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Planet der Hasen

Famila 2

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Zwei Hasen sitzen an ihren hypermodernen Luxuspools und lassen es sich gut gehen. Automaten spendieren Süßigkeiten nach Wunsch, und die Bademode ist immer auf dem neuesten Stand. Hier lässt es sich leben wie im Paradies. Gäbe es da nicht ein klitzekleines Problem: Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wird der Planet der Hasen in zehn Tagen explodieren. Während der eine Hase allmählich sehr nervös wird, beschließt der andere, das Problem einfach zu ignorieren. Wahrscheinlich stimmt das mit der Explosion gar nicht, und wenn doch, können zwei Hasen sowieso nichts dagegen tun. Oder vielleicht doch? Mit Hilfe des Publikums beginnen die Hasen, Ideen zu entwickeln, wie sie ihren Planeten doch noch retten könnten.

Gemeinsam erreicht man mehr

Tina Müller hat mit «Planet der Hasen» ein Stück über die vielleicht größte Herausforderung geschrieben, der sich die Menschheit stellen muss. Darin spielt sie verschiedene Szenarien und Lösungsansätze durch, ohne sich in Schreckensbildern und technischen Details zu verlieren. «Planet der Hasen» bezieht die Lebenswelt des Publikums mit ein und fragt: Was ist schön an unserem Planeten? Was wollen wir erhalten? Und wie kriegen wir das alle zusammen hin?

Tina Müller setzt auf die Kraft des positiven Denkens, in dem Sinne, dass die Menschen aufwachen und anfangen müssen, sich für ihren Planeten einzusetzen. «Und es muss auch nicht gleich die komplette Welt sein, die wir dabei retten. Es reicht, wenn wir uns für einen kleinen Teil, der uns besonders wichtig ist, einsetzen: Für einen Wald, der abgeholzt werden soll oder gegen ein neues Einkaufszentrum, das eigentlich niemand wirklich braucht», so die Autorin. Alleine ist es allerdings meist nicht so einfach, sich für etwas stark zu machen. Deswegen erzählt das Stück auch von Zusammenhalt. «Wenn wir dabei noch anfangen, uns darauf zu besinnen, was uns im Leben wirklich wichtig ist und feststellen, dass wir mit weniger Konsum ebenfalls ganz glücklich sein könnten, bin ich rundum zufrieden», sagt Müller. Gerade in Zeiten, in denen Bremerhavener Schüler*innen und junge Menschen in der ganzen Bundesrepublik auf die Straße gehen, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, kommt das Theaterstück genau im richtigen Moment.