„ISEK“: Ein neuer Wegweiser für die Entwicklung der Stadt entsteht

„ISEK“: Ein neuer Wegweiser für die Entwicklung der Stadt entsteht

„ISEK“: Ein neuer Wegweiser für die Entwicklung der Stadt entsteht

Oldenburg. Das bisherige Stadtentwicklungsprogramm step2025 hat bald ausgedient: Seit 2014 fungierte es – nach fünfjähriger Erarbeitungsphase – als strategische Richtschnur. Nun soll ein neuer Wegweiser her, an dem sich die Entwicklung der Stadt ab 2026 orientieren wird. „ISEK Oldenburg 2050 I 2035“ lautet der Titel – die Kurzform steht für Integriertes Stadtentwicklungskonzept Oldenburg. „Hinter dieser abstrakten Bezeichnung steckt viel mehr als man auf den ersten Blick denkt. Stadtentwicklung bedeutet Veränderung, die ständige Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen und offen zu sein für innovative Lösungen. Stadtentwicklung heißt auch, Verantwortung für künftige Generationen, für die Stadt der Zukunft zu übernehmen. Das soll das neue Konzept leisten“, sagt Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Den aktuellen Stand stellte er am Mittwoch, 6. September, gemeinsam mit Baudezernentin Christine-Petra Schacht und dem Leiter des Stadtplanungsamtes, Markus Löwer, vor.

„ISEK Oldenburg 2050 I 2035“ – was ist das eigentlich?

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ist ein informelles Planungsinstrument und soll ganzheitlich und strategisch auf die Stadt Oldenburg der Zukunft blicken und die zukünftige räumliche Entwicklung der Stadt vorzeichnen. Mit dem „ISEK Oldenburg 2050 I 2035“ werden Stadtentwicklungsziele transparent für alle erarbeitet, dargestellt und letztlich gesteuert. Der Rat der Stadt Oldenburg hatte der Verwaltung am 22. Mai 2023 den Auftrag erteilt, ein integriertes Stadtentwicklungskonzept zu erstellen.

Warum braucht Oldenburg ein „ISEK“?

Nicht nur Oldenburg, sondern alle Städte sind globalen Veränderungen und Herausforderungen ausgesetzt. Dazu zählen veränderte soziale und demografische Rahmenbedingungen, der Klimawandel sowie wirtschaftliche und arbeitsweltliche Transformationen. „Auf diese Herausforderungen muss reagiert werden. Denn sie bieten auch Chancen für die zukünftige Stadtentwicklung. Die Stadt Oldenburg nimmt diese Herausforderungen an und wird mit dem ISEK nachhaltige Maßnahmen und Wege proaktiv für eine gute gemeinsame Zukunft entwickeln“, betont Baudezernentin Christine-Petra Schacht.

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Auf welche Grundlagen wird sich das neue Konzept stützen?

Im Jahr 2022 wurde das Nachhaltigkeitsleitbild der Stadt Oldenburg vom Rat beschlossen. Es zeigt Handlungsfelder, Leitmotive und Ziele für eine nachhaltige Entwicklung Oldenburgs auf. Dieses handlungsleitende Konzept dient maßgeblich als Fundament für die Entwicklung des ISEK. Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der UN und die drei Dimensionen der Stadtentwicklung der Neuen Leipzig Charta – die gerechte Stadt, die grüne Stadt, die produktive Stadt – bilden ebenfalls den Rahmen bei der Entwicklung des „ISEK Oldenburg 2050 | 2035“.

Wie ist das „ISEK Oldenburg 2050 | 2035“ aufgebaut?

„In die Zukunft blicken, um die richtigen Maßnahmen für die Gegenwart und die nächsten Jahre zu entwickeln – so könnte das Konzept kurz zusammengefasst werden“, erläutert Stadtplanungsamtsleiter Markus Löwer. Kern des ISEK sind, so Löwer, drei räumliche Ebenen (regional/interkommunal, gesamtstädtisch und teilräumlich), die auf zwei zeitlichen Horizonten – 2050 und 2035 – arbeiten. Von der regionalen Ebene und einem Zukunftsbild für das Jahr 2050 werden konkrete Maßnahmen für Teilräume der Stadt bis zum Jahr 2035 aufgezeigt.

Die drei Ebenen

•    Ebene 1 – Zukunft 2050: Auf der ersten Ebene wird eine „Zukunft 2050“ entwickelt: Ein Zukunftsbild, das die Stadt Oldenburg als Oberzentrum in ihrem regionalen Verflechtungsraum im Jahr 2050 darstellt. Mit der „Zukunft 2050“ soll ein weitblickendes Bild von Oldenburg als gerechte, grüne und produktive Stadt gezeichnet werden – ein Idealbild, das es durch die darauffolgenden Arbeitsschritte zu konkretisieren und erreichen gilt.
•    Ebene 2 – Handlungsfelder: Das im ersten Schritt entwickelte Zukunftsbild wird im zweiten Schritt auf die gesamtstädtische Ebene heruntergebrochen, indem Handlungsfelder entwickelt werden, mit denen deutlich wird, welche Themen und Herausforderungen vorrangig bearbeitet werden müssen, um die zukünftigen Ziele auch zu erreichen. Dabei kann auf viele bereits vorhandene Konzepte und Programme der Stadtverwaltung zurückgegriffen werden.
•    Ebene 3 – Handlungsraumkonzepte: Je weiter das Projekt voranschreitet, desto stärker umsetzungsorientiert wird das ISEK und umso mehr sind Bürgerinnen und Bürger aufgefordert mitzuarbeiten. In der dritten Ebene werden konkrete Handlungsraumkonzepte entwickelt. Die Stadt wird in Teilräume mit spezifischen Interventionsbedarfen oder Potenzialen aufgeteilt. Gemeinsam mit vielen lokalen Akteurinnen und Akteuren und ihrem Wissen werden Maßnahmenkataloge für die jeweiligen Teilräume entwickelt. Diese Maßnahmen stellen den konkreten und umsetzungsorientierten Fahrplan bis zum Jahr 2035 dar.

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Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen?

Die Erstellung des „ISEK Oldenburg 2050 | 2035“ wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Bereits in diesem Jahr wird die „Zukunft 2050“ erarbeitet. Erste Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2024 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Ebene 2 und 3 folgen in den Jahren 2024 und 2025. Bis 2035 erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen in den einzelnen Handlungsräumen der Stadt.

Wer arbeitet innerhalb der Stadtverwaltung am Projekt „ISEK Oldenburg 2050 | 2035“?

Das ISEK wird ein Projekt der gesamten Stadtverwaltung. Der integrierte Ansatz soll dafür sorgen, dass alle Aspekte aller Fachämter und alle relevanten Themen für die Stadtentwicklung bearbeitet und abgedeckt werden. Geleitet wird das Projekt von Baudezernentin Christine-Petra Schacht und dem Leiter des Stadtplanungsamts, Markus Löwer.
Anfragen zu diesem Thema können an isek[at]stadt-oldenburg.de gerichtet werden.

Wer ist am „ISEK“ beteiligt?

Das „ISEK“ wird durch die Stadtverwaltung, unterstützt durch ein externes Büro, aber nicht hinter verschlossenen Rathaustüren entwickelt. Da es die Zukunft aller Oldenburgerinnen und Oldenburger mitbestimmen wird, werden über unterschiedlichste Partizipationsformate vielfältige Zielgruppen angesprochen, um vielseitige Anregungen, Vorstellungen, Wünsche und Visionen zu sammeln, die in das „ISEK“ einfließen. In den politischen Gremien des Rates der Stadt Oldenburg erfolgt eine ständige Rückkopplung der jeweiligen Ebene des „ISEK“. All dies wird durch Beteiligungsverfahren im Internet ergänzt.
Informationen zum „ISEK“ gibt es online unter www.oldenburg.de/isek »

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg