Die guten Seiten des Hochwassers: KATWARN-Nutzerzahlen gestiegen

Die guten Seiten des Hochwassers: KATWARN-Nutzerzahlen gestiegen
Die KATWARN-App zeigt derzeit keine Warnungen für die Stadt Oldenburg an. Foto: Stadt Oldenburg

Die guten Seiten des Hochwassers: KATWARN-Nutzerzahlen gestiegen

Oldenburg. Gerne spricht man nach besonderen Ereignissen von Gewinnern und Verlierern. Zu den definitiven Gewinnern der Hochwasserlage in der Stadt Oldenburg gehört die KATWARN-App: Vor der Einberufung des Katastrophenschutz-Stabs, also noch vor Heiligabend 2023, hatten sich 33.202 Personen für das Katastrophenwarnsystem im Stadtgebiet Oldenburg registriert – knapp drei Wochen später, am 10. Januar 2024, waren es stolze 45.254 Nutzerinnen und Nutzer. Somit konnte das System in dieser Zeit ein sattes Plus von gut 12.000 Nutzenden einfahren. Während des Hochwassers nutzte die Stadt KATWARN zur ersten Warnung, als Infokanal auf eine mögliche Evakuierung speziell für den Bereich Achterdiek und westlich der Sandkruger Straße, zur Sandsackausgabe sowie abschließend für die Entwarnung der Lage.

Was ist KATWARN und seit wann gibt es das System?
KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut FOKUS in Berlin im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt. Seit 2011 steht das Warnsystem allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland für ihre Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung – so auch seit 2012 in Oldenburg. Im Gefahrenfall informiert es die angemeldeten Nutzerinnen und Nutzer per Mobiltelefon oder alternativ E-Mail über Gefahren wie Hochwasser, Bombenfunde oder Großbrände – und das postleitzahlengenau.

Welche Warnungen sind darüber möglich?
Neben dem aktuellen Standort können Nutzende bis zu sieben weitere Orte eintragen, für die sie Warnungen erhalten wollen – zum Beispiel die Wohnadresse, die Kita der Kinder, das Haus der Eltern oder Großeltern, Ferienorte oder die Büroadresse. Darüber werden Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) automatisch ab Stufe rot und Meldungen des Warnsystems des Bundes (MoWaS) in der KATWARN-App übermittelt.

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Einen besonderen Service bietet die App mit der Schutzengelfunktion, die eine Warnung beispielsweise an Urlaubsorten, in denen ebenfalls KATWARN eingesetzt wird, ermöglicht.

Für welche Betriebssysteme gibt es die App?
Um möglichst vielen Menschen einen Zugang zu KATWARN zu ermöglichen, gibt es die KATWARN-App für iPhones (im App Store), Android Phones (im Google Play Store ) und HUAWEI Phones (HUAWEI AppGallery).

Welche Info-Kanäle gibt es noch im Notfall?
In der Stadt Oldenburg werden als Warnmedien die Smartphone-App KATWARN, die eigene Website, der eigene Bürgerbrief sowie die eigenen Social-Media-Kanäle genutzt. Außerdem gibt es klassische Warnhinweise über Radio, Fernsehen und Zeitungen. Auch Lautsprecherdurchsagen sind möglich. Zusätzlich verfügt die Stadt Oldenburg über zwei mobile Sirenenanlagen. Zudem ist geplant, das bisherige Sirenensystem in der Stadt zu erweitern.

Was ist mit Nutzern, die kein Smartphone besitzen?
Für die SMS- und E-Mail-Version kann man sich mit einer SMS an die Servicenummer 0163 7558842 mit dem Stichwort „KATWARN“ und der Postleitzahl des Gebietes anmelden, für das Warnungen ausgegebenen werden sollen, also zum Beispiel „KATWARN 26121“ (für das Postleitzahlengebiet 26121); optional wird zusätzlich die E-Mail-Adresse angegeben, also zum Beispiel „KATWARN 26121 hans.mustermann@mail.de“.

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