Finanzkontrolle Schwarzarbeit prüft Baugewerbe

Oldenburg. Am vergangenen Donnerstag (09. Mai 2019) überprüften 35 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Oldenburg 32 Bauvorhaben, darunter zwei Großbaustellen.

In 40 Fällen gab es erste Hinweise auf Schwarzarbeit und damit Anlass für weitere Prüfungen durch den Oldenburger Zoll. Das Deliktsfeld ist weit gestreut:

16 festgestellte Sachverhalte lassen vermuten, dass der gesetzliche Mindest-lohn nicht gezahlt wurde, weitere 11 Fälle gaben Hinweise auf die Vorenthaltung von Beiträgen an die Sozialversicherungsträger – mitunter durch sogenannte Scheinselbstständigkeit. Der unrechtmäßige Bezug von Sozialleistungen sowie die illegale Beschäftigung von Ausländern wurden ebenfalls festgestellt.

Die Zöllner trafen bei einem größeren Bauvorhaben auf zwei Osteuropäer oh-ne Aufenthaltstitel, der zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigen würde. Umgehend stellten die Beamten den Kontakt zur zuständigen Ausländerbehörde her. Die dortige ausländerrechtliche Beurteilung der Sachverhalte führte zur Ausreiseanordnung an die angetroffenen Arbeitnehmer.

Bundesweit fanden in der 19. Kalenderwoche Prüfungen des Baugewerbes durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls statt. Diese flächendecken-den und zeitgleichen Einsätze im Rahmen von Schwerpunktprüfungen erhöhen den Prüfdruck auf ausgewählte Gewerbezweige und zeichnen seit Jahren erfolgreiche Bilanzen.