Bundesweiter Warntag 2022: Erstmals auch mit Cell Broadcast

Bundesweiter Warntag 2022: Erstmals auch mit Cell Broadcast 

Bundesweiter Warntag 2022: Erstmals auch mit Cell Broadcast

Oldenburg. Der bundesweite Warntag wurde dieses Jahr durch Beschluss der Innenministerkonferenz im Juli 2022 ausnahmsweise vom 8. September auf den 8. Dezember verschoben. Der Grund: Erstmalig soll an diesem Tag das so genannte Cell Broadcast getestet und somit wichtige Erkenntnisse für die Umsetzung bis zum vorgesehenen Betriebsstart im Februar 2023 gewonnen werden. Zugleich soll die Gelegenheit genutzt werden, um den Menschen in Deutschland – und damit auch in Oldenburg – das System erstmals mit einer Testnachricht bekannt zu machen. Beim Cell Broadcast handelt es sich um eine über die Mobilfunknetze übermittelte Warnmeldung.

Wichtige Rolle: Rückmeldung der Bevölkerung Um die Warnung insbesondere bei der Einführung des neuen Kanals Cell Broadcast zu optimieren, spielt die Rückmeldung der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund wird die Bevölkerung am bundesweiten Warntag und in den darauffolgenden Tagen gebeten, ihre Erfahrungen mit Cell Broadcast und weiteren Warnmitteln im Zuge einer Umfrage mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu teilen.

Die Möglichkeit zum Feedback wird es zur genannten Zeit auf der Website warnung-der-bevoelkerung.de », in der Warn-App NINA, auf der Unterseite zum bundesweiten Warntag auf bbk.bund.de » und auf den Social-Media-Kanälen des BBK geben. „Wir möchten auch die Oldenburgerinnen und Oldenburger unbedingt dazu aufrufen, sich an der Umfrage zu beteiligen“, appelliert Jens Spekker, Leiter der Feuerwehr Oldenburg. „Der Warntag ist ein Testlauf für den Ernstfall – die Gelegenheit sollten wir alle nutzen, um das bundesweite Warnsystem gemeinsam zu optimieren.“

Erfolgreiche Warnung verbindet Mensch und Technik

Die Unterstützung der Bevölkerung hilft dabei, die Einführung von Cell Broadcast als Warnmittel schon während der Testphase zu verbessern und das Warnsystem insgesamt sicherer zu machen. Die Handynutzerinnen und -nutzer sollen für den neuen Warnkanal sensibilisiert werden, denn schließlich stehen sie als Adressaten im Mittelpunkt der Warnung. Sie sind wichtige Akteure im Warnprozess und Teil der Sicherheitspartnerschaft.

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Eine erfolgreiche Warnung verbindet Menschen und Technik. Sie muss von den Menschen wahrgenommen und in ihrer Dringlichkeit angemessen eingeschätzt werden, damit die Bevölkerung auch sich selbst schützen kann. Dafür bietet der bundesweite Warntag einen idealen Anlass.

Warntag als bewusster Stresstest

Der Warntag ist ein bewusster Stresstest für die Warninfrastruktur in Deutschland. Im Alltag laufen die Warnsysteme zuverlässig. Ein Stresstest unter besonderen Bedingungen ist dennoch nötig für die Härtung und Weiterentwicklung des Warnsystems. Der Warntag soll daher ganz gezielt dabei helfen, Optimierungspotenziale zu identifizieren. Dies gilt insbesondere für die Einführung des Cell Broadcast, für den der Warntag der Beginn einer intensiven operativen Testphase ist. In dieser Testphase ist noch kein vollständiger Wirkbetrieb vorgesehen und es werden nicht alle Handynutzerinnen und -nutzer in Deutschland eine Warnmeldung über Cell Broadcast empfangen können.

Ergänzender Warnkanal für Ernstfall

Cell Broadcast kommt jetzt als ergänzender Warnkanal für Warnungen hinzu. Cell Broadcast ermöglicht es, Warnungen einfach, schnell, zielgenau und datensparsam an eine große Anzahl von Menschen zu versenden – und ist daher ideal für eine Alarmierung im Notfall. Die Übersendung von Warnmeldungen über Cell Broadcast ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft des Mobilfunkendgerätes in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. So können in einem potenziellen Gefahrengebiet befindliche Mobilfunkendgeräte mit einer Warnmeldung angefunkt werden, ohne dass eine vorherige Registrierung oder Angabe von personenbezogenen Daten notwendig ist. Aber auch über die KATWARN-App » erhalten alle Nutzenden automatisch die Probewarnung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Quelle Pressemeldung von  Stadt Oldenburg