Impfschutz gegen Masern sollte kontrolliert werden

In Niedersachsen sind vor einigen Tagen Masernfälle in einer
Hildesheimer Schule aufgetreten. Deshalb sieht sich das Gesundheitsamt der Stadt
Oldenburg dazu veranlasst, einen effektiven Impfschutz dringend zu empfehlen.

Masern sind nämlich keine harmlose Kinderkrankheit. Die Krankheit ist
hochansteckend und kann erhebliche Komplikationen und Folgeerkrankungen mit sich
bringen. Da bislang jedoch nicht alle Kinder und Jugendlichen weltweit
ausreichend geimpft sind, kommt es im In- und Ausland immer wieder zu Ausbrüchen
von Masern. In Deutschland sind in den letzten zehn Jahren über 9.800
Masernfälle gemeldet worden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen waren die
Betroffenen nicht geimpft.

Masernviren werden beim Sprechen, Husten oder Niesen (sogenannte
Tröpfcheninfektion) übertragen. Die Ansteckungsfähigkeit besteht bereits fünf
Tage vor bis etwa vier Tage nach dem Hautausschlag. Die Erkrankung beginnt mit
Fieber, Entzündung der Augen, Schnupfen, Husten und einem geröteten Gaumen und
Rachen. Nach wenigen Tagen entsteht ein Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen
Flecken.

Neben der überstandenen Erkrankung ist die Impfung der einzige Schutz gegen eine
Masern- Erkrankung. Das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg hat im vergangenen
Jahr alle Kinder der 6. Schulklassen hinsichtlich des Impfstatus gegen Masern
überprüft. Dabei hat sich gezeigt, dass der Impfstatus noch nicht ausreichend
hoch ist, um einen möglichen Ausbruch der Erkrankung gänzlich zu verhindern.

Nach wie vor sind von den Masern überwiegend Kinder und Jugendliche betroffen,
sofern sie nicht geimpft sind. Entsprechend erfolgt die Übertragung der
Infektion häufig in Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen, auch deshalb,
weil hier viele Menschen auf engem Raum zusammen sind.

Das Gesundheitsamt empfiehlt, den nächsten Besuch beim Hausarzt beziehungsweise
bei der Hausärztin oder beim Kinderarzt beziehungsweise der Kinderärztin zu
nutzen, den Impfstatus der Familie anhand des Impfausweises überprüfen zu
lassen und falls notwendig zu komplettieren.