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Oldenburg

Galeria Oldenburg nach erneuter Insolvenz: Muss die Filiale schließen?

HWN Redakteur
aktualisiert: 6. Oktober 2026 10:23
Galeria Oldenburg nach erneuter Insolvenz: Muss die Filiale schließen?
Galeria Oldenburg nach erneuter Insolvenz: Muss die Filiale schließen? Bild von Mumibo I Depositphotos.com

Die erneute Insolvenz von Galeria sorgt auch in Oldenburg für Unsicherheit. Die Warenhauskette hat zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren einen Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb in den bundesweit 83 Filialen soll zunächst weiterlaufen. Damit bleibt auch das Oldenburger Warenhaus vorerst geöffnet.

Eine langfristige Bestandsgarantie ist damit jedoch nicht verbunden. Im weiteren Verfahren wird geprüft, welche Standorte wirtschaftlich tragfähig sind und wo Veränderungen notwendig werden.

Oldenburger Standort stand bereits auf dem Prüfstand

Schon vor dem erneuten Insolvenzantrag gehörte Oldenburg zu den Filialen, deren Zukunft überprüft wurde. Als Probleme wurden eine zu große Verkaufsfläche und ein unzureichendes Betriebsergebnis genannt.

Galeria wollte deshalb mit dem Vermieter über günstigere Konditionen und mögliche Flächenanpassungen verhandeln. Sollten keine tragfähigen Vereinbarungen zustande kommen, könnte die Filiale weiterhin von einer Schließung bedroht sein. Konkrete Entscheidungen für Oldenburg liegen bislang nicht vor.

Mitarbeiter warten auf Klarheit

Von der Insolvenz sind in Niedersachsen die Galeria-Häuser in Oldenburg, Hannover, Braunschweig, Göttingen, Goslar und Lüneburg betroffen. Zusammen mit der Bremer Filiale geht es um rund 670 Arbeitsplätze.

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine verlässliche Perspektive für die Beschäftigten. Viele Mitarbeiter haben bereits mehrere Sanierungsrunden, Gehaltsverzicht und den Abbau von Arbeitsplätzen erlebt. Nun hängt ihre Zukunft erneut von den Ergebnissen eines Insolvenzverfahrens ab.

Welche Möglichkeiten gibt es für Oldenburg?

Über den Erhalt der Filiale dürften vor allem die Mietkosten, die Ertragslage und die Größe der Verkaufsfläche entscheiden. Neben einer vollständigen Schließung sind auch andere Lösungen denkbar. Das Warenhaus könnte verkleinert oder teilweise an andere Händler und Dienstleister vermietet werden.

Ein solches Konzept würde die laufenden Kosten reduzieren und gleichzeitig den Standort in der Oldenburger Innenstadt erhalten. Voraussetzung wäre allerdings eine Einigung zwischen Galeria, dem Vermieter und möglichen neuen Flächennutzern.

Bedeutung für die Oldenburger Innenstadt

Eine Schließung würde nicht nur die Beschäftigten treffen. Galeria gehört zu den großen Anlaufstellen in der Innenstadt und bringt Kunden in die umliegenden Geschäfte und gastronomischen Betriebe.

Zudem wäre eine Nachnutzung der umfangreichen Verkaufsflächen anspruchsvoll. Eine verkleinerte Filiale mit zusätzlichen Angeboten könnte deshalb auch aus städtebaulicher Sicht interessanter sein als ein vollständiger Leerstand.

Entscheidung dürfte erst später fallen

Kurzfristig kann weiterhin bei Galeria in Oldenburg eingekauft werden. Ob das Warenhaus dauerhaft bestehen bleibt, entscheidet sich voraussichtlich erst im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens.

Für den Standort wird entscheidend sein, ob sich die Kosten senken und die vorhandenen Flächen wirtschaftlicher nutzen lassen. Bis entsprechende Verhandlungen abgeschlossen sind, bleibt die Zukunft von Galeria Oldenburg offen.

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