwey IP, Sparkasse Bremen, Stiftung Bremer Wertpapierbörse und team neusta.

Pressemeldung von  Universität Bremen