Brustkrebs: Früherkennung steht im Fokus

Brustkrebs: Früherkennung steht im Fokus

Brustkrebs: Früherkennung steht im Fokus

Oldenburg. Mit 70.000 Neuerkrankungen jedes Jahr ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Dabei sichert die frühe Diagnose eine sehr hohe Überlebensrate und schafft die Möglichkeit, den Krebs mit schonenderen Behandlungsmöglichkeiten zu besiegen. Das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg und das Forum Brustkrebs machen deshalb in Kooperationen mit dem Mammographie-Screening-Programm und dem Sozialunternehmen „discovering hands“ an gleich zwei Standorten auf die Erkrankung und vor allem die Möglichkeiten der Früherkennung aufmerksam.

Pinkfarbene BHs in der Fußgängerzone

Ab dem 26. September machen in der Fußgängerzone zwischen dem Modehaus Leffers und Lederwaren Hallerstede ein Banner und eine XXL-Wäscheleine mit pinkfarbenen BHs auf den Brustkrebsmonat Oktober aufmerksam. Dazu geben Aufsteller Hinweise zu Hintergrundinformationen. Das Modehaus Leffers spendet während des Brustkrebsmonats für jeden verkauften BH einen Euro an den Freundeskreis Brustgesundheit. „Besonders die frühe Erkennung von Brustkrebs hat große Auswirkungen auf die weitere Behandlung“, betont Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte und geschäftsführende Leiterin des Forums Brustkrebs. „Wir möchten daher alle Frauen ermutigen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und aufmerksam zu sein“, so Vossler. Das Mammographie-Screening-Programm bietet hierfür Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine medizinische Vorsorge, die alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden kann und von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt wird.

Taktilographie: Millimetergenau und schmerzfrei

Eine weitere Möglichkeit ist die weniger bekannte Taktilographie. Bei dieser Früherkennungsmethode untersuchen sehbehinderte Frauen mit ihrem ausgeprägten Tastsinn und einer entsprechenden Schulung Brustgewebe sowie Lymphbahnen und -knoten an Hals, Brustbein und Achseln millimetergenau und schmerzfrei. Der Erfolg gibt den Untersucherinnen recht: Sie erkennen häufiger und kleinere Veränderungen als andere Verfahren.

Siehe auch  Verwaltungsgericht Oldenburg bestätigt Denkmalstatus des ehemaligen Oldenburger "Wall-Kinos"

Vorträge und Probetasten

In zwei Vorträgen stellen die „discovering hands“ am Samstag, 15. Oktober, ab 10.30 Uhr im Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3) die Arbeit der Untersucherinnen vor und geben eine Anleitung zur taktilen Selbstuntersuchung. Außerdem bieten zwei Medizinisch-Taktile Untersucherinnen (MTU) je ein 20-minütiges Probetasten an. Eine vorherige Anmeldung für ein Zeitfenster ist erforderlich. Die Plätze sind begrenzt. „Wir freuen uns sehr, hier die Arbeit unserer blinden Medizinisch-Taktilen Untersucherinnen vorstellen zu dürfen, damit noch mehr Frauen davon erfahren, was sie für eine optimale Brustkrebsfrüherkennung tun können“, sagt Renate Rohde von „discovering hands“. „Das Angebot der MTU umfasst unsere spezielle Diagnosemethode Taktilographie, mittels derer Tumore schon ab fünf Millimetern in zumeist gut heilbarem Stadium ertastet werden können, sowie die individuelle Anleitung zu der von discovering hands entwickelten sicheren und systematischen Abtastung der eigenen Brust“, erläutert Renate Rohde.

Anmeldung erbeten

Sowohl für die Vorträge als auch das Probetasten werden Anmeldungen über das ServiceCenter der Stadt Oldenburg entgegengenommen unter Telefon 0441 235-4444 oder per E-Mail an servicecenter[at]stadt-oldenburg.de.

Es wird darum gebeten, unabhängig von den dann gültigen Corona-Regelungen am Veranstaltungstag einen Selbsttest durchzuführen und in den Veranstaltungsräumen eine Maske zu tragen.

Alle Informationen sind auch online auf der Seite des Gleichstellungsbüros unter www.oldenburg.de/gleichstellung » abrufbar.

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg