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Gegen die Strukturen der Welt und für die Freiheit

Am Sonntag, 8. Dezember, präsentiert die Schriftstellerin Karen
Köhler ihr aktuelles Buch „Miroloi“ in der Reihe LiteraTour Nord. Um 11 Uhr
liest sie im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, und
spricht mit dem Literaturwissenschaftler Lars Korten über den Roman. Die
LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von
Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der
Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die
Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

2014 erschien Karen Köhlers viel beachteter Erzählungsband „Wir haben Raketen
geangelt“. Jetzt veröffentlichte sie ihren ersten Roman: „Miroloi“ lautet
der Titel und bedeutet auf Griechisch so viel wie „Klagelied“. Er stand auf
der diesjährigen Longlist zum Deutschen Buchpreis und erzählt von einer jungen
Frau, die als Findelkind in einem abgeschirmten Dorf aufwächst. Hier haben
Männer das Sagen, Frauen dürfen nicht lesen, Tradition und heilige Gesetze
lasten auf allem. „Miroloi“ zeigt, was passiert, wenn man sich in einer
solchen Gesellschaft als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen
lernt, sich verliebt. Karen Köhler schildert voller Hingabe, Neugier und Wut auf
die Verhältnisse eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen
könnte, von einer Frau, die sich gegen die Strukturen ihrer Welt und für die
Freiheit auflehnt.

Karen Köhler studierte Schauspiel und arbeitete zwölf Jahre am Theater. Heute
schreibt sie Drehbücher, Prosa und Theaterstücke, die bei zahlreichen Bühnen
auf dem Spielplan stehen. 2017 erhielt sie für ihren Roman „Miroloi“ ein
Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung, 2018 das Arbeitsstipendium des

Deutschen Literaturfonds. Sie lebt in Hamburg.