Oberbürgermeister Krogmann sieht Position der Stadt bestätigt

Umweltministerium: Am Heiligengeistwall im Bereich der Wohnnutzung keine Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht sich bestätigt: „Ich habe schon immer betont, dass generelle Diesel-Fahrverbote unverhältnismäßig sind, um die punktuelle Stickoxidbelastung am Oldenburger Heiligengeistwall zu verringern.“ Krogmann begrüßt das Ergebnis ergänzender Berechnungen des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim, die Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies heute in Hannover vorgestellt hat. Demnach liegt die NO2-Konzentration für den Heiligengeistwall in den Bereichen, wo Wohnnutzung stattfindet, im Jahresmittel unterhalb des Grenzwertes von 40 μg/m³. Lies sieht daher keine
Grundlage für die Verhängung eines Diesel-Fahrverbots in Oldenburg.

Den Berechnungen zufolge betragen die NO2-Werte in einer Höhe von 3,90 Metern im Bereich des 1. Obergeschosses zwischen 37 und 40 μg/m³. Im Erdgeschoss findet am Heiligengeistwall dagegen überhaupt keine Wohnnutzung statt. „Es war mir sehr wichtig, dass diese Tatsache bei der Bewertung der Messergebnisse
berücksichtigt wird. Die neue Berechnung zeichnet ein wirkliches Bild der tatsächlichen Belastung“, betont der Oberbürgermeister. „Beharrlich darauf zu drängen, die bisherigen Messergebnisse kritisch zu hinterfragen, hat sich ausgezahlt“, so Krogmann. Er hatte in den vergangenen Monaten mehrfach schriftlich und in zahlreichen persönlichen Gesprächen die Aussagekraft der in einer Höhe von nur 1,50 Metern ermittelten Messergebnisse in Frage gestellt.

Krogmann dankte Umweltminister Olaf Lies für die intensive fachliche und rechtliche Auseinandersetzung mit den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben in den vergangenen Monaten, die nun für Klarheit gesorgt habe.

Das Ergebnis der Modellrechnung will das Umweltministerium der Stadt Oldenburg auch für das anhängige Gerichtsverfahren mit der Deutschen Umwelthilfe zur Verfügung stellen. Zudem wird das Ministerium im nächsten Schritt an den Bund melden, dass der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid in Oldenburg in 2018
nicht überschritten wurde. „Darüber freue ich mich sehr“, sagt Oberbürgermeister Krogmann.