Niederländisches Erdgasprojekt bei Borkum: ONE Dyas B.V. beantragt Bohrungen und Erdgasförderung im deutschen Sektor der Nordsee

Niederländisches Erdgasprojekt bei Borkum: ONE Dyas B.V. beantragt Bohrungen und Erdgasförderung im deutschen Sektor der Nordsee
Bild: LBEG

Niederländisches Erdgasprojekt bei Borkum: ONE Dyas B.V. beantragt Bohrungen und Erdgasförderung im deutschen Sektor der Nordsee

Die Firma ONE Dyas B.V. beabsichtigt, in der Nordsee in die Erdgasfelder N05-A, N05-A-Nord, N05-A-Südost, Diamant und Tanzaniet-Ost Explorations- bzw. Produktionsbohrungen abzuteufen und Erdgas zu fördern. Das gesamte Vorhaben der ONE Dyas B.V. besteht im Einzelnen aus den folgenden Teilprojekten:

  • Bau und Betrieb einer Plattform N05-A (Hoheitsgebiet Niederlande)
  • Kabellegung für die Stromversorgung zum Offshore-Windpark Riffgat (Hoheitsgebiet Niederlande und Deutschland)
  • Abteufen von Bohrungen (Hoheitsgebiet Niederlande und Deutschland)
  • Förderung von Erdgas (Hoheitsgebiet Niederlande und Deutschland)
  • Bau und Betrieb einer Erdgasleitung (Hoheitsgebiet Niederlande).

Die Plattform N05-A befindet sich auf niederländischen Hoheitsgebiet 23 km nordwestlich vor der Insel Borkum. Die Erdgasfelder N05-A und N05-A Nord sind grenzüberschreitend. Das Erdgasfeld Tanzaniet-Ost befindet sich vollständig auf niederländischem Hoheitsgebiet und die Erdgasfelder N05-A Südost und Diamant vollständig auf deutschem Hoheitsgebiet.

Für die Vorhabenbestandteile auf niederländischen Hoheitsgebiet wurde ein niederländisches Genehmigungsverfahren durchgeführt, bei dem Deutschland im Rahmen einer grenzüberschreitenden Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß §§ 58 und 59 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) beteiligt wurde. Dabei handelt es sich um den Bau und den Betrieb der Plattform N05-A auf niederländischem Hoheitsgebiet, das Abteufen der Bohrungen auf niederländischem Hoheitsgebiet, die Erdgasförderung auf niederländischem Hoheitsgebiet, den Bau und Betrieb einer Erdgasleitung zum Abtransport des geförderten Erdgases auf niederländischem Hoheitsgebiet sowie für die Verlegung des Stromkabels von der Plattform N05-A bis zur niederländisch-deutschen Grenze. Informationen zur grenzüberschreitenden Beteiligung können auf der Internetseite des LBEG eingesehen werden.

Für die Richtbohrungen von der im niederländischen Hoheitsgebiet geplanten Plattform N05-A in den deutschen Sektor der Nordsee einschließlich der Erdgasförderung im deutschen Hoheitsgebiet hat die ONE Dyas B.V. einen Rahmenbetriebsplan gemäß § 52 Abs. 2a Bundesberggesetz (BBergG) beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht und dessen Zulassung beantragt. Für die Zulassung des Rahmenbetriebsplans ist ein Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

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Insgesamt sind maximal neun Richtbohrungen mit zusätzlichen Ablenkungen aus diesen Bohrungen auf deutschem Hoheitsgebiet vorgesehen. Die Richtbohrungen werden in einem vertikalen Tiefenbereich von 1.500 bis 3.500 Meter vom niederländischen Hoheitsgebiet ins deutsche Hoheitsgebiet abgelenkt. Die erwartete technisch förderbare Erdgasmenge des gesamten Vorhabens wird insgesamt auf 4,5 bis 13 Milliarden Normkubikmeter Erdgas geschätzt.

Die vom Unternehmen eingereichten Unterlagen werden von Montag, 10. Oktober, bis Mittwoch, 9. November, in den Städten Borkum und Norderney, in der Inselgemeinde Juist, in der Gemeinde Krummhörn sowie in den niederländischen Gemeinden Schiermonnikoog und Het Hogeland zur Einsicht ausgelegt. Darüber hinaus können die eingereichten Unterlagen sowie die Bekanntmachung der Auslegung dieser Unterlagen ab dem 10. Oktober auf der Internetseite des LBEG eingesehen werden.

Pressemeldung von  LBEG