Wiederherstellung historischer Elemente im Bahnhof Oldenburg geht voran

Wiederherstellung historischer Elemente im Bahnhof Oldenburg geht voran
Stellten die restaurierten Wandmalereien in der Bahnhofshalle vor (von links): Robert Sprenger (Stadt Oldenburg), Restauratorin Ina Pratesi, Hilke Kleen (Stadt Oldenburg), Heiko Siemers und Bernhard Richter (beide Bahnhofsmanagement). Foto: Sascha Stüber

Wiederherstellung historischer Elemente im Bahnhof Oldenburg geht voran

Oldenburg. Die Restaurierung historischer Elemente im Oldenburger Hauptbahnhof schreitet voran. Der Bahnhof mit seiner Empfangshalle aus dem Jahr 1915 zählt zu einem der wenigen Bahnhöfe Deutschlands, die noch größtenteils vollständig erhalten geblieben sind. Davon zeugen seine Architektur und historische Elemente wie die Wandmalereien. Im Bereich des Eingangs Süd in der Empfangshalle wurden die Wandmalereien unter Begleitung der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Oldenburg und dem Landesamt für Denkmalpflege aus Hannover restauriert. Heute wurden die fertigen Wandmalereien gezeigt und weitere Schritte vorgestellt.

Stimmen zu den Wandmalereien

Robert Sprenger, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Bauordnung bei der Stadt Oldenburg, erläuterte die historische Bedeutung des Bahnhofs über die Stadtgrenzen hinaus: „Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Oldenburger Hauptbahnhof ist einer der wenigen Bahnhöfe Deutschlands, der bis auf einige Veränderungen auch heute noch relativ vollständig erhalten ist. Die Wiederherstellung der historischen Ausmalungen wertet die Eingangshalle und das Gesamtbild des Bahnhofs ungemein auf. Wir sind stolz darauf, dieses Baudenkmal voll lebendiger Geschichte in unserer Stadt zu haben – und freuen uns darüber, dass die Deutsche Bahn alles dafür tut, die Empfangshalle wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.“

Heiko Siemers, Leiter Bahnhofsmanagement unter anderem für Oldenburg der DB InfraGO: „Die Wandmalereien wurden bei Reparaturarbeiten an der Uhr in der Eingangshalle entdeckt. In Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde haben wir die historischen Wandmalereien mit Hilfe der Restauratorin Ina Pratesi und regionalen Firmen rekonstruieren lassen. Das Ergebnis lässt sich sehen. Ein weiterer Meilenstein wird die Wiederherstellung des ‚Wartesaals III. und IV. Klasse‘ sein. Aktuell laufen erste Arbeiten und die Planungen für die Kuppeldecke in der Wartehalle West und Ost. Unser gemeinsames Ziel ist es, den gesamten Bahnhof Oldenburg bis 2027 für die Oldenburgerinnen und Oldenburger geschichtlich erlebbar zu gestalten.“

Siehe auch  Ist Chanukka das jüdische Weihnachten?

Und Hilke Kleen von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Oldenburg ergänzt: „Die damalige Gestaltung der Innenräume des Hauptbahnhofs war detailliert, durchdacht und hochwertig. Die Deutsche Bahn hat in ersten Bereichen die Wiederherstellung eines verlorengegangenen Erscheinungsbildes erreicht – und damit diesen Charme von damals wieder aufleben lassen.“

Helfen Sie mit: Historische Aufnahmen der Innenräume gesucht

Für die weiteren Restaurierungsarbeiten werden Fotos von den Innenräumen der Empfangshalle und des Wartesaals III. und IV. Klasse vor 1957 gesucht – ob schwarz/weiß oder farbig. Wer solche Aufnahmen besitzt, kann sich direkt an das Team Denkmalschutz der Stadt Oldenburg wenden. Entweder telefonisch unter 0441 235-2119 oder per E-Mail an denkmalschutz[at]stadt-oldenburg.de.

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg