Nach IPCC-Bericht – Lies mahnt ambitioniertes Klimagesetz an: „Klimaschutz, Klimafolgenanpassung und Risikovorsorge höchste Priorität”

Nach IPCC-Bericht - Lies mahnt ambitioniertes Klimagesetz an: „Klimaschutz, Klimafolgenanpassung und Risikovorsorge höchste Priorität"

Nach IPCC-Bericht – Lies mahnt ambitioniertes Klimagesetz an: „Klimaschutz, Klimafolgenanpassung und Risikovorsorge höchste Priorität”

Anlässlich des zweiten Teils des sechsten Sachstandberichts, den der Weltklimarat am (gestrigen) Montag vorgestellt hat, mahnt Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister ein ambitioniertes Klimagesetz auch für Niedersachsen an:

„Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr: Wir müssen uns beim Klimaschutz noch mehr engagieren, um die Erderwärmung zu verlangsamen – und damit auch nachfolgenden Generationen ein Leben in einer gesunden Umwelt zu ermöglichen, wie wir sie uns für uns selbst wünschen. Auch wir in Niedersachsen werden hier unseren Teil mit einem neuen Klimaschutzgesetz beitragen müssen. Es ist nicht die Zeit für politische Ambitionslosigkeit. Das ist die Zeit für mutige Schritte für mehr Klimaschutz und für die Energiewende. Dass das geht, haben wir im Dezember bereits gezeigt. Hier haben wir als Landesregierung gemeinsam im Rahmen der Klimaschutzstrategie unter anderem das 65 Prozent-Senkungsziel bis 2030 beschlossen.

Gleichzeitig zeigt uns gerade auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, dass die Erneuerbaren Energien für uns den Weg in eine freie und unabhängige Energieversorgung bedeuten. Wenn es neben dem Klimaschutz an sich noch eines Argumentes für eine heimische, unabhängige und saubere Energieversorgung durch Erneuerbare bedurfte, dann liefert es uns Wladimir Putin gerade auf dem Silbertablett. Das müssen wir auch den Kritikern noch deutlicher machen.

Wir dürfen jetzt nicht den Fehler begehen und den Klimaschutz und den Umbau unserer Energieversorgung den kurzfristigen Maßnahmen im Zuge des Ukrainekonfliktes opfern. Das wäre kurzsichtig und nicht zuletzt kommenden Generationen gegenüber unanständig.

Ich bin aber zuversichtlich, denn die Berliner Beschlüsse vom Wochenende zeigen, dass wir in Deutschland sehr wohl in der Lage sind, Fehler und Zögerlichkeit der Vergangenheit hinter uns zu lassen und durch konsequente und mutige Politik für die Zukunft zu ersetzen.”

Siehe auch  Nach Stopp von Nord Stream 2: Deutsche Umwelthilfe fordert Auflösung von Fake-Klimastiftung

Gleichzeitig werden sich einige Folgen des Klimawandels möglicherweise nicht mehr verhindern lassen, wie die zunehmende Häufigkeit, Dauer und Schwere von Extremwetterereignissen, so Lies weiter. „Deshalb ist es wichtig, schon jetzt Vorsorge zu treffen und unsere Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels umzusetzen – beispielsweise in den Bereichen Hochwasserschutz und Niedrigwassermanagement, aber auch im Boden- und Naturschutz”, so Lies. „Ohne konsequenten Klimaschutz und vorausschauende Klimafolgenanpassung entreißen wir heutigen und zukünftigen Generationen die Lebensgrundlage.”

Die Anpassungsstrategie der Landesregierung leiste einen wichtigen Beitrag dafür, Niedersachsen widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen, so der Energie- und Klimaschutzminister. Die Strategie legt für 17 Handlungsfelder fest, wie Niedersachsen den Folgen des Klimawandels begegnen kann und wurde zusammen mit der Klimaschutzstrategie von der Landesregierung im Dezember beschlossen. Die Strategie wird von einem Programm begleitet, in dessen Rahmen 59 konkrete Anpassungsmaßnahmen umgesetzt werden. In die Klimaanpassung wird Niedersachsen bis zum Jahr 2026 rund 300 Millionen Euro investieren. „Wir wollen nicht nur gut investieren, sondern auch für einen schnellen Klimaschutz Hürden abbauen”, sagte Lies, „dazu gehört, den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie an Land zu vereinfachen und die Ausbaugeschwindigkeit zu erhöhen”.

Darüber hinaus hat das Niedersächsische Umweltministerium mit dem “Kompetenzzentrum Klimawandel” (NIKO) eine zentrale Stelle gegründet, die zum Klimawandel, seinen Folgen und zur Klimaanpassung informiert und berät. Lies: „Mit dem NIKO wird im Land das Fachwissen gebündelt, das wir brauchen, um mögliche Folgen des Klimawandels zu verstehen und angemessen reagieren zu können.” Das NIKO veröffentlicht regelmäßige Berichte, die zeigen, welche Klimaveränderungen in Niedersachsen bereits stattgefunden haben, zukünftige Klimarisiken identifizieren und Informationen zu möglichen Klimaanpassungsstrategien geben.

Siehe auch  Hartz-IV: Keine Prüfung der Mietkosten in Corona-Zeiten

Weitere Informationen auf der Homepage des Umweltministeriums:

Zum NIKO:

https://www.umwelt.niedersachsen.de/niko/niko_produkte/niko-produkte-205854.html

Quelle Pressemeldung von  Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz