Unterrichtsausfall in den Schulen der Stadt Oldenburg wegen extremer Witterungsverhältnisse: Am Freitag, 9. Januar, fällt der Präsenzunterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in Trägerschaft der Stadt Oldenburg witterungsbedingt ganztägig aus. Über die Durchführung von Distanzunterricht entscheiden die Schulen eigenverantwortlich. Schülerinnen und Schüler werden betreut, wenn sie trotz des Unterrichtsausfalls zur Schule kommen. Es gibt jedoch keine Angebote der Schulverpflegung und Eltern werden gebeten, ihren Kindern bei Bedarf etwas zu essen mitzugeben. Für Privatschulen und Schulen in anderer Trägerschaft können abweichende Regelungen gelten. Bitte erkundigen Sie sich im Zweifelsfall direkt bei der zuständigen Stelle.
Zu der Entscheidung sagt Stadtrat Holger Denckmann: „Ab Donnerstagnachmittag sind für Oldenburg immer wieder Schneefälle vorhergesagt, gepaart mit Frost und starkem Wind. Am Freitag können ebenfalls stürmische Böen auftreten, so dass schneebedeckte Äste, die herunterzufallen drohen, eine weitere Gefahrenquelle auf dem Schulweg und in den Pausen darstellen. Ein Schulausfall ist für uns, und gerade für mich als Schuldezernent, immer das letzte Mittel der Wahl – aber in Anbetracht der für unsere Verhältnisse extremen Wetterprognose für die kommenden Tage wäre es unvernünftig, die Kinder zur Schule schlittern zu lassen. Sicherheit geht vor. Deshalb haben wir nun proaktiv für die Stadt Oldenburg an diesem Freitag die Schulschließung für die allgemein- und berufsbildenden Schulen beschlossen, die sich in städtischer Trägerschaft befinden.“
Für das Wochenende wird eine deutliche Entspannung erwartet, trotzdem sollten Eltern und Erziehungsberechtigte am Sonntag aufmerksam Radio hören, Online-Medien verfolgen und KATWARN nutzen, rät Denckmann: „Wenn die Lage am Sonntag noch zu heikel sein sollte, werden wir gegebenenfalls auch am Montag die Schule ausfallen lassen oder den Schulbeginn auf die dritte Stunde legen.“
Wer entscheidet über einen späteren Schulbeginn oder Schulausfall?
Auch bei Schnee und Eis sollen Oldenburger Schülerinnen und Schüler sicher zur Schule kommen. Hierzu wurde gemeinsam mit allen Beteiligten ein einheitliches Verfahren für alle Schulen entwickelt.
Wenn es nachts stark geschneit oder sich auf den Straßen Glatteis gebildet hat, prüft die Feuerwehr in Absprache mit der Polizei und der VWG, ob die Schule wie gewohnt beginnen kann oder ob es zu gefährlich ist, die Schülerinnen und Schüler so früh loszuschicken. Wenn die Busse zum Beispiel nicht fahren können, kann auch die Schule nicht wie gewohnt zur ersten Stunde beginnen.
Wie, wo und wann erfahren Eltern und Kinder davon?
Falls der frühe Schulweg zu gefährlich ist, informiert die Stadt Oldenburg über die Hörfunkredaktionen, andere Medien, die Internetseite der Stadt Oldenburg, die stadteigenen Social-Media-Kanäle sowie über KATWARN darüber, dass die Schülerinnen und Schüler erst zur dritten Unterrichtsstunde erscheinen müssen. Daher sollten Eltern und Erziehungsberechtigte bei widrigen Witterungsbedingungen unbedingt am Vorabend und morgens das Radio einschalten oder auf entsprechende Hinweise in Online-Medien achten.
Üblicherweise wird versucht, bereits am Vorabend eine Entscheidung über einen möglichen Schulausfall zu treffen – doch dies ist aufgrund von Blitzeis oder einer verschärften Gefahrenlage nicht immer möglich.
Ist die Betreuung der Kinder dennoch sichergestellt?
Bei einem verspäteten Schulbeginn findet zwar vor der dritten Stunde kein regulärer Unterricht statt – die Schulen sind aber dennoch geöffnet und stellen eine Betreuung der anwesenden Schülerinnen und Schüler sicher.
Bei einem ganztägigen Schulausfall ist die Betreuung ebenfalls sichergestellt, es gibt jedoch keine Angebote der Schulverpflegung. Eltern werden deshalb gebeten, ihren Kindern bei Bedarf etwas zu essen mitzugeben.
So müssen sich Eltern keine Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder machen, falls sie kurzfristig keine andere Unterbringungsmöglichkeit haben.
Können Eltern oder Erziehungsberechtigte auch anders entscheiden?
Grundsätzlich gilt, dass Eltern oder Erziehungsberechtigte, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsbedingungen befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Unterrichtsausfall verkündet worden ist.
Wo erhalte ich weitere Informationen?
Unter www.oldenburg.de/schulausfall » sind alle wichtigen Informationen zu einem möglichen Schulausfall zusammengefasst. Dort steht auch ein Informationsflyer „Sicher zur Schule bei Glatteis“ zum Download bereit, der weitere praktische Infos und Handlungsempfehlungen enthält.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter 0441 235-4444.
Quelle Pressemeldung von Stadt Oldenburg