Katastrophenschutz in der Zeit des Klimawandels

Katastrophenschutz in der Zeit des Klimawandels

Katastrophenschutz in der Zeit des Klimawandels

Innerhalb des umfangreichen Bildungsprogrammes zu „Prima Klima“ bietet die Ländliche Erwachsenenbildung Weser-Ems/Nord (LEB) im Jahr 2023 auch fachspe-zifische Einheiten an. So wird es ab Anfang Juni bei fünf Vorträgen und Workshops um den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Umgang mit dem Klimawandel gehen. Die kostenfreien Veranstaltungen finden in den Räumen des Evangelischen Bildungszentrums Ostfriesland-Potshausen (Potshauser Str. 20, Ostrhauderfehn) statt.

„Angesprochen sind alle ehrenamtlich aktiven Führungskräfte und Engagierte im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz“, erläutert LEB-Projektleiterin Karina Schaefer. Das Aufbaumodul zum Thema Klimaanpassung solle ihnen eine Plattform bieten, „den Klimawandel und seine Relevanz gemeinsam mit Fachdozent*innen zu erfassen, um praxisorientierte Strategien für ihre Tätigkeitsfelder abzuleiten.“  Die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels beträfen nicht nur die Umwelt, sondern veränderten auch die Gestalt von Krisen und Katastrophen, so Schaefer.

Das Aufbaumodul befasst sich zunächst mit dem Status quo des Klimawandels und bestehender Katastrophenschutz-Konzepte, um dann in den Workshops gemeinsam möglichst praxis- und handlungsorientierte Ideen und Strategien zu entwickeln. Dabei gilt es folgende Fragen zu beantworten: Vor welche Herausforderungen sind Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Leitstellen, das Technische Hilfswerk und deren Führungskräfte durch den Klimawandel gestellt? Welche Konzepte bestehen bereits und was bedeuten diese konkret für Katastrophenschützer*innen vor Ort? Wie können die Verantwortlichen im Einsatz agieren und sich in der Nachbereitung an den Klimawandel anpassen?

Hintergrund „Prima Klima“

Im Februar 2023 hat die LEB ihr umfangreiches Bildungsprogramm zum Thema „Klimawandel in Niedersachsen“ gestartet. An drei repräsentativen Standorten (Leer, Oldenburg, Barnstorf) haben alle Teilnehmenden unter dem Motto „Prima Klima“ weiterhin die Gelegenheit kostenfrei zu lernen und „Anpassungs-Anpacker*in“ zu werden. Ziel ist es, mit dem vom BMUV geförderten Pilot-Projekt möglichst viele Bürger*innen auf die Folgen der drohenden Veränderungen vorzubereiten. Die Sonderthemen Landwirtschaft, Naturschutz, Gesundheit und Katastrophenschutz ergänzen in Form von Aufbaumodulen den allgemeinen Katalog. Hierzu sind Anmeldungen teilweise noch möglich.

Siehe auch  Eindämmung des Klimawandels – was tun?

 

In einem Mix aus Präsenz- und Onlineangeboten geht es seit Februar an den jeweiligen Standorten mit Unterstützung von ausgesuchten Expert*innen vor allem um die unmittelbaren Auswirkungen des Klimawandels in der Region. „Die allgemeine Bildungseinheit ist in Oldenburg sehr schnell ausgebucht gewesen und mit 22 Anmeldungen gut belegt“, zieht LEB-Projektleiterin Karina Schaefer ein erstes Zwischenfazit. „Die persönlichen Hintergründe der Akteur*innen sind sehr unterschiedlich, was uns wirklich freut, denn es zeigt, dass wir breite Bevölkerungsschichten mit unserem Angebot erreichen konnten.“ Derweil wurden Evaluierungsbögen bereits gesichtet, welche laut Schaefer den ersten Eindruck bestätigen, dass die Teilnehmer*innen mit Inhalt und Organisation der Veranstaltungen zufrieden seien. „Die Atmosphäre in den Workshops ist sehr konstruktiv. Wir freuen uns, das weitere Programm zu erproben und bedanken uns schon jetzt für das förderliche Feedback“, gibt sie das Lob direkt zurück.

 

Ergänzend zur allgemeinen Bildungseinheit von „Prima Klima“ eröffnen spezifische Module nun noch die Möglichkeit, sich zu einer Art Fachfrau/Fachmann in Fragen der Klimaanpassung zu machen. Der bereits beendeten Einheit der Landwirtschaft werden sich die Schwerpunkte Gesundheit sowie Natur- und Katastrophenschutz anschließen. Auch bei den spezielleren Veranstaltungen soll es darum gehen, dem Klimawandel aktiv zu begegnen und direkte Handlungsfelder zu erschließen.