Keine Bewegung in den Stahl-Tarifverhandlungen – Jetzt erhöhen die Beschäftigten den Druck

Keine Bewegung in den Stahl-Tarifverhandlungen – Jetzt erhöhen die Beschäftigten den Druck

Keine Bewegung in den Stahl-Tarifverhandlungen – Jetzt erhöhen die Beschäftigten den Druck

Der Tarifkonflikt in der Stahlindustrie spitzt sich weiter zu. Gestern ist auch die 3. Verhandlung in Düsseldorf ergebnislos beendet worden. Die Arbeitgeber haben gestern zwar ein Angebot für eine prozentuale Erhöhung der Entgelte vorgelegt, das war aber sowohl von der Höhe, als auch von der vorgeschlagenen Laufzeit nicht ausreichend.

Die Tarifkommission der IG Metall hat am heutigen Samstagvormittag getagt und beschlossen, sofort zu reagieren und den Druck auf die Stahlunternehmen vor der vierten Verhandlungsrunde am 14. Juni 2022 weiter zu verstärken. Am Montag wird es in allen Betrieben der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie einen gemeinsamen Stahlaktionstag geben.

Die IG Metall Bremen ruft am Montag, den 13. Juni 2022 alle Beschäftigten des Bremer ArcelorMittal Stahlwerks zu einem schichtübergreifenden Warnstreik auf. Er beginnt für die Früh- und Tagschicht um 10:00 Uhr, die Spätschicht wird bis 16:00 Uhr die Arbeit niederlegen.

Um 11:30 Uhr wird eine Kundgebung am Tor 1 von ArcelorMittal stattfinden. Als Gastredner wird Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste sprechen.

„Wir haben gehofft, dass die Arbeitgeber diese Tarifrunde vor dem Hintergrund der seit langem dramatischen Preisentwicklung nicht eskalieren lassen. Die Unternehmen kennen die Belastung ihrer Beschäftigten durch die steigenden Lebenshaltungskosten ganz genau.“, so Bernd Rosenbaum, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Bremen. „Unsere Erwartung ist, dass sie das auch bei den Tariferhöhungen anerkennen. Das am Freitag vorgelegte Angebot reicht aber nicht, die Kaufkraft der Beschäftigten zu sichern. Das wird die Belegschaft der Bremer Hütte am Montag mit ihrem Warnstreik auch zeigen und den Druck auf ArcelorMittal und die anderen Stahlunternehmen noch mal erhöhen.“

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Quelle Pressemeldung von  IG Metall