Mit dem Festival der Demokratie im Schweizer Viertel schafften der Martinsclub und das Quartiersmanagement Schweizer Viertel gemeinsam mit vielen weiteren Akteure aus Osterholz einen Ort der interkulturellen Begegnung
Es schien, als sei ganz Osterholz auf den Beinen gewesen. Ein lautes, buntes Treiben umhüllte das Schweizer Viertel am Freitag, 11. September. Kinderlachen, Musik, angeregte Gespräche und politische Diskussionen prägten die quirlige Szenerie, dazu lag der der Duft von Köstlichkeiten aus aller Welt in der Luft.
Informieren, miteinander sprechen, mitmachen, kreativ werden
Das vom Martinsclub Bremen e. V. und dem Quartiersmanagement Schweizer Viertel organisierte Festival der Demokratie lockte zahlreiche Menschen aus dem Stadtteil auf den Osterholzer Marktplatz. Viele verschiedene soziale Institutionen und politische Parteien hatten Stände aufgebaut, um über ihre Arbeit zu informieren und mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Mitmach-Aktionen luden dazu ein, kreativ und künstlerisch zu werden und sich auf diese Weise mit Fragen rund um die Demokratie und das gemeinsame Miteinander zu beschäftigen.
Informativer Polit-Talk, musikalisches Programm, internationale Verpflegung
Was bewegt die Menschen in Bremen? Welche Herausforderungen gibt es speziell in Osterholz? In einer politischen Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern von SPD, CDU, Grünen, die Linke und BSW ging es inhaltlich ans Eingemachte. Obwohl die Meinungen bei vielen Themen auseinandergingen, herrschte in einer Frage Einigkeit: „Für Rechtsextremismus ist in einer Demokratie kein Platz.“
Ein musikalisch-künstlerisches Bühnenprogramm sorgte darüber hinaus für Action und Unterhaltung. Verschiedene Stände, an denen Essen und Getränke aus den unterschiedlichen Küchen, Ländern und Kulturen angeboten wurden, machten das Festival der Demokratie außerdem zu einer kleinen kulinarischen Weltreise.
Bourai-Touré: „Ein wichtiges Zeichen für unsere Demokratie“
„Es war eine tolle Veranstaltung mit netten, interessierten und aktiven Menschen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei all den Institutionen, Organisationen und Parteien, die dabei waren und zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Eines haben wir bewiesen: Osterholz ist stark, weil es vielfältig und bunt ist. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Politik zunehmend an Einfluss gewinnt, war das ein wichtiges und deutliches Zeichen für unsere Demokratie, unsere Zivilgesellschaft und für ein friedliches Miteinander der Kulturen“, so das Fazit von Stefanie Bourai-Touré, Regionalleitung des Martinsclub in Osterholz.
Taşan: „Es ist gelungen, einen Raum für Austausch und Begegnung zu schaffen“
Auch Aykut Taşan vom Quartiersmanagement Schweizer Viertel hob die thematische Wichtigkeit der Veranstaltung hervor: „Das Festival der Demokratie im Schweizer Viertel in Osterholz war ein bedeutender Schritt, um die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers zu erreichen und den Dialog zu fördern. Gerade im Hinblick auf den zunehmenden Rassismus und die Ausgrenzung vulnerabler Gruppen ist es essenziell, die Kommunikation zwischen Politik und den Bürgerinnen und Bürgern weiter zu stärken und zu fördern. Mit dem Festival der Demokratie ist es gelungen, einen Raum für Austausch, Begegnung und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Solche Formate tragen dazu bei, das gesellschaftliche Miteinander zu stärken und ein klares Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt im Quartier zu setzen.“
Das Festival der Demokratie wurde durch Gelder aus dem Landesprogramm Lebendige Quartiere (LLQ) sowie durch Globalmittel aus dem Beirat Osterholz finanziert.
