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Coronavirus – Wie groß ist die Ansteckungsgefahr durch Hunde?

Momentan herrscht große Hysterie, vor allem, da von vielen Medien Geschichten rund um den Coronavirus gestreut werden. Dabei sind die Todes-Zahlen noch harmlos und sollten nüchtern betrachtet werden. In einigen Zeitungen ist sogar zu lesen, dass es beim Coronavirus mehr Tote gibt, als bei SARS. Das allerdings ist eine verzerrte Darstellung. So ist die Infiziertenzahl beim Coronavirus 5mal so hoch, die Todesfälle liegen aber unter 2,5 Prozent. Bei SARS waren nur 8096 infizierte Personen gemeldet, mit nur 774 Todesfällen, was fast 10 Prozent entsprach. Hier wird also momentan ein sehr verzehrtes Bild gezeigt, dass die Angst in der Bevölkerung schüren soll.

Erschreckend mussten wir dabei feststellen, dass es immer wieder auch Berichte gibt, wonach auch unsere Haustiere, Hunde und Katzen, das Virus übertragen sollen. In der letzten Zeit haben sich diese Artikel in Europa stark verbreitet. Doch was ist an dieser Meldung dran? Auch wieder nur eine Ente, oder wie man modern sagte, eine Fake-Meldung?

Hunde und das Coronavirus

Es ist schon beinahe Hipp vom Virus zu sprechen, so scheint es beinahe. Was in China passiert ist, bleibt weiterhin ungewiss und die chinesische Regierung setzt alles daran, die Informationen über den Ausbruch einzuschränken. Dennoch gibt es jetzt schon unzählige Mythen, Schreckensberichte und auch unsere Haustiere bleiben davon nicht verschont. Erst gestern haben wir auf der Straße beobachten können, wie ein junges Mädchen, vielleicht gerade einmal 6 oder 7 Jahre alt, einen Hund streicheln wollte und von der Mutter mit einem Mundschutz voller Angst zurückgezogen wurde. Soll das unser neuer Alltag sein?

Die Gerüchte besagen, das vor allem Katzen und Hunde das Coronavirus übertragen sollen. In China, wo die Berichterstattung deutlich eingeschränkt ist und andere Meinungen nicht zugelassen werden, hat das erhebliche Konsequenzen. In den letzten Tagen sind unzählige Hunde und Katzen regelrecht abgeschlachtet worden. Zudem drohen viele Haustiere, die zurückgelassen wurden, zu verhungern. Das Gerücht hält sich hartnäckig.

WHO widerspricht!

Die Welt-Gesundheitsorganisation hat diesem Gerücht bereits massiv widersprochen. Doch in China kommt das bei der normalen Bevölkerung nicht an und auch in den Sozialen Medien wollen viele nur das hören und lesen, was ihrem eigenen Tenor entspricht.

Es sei also noch einmal klar gesagt. Hunde können den derzeitigen Coronavirus nicht übertragen. Diese Meldungen im Netz haben keinen wissenschaftlichen Hintergrund. Es besteht also keine Gefahr, Hunde und Katzen zu streicheln und mit ihnen zu spielen. Vor allem nicht bei uns in Europa. Jeder kann also weiterhin mit seinem Liebling durch Wesermarsch spazieren gehen und den Tag genießen. Die besten Outdoor-Aktivitäten mit Hunden sollte sich niemand durch ein solches Gerücht vermiesen lassen!

Coronaviren bei Hunden

Die Coronaviren als solches sind ja schon lange bekannt und kommen bei Tieren immer mal wieder vor, haben aber nichts mit dem aktuellen Erreger bei Menschen zu tun. Es sind als zwei völlig unterschiedliche Erreger.

Das Gerücht hat aber dennoch verehrende Folgen. Über 50.000 Tiere sind in Wuhan derzeit herrenlos. Keiner füttert sie. Zudem sprüht die Regierung Gift auf den Straßen aus, unbekannt ist, wie die Wirkung auf Hunde und Katzen ist. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Hunde Überträger für das neue Coronavirus sind. Wir können also alle ganz beruhigt sein.