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Kammermusiksaal der Universität umfänglich saniert

Oldenburg. Deutlich verbesserte Akustik, neue Technik, mehr Platz für Instrumente: In den vergangenen zehn Monaten wurde der Kammermusiksaal der Universität Oldenburg von Grund auf saniert. Anderthalb Millionen Euro kamen hierfür aus dem HP-Invest-Programm des Landes Niedersachsen, 35.000 Euro steuerte das Institut für Musik als Hauptnutzer des Raums selbst bei. Der Saal, der für die Lehre, Ensemble-Proben und Veranstaltungen bereits seit Beginn des Sommersemesters wieder zur Verfügung steht, wird heute Abend mit einem Festakt offiziell eingeweiht. Auf dem Programm stehen musikalische Beiträge von Lehrenden des Instituts für Musik sowie des Schlagzeugensembles Schlagwerk Ossietzky.

„Unser Institut für Musik hat mit dem sanierten Kammermusiksaal eine hervorragende Spielstätte gewonnen. Unsere Universität verfügt damit über einen tollen Raum für die beliebten und vielfältigen Begegnungen zwischen studentischen Ensembles und Musikbegeisterten aus Stadt und Region“, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper anlässlich der Wiedereröffnung.

Das Gebäude A11, in dem sich der Kammermusiksaal befindet, entstand 1966 als Teil der Pädagogischen Hochschule. Nach sporadischen Sanierungen in den letzten Jahrzehnten, wurde der Raum im letzten Jahr nun komplett entkernt. Eine besondere Herausforderung für die Planer: Die Akustik des Saals so zu gestalten, dass sowohl verschiedene Arten von Musik darin gut klingen als auch die Sprachverständlichkeit in Seminaren gegeben ist. Denn die verschiedenen Nutzungsszenarien erfordern unterschiedliche, zum Teil widersprüchliche Nachhallzeiten. Begleitet durch einen Akustiker haben das universitäre Gebäudemanagement und das Institut für Musik ein Konzept erarbeitet, das den verschiedenen Ansprüchen bestmöglich Rechnung trägt. Neben baulichen Elementen wie einer Akustikdecke, neuen Fenstern und innenliegenden Rollos sorgt vor allem ein hochwertiges Lautsprechersystem mit zugehöriger Audioanlage für einen natürlichen, hochauflösenden Klang im Raum. Auch die Lüftungsanalage ist möglichst leise konzipiert und verteilt die Luft bei Normalbetrieb in Flüsterlaustärke – also etwa 30 Dezibel – im Raum.

Um ausreichend Stauraum für Instrumente zu schaffen, wurde die Längswand des Raums in eine drei Meter hohe Schrankwand umgebaut. Bodentiefe Schiebetüren ermöglichen es, auch große Instrumente wie ein Marimbaphon oder Pauken leicht zu verstauen. Die Elektronik des Kammermusiksaals wurde ebenfalls grundlegend erneuert; die Technik des Saals ist mit der der angrenzenden Aula und dem Tonstudio des Instituts verbunden. Ein Trägerelement über der Bühne ermöglicht es, Licht- und andere Veranstaltungstechnik anzubringen und den Raum somit flexibel zu nutzen.

Ins Auge fällt auch der Bühnenboden: Bei den Abrissarbeiten entdeckten die Handwerker unter dem Teppich das alte Parkett. Es wurde aufgearbeitet und erinnert fortan als einziges Element an den ursprünglichen Kammermusiksaal.

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