Schöne Bescherung: Lamberti-Markt meldet Rekordbesuch

Rekordbesuch auf dem Lamberti-Markt: Wenn der Oldenburger
Weihnachtsmarkt an diesem Sonntagabend endet, werden wieder mehr als eine Million
Menschen durch die Budengassen spaziert sein. Das schätzen Michael Hempen,
Vorsitzender des Schaustellerverbandes, und Dennis Ostendorf, Marktmeister der
Stadt Oldenburg. „Der Lamberti-Markt ist einer der beliebtesten und schönsten
Weihnachtsmärkte Deutschlands – diesem Ruf ist er in diesem Jahr wieder mehr
als gerecht geworden“, freut sich Hempen.

Bereits im vergangenen Jahr war die Millionenmarke geknackt worden. „Das zum
größten Teil trockene Wetter hat in diesem Jahr für einen weiteren Anstieg der
Besucherzahlen gesorgt“, berichtet Ostendorf. Generell gilt: Je näher das
große Fest rückt, desto mehr Leute zieht es auf den Weihnachtsmarkt – und das
längst nicht nur in der Dämmerung und in den Abendstunden, wenn der
Lichterglanz besonders gut zur Geltung kommt. Vielmehr strömten die Massen oft
schon ab mittags durch die Gänge. So zog es bereits viele Kindergartengruppen in
den frühen Stunden in das Vorlesezelt. Oftmals gab es danach von den
Erzieherinnen und Erziehern eine „süße Überraschung“ an einem der Stände.

Besonders beliebt war auch das Lamberti-Singen auf dem Schlossplatz. Dieses war
an allen drei Dienstagen gut besucht. Lange Schlangen bildeten sich zudem
regelmäßig um 16 Uhr an der Bühne auf dem Schlossplatz, wenn der
Weihnachtsmann ein offenes Ohr für die Wünsche der kleinsten Marktbesucher
hatte. Zusätzlich sorgten zahlreiche Chöre und Orchester für ein gelungenes
Gesamtambiente.

Eine Tradition hat in diesem Jahr ihren runden Geburtstag gefeiert und ist sogar
älter als der Lamberti-Markt. Der Posaunenchor der evangelisch-lutherischen
Landeskirche Oldenburg tritt bereits seit 60 Jahren in der Vorweihnachtszeit auf
dem Rathausbalkon auf. Der Lamberti-Markt besteht seit 1972.

Besonders großen Anklang fand in diesem Jahr das erstmals vom
Schaustellerverband angebotene „Fassadenmapping“ an der Wand des Alten
Rathauses. Die rund siebenminütige Video-Projektion bekam von den Besucherinnen
und Besuchern sehr viel Beifall und durchweg positive Rückmeldungen. Dieses
Angebot soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Zum Gelingen des Lamberti-Markts hat in diesem Jahr auch die „größte
Weihnachtskerze der Welt“ beigetragen. Gemeint ist damit der City Skyliner,
eine mobile Aussichtsplattform, die auf dem Julius-Mosen-Platz einen
atemberaubenden Blick auf die Oldenburger Altstadt und weite Teile des
Stadtgebiets ermöglichte. „Mit dieser Resonanz sind wir sehr zufrieden“,
bilanziert Betreiber Thomas Schneider: „Oldenburg ist ein großer Erfolg für
uns.“

Ebenfalls neu war in diesem Jahr die Tannenbaumbeleuchtung mit 4.800 LED-Lampen
und neuem Pentor-Stern auf dem Rathausmarkt, die bei der Eröffnung am 26.
November von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Lamberti-Engel Mila
erstmalig zum Leuchten gebracht wurde.

Zum erneuten Besucherrekord haben auch in diesem Jahr die vielen Touristen aus
den benachbarten Niederlanden beigetragen, die sich in großen Gruppen für den
Oldenburger Weihnachtsmarkt begeisterten. Der Bustourismus – auch aus
angrenzenden Bundesländern – spiele eine wichtige Rolle, betont
Schausteller-Chef Michael Hempen: „Wer eine Tagestour zum Lamberti-Markt
gebucht hat, der kommt – egal, wie das Wetter ist.“ In diesem Jahr wurden
erstmals eine zusätzliche Ein- und Ausstiegsmöglichkeit an der Huntestraße
sowie ein Aufenthaltsraum und Toiletten an der Weser-Ems-Halle für die
Busfahrerinnen und Busfahrer angeboten.

Warum der Lamberti-Markt ein so großer Publikumsmagnet ist, liegt für Dennis
Ostendorf auf der Hand: „Die Mischung stimmt – es ist für alle Generationen
das passende Angebot dabei. Sei es die Bühne oder das Vorlesezeit – aber auch
die Ausschänke, Mandel- und Bratwurstbuden. Jede Besucherin und jeder Besucher
findet das für sich passende Angebot“, resümiert der Marktmeister.

Trotz des großen Andrangs sei der Markt von einer friedvoll-fröhlichen
Atmosphäre geprägt. „Wir haben die schönsten Hütten – mit viel Liebe zum
Detail gestaltet. Das honorieren die Leute“, nennt Michael Hempen ein weiteres
Merkmal, das den Lamberti-Markt auszeichnet. Zur schönsten Hütte ist in diesem
Jahr der Stand „Verfilzt & Zugenäth“ von Kirsten Braunseis und
Annekathrin Schuldt gewählt worden.

Im nächsten Jahr findet der Lamberti-Markt vom 24. November bis zum 22. Dezember
statt – und hat gute Aussichten, weiter Bestmarken zu erreichen.

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