Auf den Spuren der Erdgeschichte am 18. September: LBEG koordiniert landesweit zahlreiche Aktionen zum Tag des Geotops

Auf den Spuren der Erdgeschichte am 18. September: LBEG koordiniert landesweit zahlreiche Aktionen zum Tag des Geotops
Das Team des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig bei Grabungsarbeiten im „Jurameer von Schandelah". Zum Tag des Geotops können Besucher die Grabung live erleben.

Auf den Spuren der Erdgeschichte am 18. September: LBEG koordiniert landesweit zahlreiche Aktionen zum Tag des Geotops

Wo haben Dinosaurier ihre Spuren hinterlassen? Welche Tiere und Pflanzen finden sich im Millionen Jahre alten Ton bei Willershausen? Welcher Mythos versteckt sich hinter dem Schildstein in Lüneburg? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Besucher am „Tag des Geotops“ am Sonntag, 18. September.

„Geotope sind Fenster in die Erdgeschichte“, sagt Roberto Pierau. Bei dem Geologen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) laufen die Fäden für den „Tag des Geotops“ zusammen. Das LBEG unterstützt als Geologischer Dienst für Niedersachsen landesweit alle Aktionen an diesem Veranstaltungstag. Mehr als 30 sind es in ganz Niedersachsen. Am Tag des Geotops können interessierte Bürgerinnen und Bürger Geologie und Bergbaugeschichte an vielen Orten in Niedersachsen hautnah erleben. Bei Geotopen handelt es sich oft um imposante Felsformationen, versteinerte Saurierspuren, riesige Findlinge oder auch um verwinkelte Höhlen oder bedeutende Bergwerke.

Eine Wanderung in die alten Steinbrüche bietet das Sandsteinmuseum Bad Bentheim an. Auf der Wanderung wird von den Pächtern der Steinkuhlen und von der harten Arbeit der „Kuhlkerle“ berichtet. Inzwischen sind die alten Steinbrüche wieder von Wald überwachsen und bilden eine eigentümliche, besonders reizvolle Landschaft.

Ein Blick in die Lebenswelt des Posidonienschiefer vor 180 Millionen Jahren ermöglicht das Grabungsteam des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig im „Jurameer von Schandelah“. An der Grabungsstelle wurden schon bedeutende Funde von mehreren Fischsaurieren und Meereskrokodilen gemacht. Sogar einzelne Knochen von Flugsaurieren wurden geborgen, die einen einzigartigen Einblick in die Lebenswelt des Unterjura im Braunschweiger Land eröffnen. Am Tag des Geotops haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, dem Grabungsteam über die Schulter zu schauen.

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In Lüneburg gibt es die Möglichkeit, die Geschichte des Kalkbergs zu entdecken. Auf historischen Bildern und Gemälden ragte der Berg einst hoch über Lüneburg. Heute ist der Berg verschwunden, denn über Jahrhunderte diente er als Rohstofflager für die Stadt. Am Kalkberg wurden allerdings Gips und Anhydrit abgebaut, anders als der Name des Berges vermuten lässt. Das Museum Lüneburg stellt in einem Rundgang die Bedeutung des Rohstoffes für die Stadt dar und zeigt, was Grabungsfunde aus der Stadt mit dem Kalkberg zu tun haben.

Ein weiterer Schwerpunkt der niedersächsischen Veranstaltungen liegt in den beiden UNESCO-Geoparks Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen sowie TERRA.vita. Die Organisation vor Ort erfolgt dezentral unter anderem durch Privatpersonen, Vereine, Museen, Kommunen, Rohstoffbetriebe oder Universitäten.

Der Tag des Geotops wird seit dem Jahr der Geowissenschaften 2002 alljährlich deutschlandweit immer am dritten Sonntag im September ausgerichtet.

Pressemeldung von  Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie