Regionales Versorgungszentrum Wesermarsch Nord zum Anfassen

Regionales Versorgungszentrum Wesermarsch Nord zum Anfassen

Regionales Versorgungszentrum Wesermarsch Nord zum Anfassen

Gesundheitsversorgung und Pflege in den ländlichen Räumen und insbesondere die hausärztliche Versorgung sind seit geraumer Zeit in aller Munde und treiben alle politischen Ebenen – Bund, Land und Kommunen – und die Menschen um, die in diesen Gebieten leben. Denn eine gute und schnell erreichbare Gesundheitsversorgung ist Grundlage für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen in der Region und eine hohe Lebensqualität der Menschen.

Als eine Lösungsmöglichkeit wurde Vertreterinnen und Vertretern aus Landkreisen und Gemein-den der Region Weser-Ems heute in Nordenham (Landkreis Wesermarsch) das Modell „Regionales Versorgungszentrum Wesermarsch Nord“ vorgestellt.

Nach der Begrüßung durch die Vertreter der Kooperationspartner, Landrat Stephan Siefken, (Landkreis Wesermarsch) und Bürgermeister Nils Siemen (Stadt Nordenham) stellte Dezernatsleiterin Sindy Nestler vom Landkreis Wesermarsch in ihrem Erfahrungsbericht die Entwicklung des RVZ Wesermarsch Nord dar. „Der Betrieb von Regionalen Versorgungszentren ist nicht die Kernaufgabe von Landkreisen und Kommunen im ursprünglichen Sinn. Und doch ist unser Engagement geboten, weil es um die Sicherstellung der Daseinsvorsorge für die hier lebenden Menschen geht. Uns geht es um Versorgungssicherheit und um Versorgungsqualität, auf die alle in unserer Region angewiesen sind – vom Haushalt über den Tourismus bis hin zur Industrie“, sagte Sindy Nestler.

Sie hob hervor, dass das Regionale Versorgungszentrum im Sommer 2022 unter schwierigen Bedingungen in der Pandemie gestartet war. „Wir brauchten etwas Anlaufzeit“, sagte sie. Inzwischen beherbergt die Einrichtung eine Hebammenpraxis, den sozialpsychiatrischen Dienst, es gibt Beratungsangebote für Suchtkranke und Menschen mit Sehbehinderungen. Jeweils samstags praktiziert ein Gynäkologe. Schwierigkeiten bereitet nach wie vor die Ansiedlung einer Hausarztpraxis. „Wir suchen dringend Ärzte aus der Allgemeinmedizin oder Internisten. Diesbezüglich trifft uns der Ärztemangel genauso wie andere Landkreise und Kommunen“, so die Dezernentin.

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Volker Sidortschuk vom Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB) präsentierte das Konzept der Regionalen Versorgungszentren. Das Ministerium für Regionalentwicklung stellte Fördergelder für fünf Modellprojekte in Niedersachsen zur Verfügung g. In der Region Weser-Ems gehört das Regionale Versorgungszentrum Wesermarsch Nord in Nordenham dazu.

Mit den RVZ soll eine attraktive und an den praktischen Bedürfnissen der Menschen orientierte Infrastruktur geschaffen werden. Das Ziel ist hausärztliche Versorgung zu stärken, innovative Ansätze in der Gesundheits- und Pflegeversorgung einzubinden und attraktive Beschäftigungsmodelle zu schaffen.

Norbert Wencker, Dezernatsleiter beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems, wies auf die finanzielle Unterstützung von RVZ im Rahmen der ZILE-Richtlinie für sog. Basisdienstleistungen hin. Kommunen könnten dafür bis zum 30. September des jeweiligen Jahres die entsprechenden Anträge stellen und erhielten im besten Fall Zuschüsse in Höhe von bis zu 500.000 Euro.

Pressemeldung von  mt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems