Aktuelle Hochwasser-Lage Stadt Oldenburg, 3. Januar

Aktuelle Hochwasser-Lage Stadt Oldenburg, 8. Januar
Foto: Sascha Stüber

Aktuelle Hochwasser-Lage Stadt Oldenburg, 3. Januar

Oldenburg. Die Hochwasserlage in der Stadt Oldenburg ist nach wie vor angespannt. Es gibt weiterhin hohe Pegelstände und damit verbundenen Druck auf die Deiche, der seit mehreren Tagen im Verlauf der Hunte anhält. Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte liegt weiterhin auf der Situation im Bereich Achterdiek sowie westlich der Sandkruger Straße (Oldenburg Süd). Dort wären im Falle eines möglichen Deichbruchs sowohl der Parkfriedhof Bümmerstede als auch das Wohngebiet Klein Bümmerstede betroffen.

Notdeich Bümmerstede errichtet

Um das Gebiet in Bümmerstede zu schützen, haben die Einsatzkräfte seit dem 1. Januar einen mobilen Deich errichtet, der heute im Laufe des Tages weiter fertiggestellt wird. Diese etwa zwei Kilometer lange Deichverteidigungslinie erstreckt sich von der Kreuzung Cloppenburger Straße/Sandkruger Straße entlang der Sandkruger Straße bis etwa 50 Meter über die Bümmersteder Tredde hinaus. Dieser künstliche Deich ist eine Kombination aus drei Verteidigungslinien: Nutzung von natürlichen Höhen (zum Beispiel entlang des Friedhofs), Sandsäcken sowie eines künstlichen Deichs, der aus weißen Hartschaumplatten besteht.

Als zusätzlicher Schutz des Friedhofs dient eine schräg über den Parkfriedhof Bümmerstede verlaufende Barriere, die quasi aus Fässern besteht, die mit Wasser oder Sand gefüllt werden können. Dazu sagt Stadträtin Dagmar Sachse: „Wir drehen den Spieß um: Wir machen uns jetzt das Hochwasser zu Nutze und versuchen es, im Falle eines möglichen Deichbruchs mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.“

Aufgabe des zusätzlichen Notdeichs auf dem Friedhof ist es, im Falle eines möglichen Deichdurchbruchs das vor dem Friedhof befindliche für Überschwemmungen vorgesehene Gebiet gezielt überfluten zu lassen und die dahinter befindlichen Wohngebiete und den Friedhof weitestgehend vor dem Wasser zu schützen.

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Einsatzschwerpunkt Hunte/Osternburger Kanal/Bümmersteder Fleth

Die Situation am Bümmersteder Fleth ist weiter angespannt und wird intensiv beobachtet.
Auch an der Hunte wird die Lage noch für einige Tage angespannt sein. Ein Höchststand wird in den nächsten Tagen erwartet.

Das Wassersystem ist in diesem Bereich sehr komplex mit den vier Fließgewässern Hunte, Küstenkanal, Osternburger Kanal und Fleth (auch Graben 26). Hier arbeiten die Experten permanent an einer möglichst optimalen Ausnutzung aller Kapazitäten.

Einsatzschwerpunkt Haaren

Beim Rückhaltebecken der Haaren in Petersfehn sind die Maßnahmen zur Steuerung der Abflussmöglichkeiten weiterhin erfolgreich. Die Auswirkungen auf die Wasserstände der Haaren wird kontinuierlich überwacht. Derzeit sind die Pegelstände wieder leicht angestiegen.

Die Feuerwehr setzt Erkundungsflüge mit Drohnen, mobile Pegelmessungen an verschiedenen Stellen und Überprüfungen vor Ort fort. Das Ordnungsamt wird in Zusammenarbeit mit der Polizei weiter die Einhaltung des Betretungsverbotes der Deiche überwachen. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Bürgertelefon für Fragen

Die Stadt hat unter der Nummer 0441 235-4500 ein Bürgertelefon eingerichtet. Es wird zudem empfohlen, die Warn-App KATWARN zu nutzen. Weitere Informationen zur aktuellen Lage finden Sie zudem auch auf den Social-Media-Kanälen der Stadt Oldenburg bei Instagram und Facebook.

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg