Falsche Polizisten in Schwachhausen unterwegs

Betrüger erbeuteten von einer älteren Dame in Schwachhausen einen Geldbetrag, indem sie sich am Telefon als Polizisten ausgaben. Das Geld hatte die Frau nach dem Anruf von ihrem Konto abgehoben und es dann einer falschen Polizistin übergeben.

Gegen Mittag des 31. Mai erhielt eine 79-jährige Frau in der Kirchbachstraße einen Anruf von einem Mann. Dieser gab sich als Polizist aus und erzählte ihr, dass es einen Vorfall an einer Tankstelle in der Schwachhauser Heerstraße gegeben hätte. Dabei seien drei rumänische Staatsbürger festgenommen worden, bei denen ein Zettel mit dem Namen der Angerufenen aufgetaucht sei. Ihr Haus sei ausspioniert worden, um später dort einzubrechen. Einige Zeit später habe sich ein zweiter Mann erneut per Telefon gemeldet. Auch dieser gab sich als Polizist aus. Er wies die Seniorin an, zu ihrer Bank zu gehen und eine größere Summe Bargeld abzuheben. Die Festgenommenen hätten die Bank ebenfalls ausspioniert. Nachdem die Frau mit dem Geld wieder zu Hause eintraf, sagte ihr der falsche Polizist, sie solle dieses in ihrer Wohnung verstecken. Im Laufe des Tages käme eine Kollegin, um das Geld abzuholen. Am Nachmittag tauchte schließlich die falsche Polizistin auf. Sie nahm das Geld in einem Umschlag an sich und verabschiedete sich mit den Worten, die Polizei werde sich in den nächsten Tagen melden. Die Seniorin erstattete erst am Dienstag, den 4. Juni eine Anzeige.

Die Frau, die das Geld abholte, trug uniformartige Kleidung (schwarze Hose und schwarzes Hemd, dazu trug sie eine rote Kappe) und soll zwischen 20 und 25 Jahre alt sein. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421 3623888 entgegen.

Die Polizei rät:

   - Die Polizei verlangt niemals am Telefon, dass Sie Geld und 
     Wertsachen herausgeben
   Bei Anrufen den Hörer sofort auflegen, wenn Sie
   -- das Telefonat und die Angelegenheit geheim halten sollen
   -- schnelle Entscheidungen treffen sollen
   -- Kontakt mit Fremden aufnehmen sollen
   -- persönliche Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenstände 
      herausgeben sollen
   - Wählen Sie die 110 und teilen Sie den verdächtigen Anruf mit. 
     Benutzen Sie NICHT die Rückruffunktion, da Sie sonst wieder bei 
     dem Anrufer und Täter landen könnten
   - Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben Sie keine 
     Auskünfte zu Ihren persönlichen und finanziellen Verhältnissen
   - Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie 
     vertrauen

Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Mehr dazu auch unter www.polizei.bremen.de.