Universität Oldenburg und vier regionale Grundschulen kooperieren im Bereich Umweltbildung

Universität Oldenburg und vier regionale Grundschulen kooperieren im Bereich Umweltbildung

Universität Oldenburg und vier regionale Grundschulen kooperieren im Bereich Umweltbildung

Ob mit neuen Hochbeeten, Insektenhotels oder einem Bauwagen zum Spielen: Im Mai und Juni werden vier Grundschulen im Oldenburger Land nachhaltig und kreativ verschönert. Rund 200 Schulkinder planen die großen und kleinen Projekte gemeinsam mit Studierenden der Universität Oldenburg und setzen sie anschließend um. Die Aktionen sind Teil des Vorhabens „Grundschule der Zukunft“, das Dr. Juliane Schlesier vom Institut für Pädagogik der Universität Oldenburg leitet. Die Barthel-Stiftung als Hauptförderer sowie die EWE Stiftung unterstützen das Projekt über zwei Jahre mit insgesamt knapp 50.000 Euro. Es nehmen die Christophorus-Grundschule in Bad Zwischenahn, die Junker-Harke-Grundschule in Barßel, die Grundschule Achternmeer in Wardenburg sowie die Grundschule Osterscheps in Edewecht teil.

Das Besondere an dem Vorhaben: Die Schulkinder sollen ihre Projekte weitgehend eigenständig planen und durchführen – möglichst in jahrgangsübergreifenden Gruppen und unterstützt von Studierenden und Hilfskräften der Universität. „Das Konzept nennt sich ‚Lernen durch Engagement‘ und soll die Sozialkompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler stärken“, berichtet Projektleiterin Schlesier. Gleichzeitig soll das Projekt auch ganz praktisch die Lese- und Schreibkompetenzen der Kinder auf möglichst spielerische Weise fördern, etwa wenn sie Anleitungen lesen oder ihre Pläne aufschreiben.

Inhaltlich stehen die Themen Umweltschutz und Umweltbildung sowie Gemeinnützigkeit im Zentrum. Die Kinder legen etwa Hochbeete an, pflanzen Naschobstwiesen, bauen Vogelhäuser oder auch neue Bänke für den Schulhof. „Die Kinder sollen unter anderem lernen, dass neue Dinge zumindest teilweise aus bereits vorhandenen Materialien entstehen können“, erläutert Schlesier. Das Projektteam bittet Gemeinden, Schulen und Eltern daher, Sachspenden wie beispielsweise Holz für die verschiedenen Projekte beizusteuern. Die Schulen profitieren von den Ergebnissen, indem sie die neuen Einrichtungen etwa im Sachunterricht in den folgenden Jahren nutzen können. Für die Studierenden bietet das Projekt wiederum eine Möglichkeit, schon früh im Studium praktische Erfahrungen zu sammeln.

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Für Schlesier eröffnet das Projekt zudem die Gelegenheit, die Schulerfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu erforschen. In den vergangenen Wochen haben sie und ihre Hilfskräfte die teilnehmenden Kinder sowie eine Kontrollgruppe bereits zu ihren Emotionen beim Erlernen der Schriftlichkeit, zu ihrem Selbstkonzept und zu ihrer sozialen Integration befragt und ihre Schreibkompetenzen ermittelt. „Anhand früherer Ergebnisse, darunter auch eigener Studien, gehen wir davon aus, dass sich die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler verbessern werden“, sagt Schlesier, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Empirische Lehr-Lern-Forschung unter Leitung von Prof. Dr. Barbara Moschner. An der Studie sind außerdem Forschende der Universität Greifswald, der Universität Hamburg und der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt.

Pressemeldung von  Universität Oldenburg