Schulen sind auch ohne Strom voller Energie

Während die internationale Staatengemeinschaft beim UN-Klimagipfel in Kattowitz darüber diskutiert, wie die Erderwärmung gebremst werden kann, haben Oldenburger Schülerinnen und Schüler ein Zeichen für Klimaschutz gesetzt. Etwa 30 Schulen beteiligten sich am Mittwoch, 5. Dezember, am mittlerweile 5. Aktionstag „Oldenburg dreht ab“ und verzichteten in den ersten beiden Unterrichtsstunden auf Strom und teilweise auch auf die Heizung.

Im Kerzenlichtschein wurden zum Beispiel Geschichten erzählt, Zukunftsvisionen entworfen, und Lieder gesungen – nach diesem symbolischen Auftakt stand überall das Thema „Nachhaltige Mobilität“ im Mittelpunkt. So auch an der katholischen Grundschule Eversten am Lerigauweg, der Oberbürgermeister Jürgen Krogmann als Schirmherr der Aktion einen Besuch abstattete. Krogmann zeigte sich begeistert davon, wie an der von Melanie Burmester geleiteten Schule das vom Regionalen Umweltbildungszentrum erarbeitete Unterrichtskonzept umgesetzt wurde: „Der Wissensdurst der Kinder und das Engagement der Lehrkräfte haben mich sehr beeindruckt. Das stimmt mich zuversichtlich, dass die nächsten Generationen sorgsamer mit den Ressourcen umgehen. Dazu leistet unser Aktionstag einen wertvollen Beitrag im Kleinen.“

Der eigene Schulweg bot an der katholischen Grundschule Eversten den Einstieg ins Thema – in den Klassen wurden unter anderem Vor- und Nachteile der benutzten Verkehrsmittel zusammengetragen. Im Schulforum erklang das – auch auf Elterntaxis gemünzte – Rolf-Zuckowski-Lied „Heute bleibt das Auto stehn“. Im Werkraum bastelten die Kinder aus Tetrapacks, Luftballons, Strohhalmen und Schaschlikspießen Luftballonmobile mit umweltfreundlichem Antrieb. Anhand von Obst- und Gemüsesorten aus unterschiedlichen Ländern wurde deutlich, welche Entfernungen Waren zurücklegen und welche Auswirkungen der CO2-Ausstoß der verschiedenen Transportmittel auf das Klima hat.

Das Umweltbildungszentrum hatte unterschiedliche Unterrichtskonzepte für Grundschulen und die Sekundarstufe vorbereitet. Folgende Schulen haben sich beteiligt: die Grundschulen Auf der Wunderburg, Babenend, Bürgeresch, Dietrichsfeld, KGS Eversten, Haarentor, Heiligengeisttor, Hermann-Ehlers-Schule, Hogenkamp, Klingenbergstraße, Kreyenbrück, Krusenbusch, Ofenerdiek, Ohmstede, Paul Maar-Schule, Röwekamp, Staakenweg, Unter dem Regenbogen/KGS Kreyenbrück und Wallschule, die Schule am Bürgerbusch, die Oberschulen Alexanderstraße, Eversten und Osternburg, die Integrierten Gesamtschulen Flötenteich, Helene-Lange-Schule und Kreyenbrück, das Alte Gymnasium, die Cäcilienschule, das Herbartgymnasium und das Neue Gymnasium sowie die BBS 3.

Der Aktionstag flankierte das Energiesparprojekt für Oldenburger Schulen „abgedreht?!“, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, um Energie und Wasser zu sparen. Über 30 Schulen nehmen an diesem Projekt teil und konnten allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen im vergangenen Jahr über eine Million Kilowattstunden Energie, fast 3.000 Kubikmeter Wasser und 283 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Entsprechend wurden den Schulen Prämien in Höhe von insgesamt mehr als 80.000 Euro ausgezahlt.

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