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Galeria-Insolvenz: 9.650 Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld

HWN Redakteur
aktualisiert: 13. Oktober 2026 12:17
Galeria-Insolvenz: 9.650 Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld
Galeria-Insolvenz: 9.650 Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld Bild von Mumibo I Depositphotos.com

Die Beschäftigten von Galeria können vorerst aufatmen: Die Bundesagentur für Arbeit hat Insolvenzgeld für 9.650 Mitarbeiter der Warenhauskette bewilligt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen derzeit rund 11.250 Menschen. Für einen Teil der Belegschaft, darunter Mitarbeiter aus der Gastronomie- und Lebensmittelsparte, läuft ein separates Insolvenzverfahren.

Komplexe Prüfung nach früherer Insolvenz

Die Entscheidung fiel nach einer Prüfung, die sich über mehrere Tage hinzog. Hintergrund ist auch die vorherige Insolvenz von 2024: Deren Folgen waren noch nicht vollständig abgeschlossen. Galeria hatte den Geschäftsbetrieb zwischenzeitlich auf ein neues Unternehmen übertragen. Deshalb war zunächst offen, ob die Beschäftigten erneut Anspruch auf Insolvenzgeld haben.

Die Bundesagentur für Arbeit sieht nun grundsätzlich einen Anspruch für die betroffenen Mitarbeiter. Das Geld soll über eine Bank vorfinanziert werden, damit es zügig bei den Beschäftigten ankommt.

Insolvenzgeld sichert Löhne vorübergehend ab

Insolvenzgeld wird üblicherweise für bis zu drei Monate vor der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gezahlt. Es entspricht in der Regel dem Nettolohn. Durch die Vorfinanzierung können die Gehaltsansprüche früher ausgezahlt werden.

Die Unterstützung soll dazu beitragen, den laufenden Betrieb zunächst aufrechtzuerhalten. Eine Entscheidung über die Zukunft einzelner Warenhäuser ist damit jedoch nicht verbunden. Welche Standorte erhalten bleiben, ist weiterhin offen.

Galeria steht erneut vor einem Sanierungsverfahren

Galeria hatte am 2. Oktober wegen Zahlungsunfähigkeit erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Es ist die vierte Insolvenz innerhalb von sechs Jahren. Das zuständige Gericht ordnete daraufhin ein vorläufiges Verfahren an. Die Warenhäuser sollen zunächst geöffnet bleiben; wie es langfristig mit dem Unternehmen und seinen Filialen weitergeht, muss sich noch zeigen.

 

 

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